California the golden state #1

Wie Ihr Euch vielleicht erinnern könnt, war mein Mann letzten Juni für 3 Wochen beruflich in Kalifornien. Es ist zwar nicht der Sunshine State, aber trotzdem sollen dort das ganze Jahr angenehme Temperaturen herrschen.

Gut 350 Fotos hat er dort geknipst. Und eine kleine, aber feine Auswahl habe ich für Euch heraus gesucht.

Ich habe natürlich ein Paar fragen an Rudi, die er uns gerne beantwortet.

Sunny: "Kalifornien .... das klingt nach ewigem Sommer. Und im Juni könnte man ja auf der nördlichen Halbkugel davon ausgehen, dass dort auch wirklich ein Sommer stattfindet. Wie war denn das Wetter?
Nicht dass ich mich aktuell hier in Bayern über zu niedrige Temperaturen beklagen möchte."

Rudi: "It was sunny. :-)
Im Ernst: Kalifornien kämpft seit Jahren mit einer Dürre. Dort gibt es sehr wenig Niederschlag, was zum ernsten Problem geworden ist. Die natürlichen Niederschläge decken schon seit langem nicht mehr den Bedarf, schon gar nicht den des Bevölkerungszuwachses der letzten Jahre.
Aber was schon auffällt, ist der Einfluß der Sonne auf die Menschen. Wie würden wir uns fühlen, wie würden wir leben, wie wäre unsere Lebenseinstellung, wenn wir so viel Sonne hätten? Ich glaube, wir wären ähnlich optimistisch, easy-going, offener, toleranter. Es ist sicher kein Zufall, daß in Kalifornien die Love & Peace Bewegung ihren Anfang nahm, daß Bands wie die Beach Boys, die Eagles, Buffalo Springfield, The Byrds, Grateful Dead, Jefferson Airplane, die Doobie Brothers aus Kalifornien kommen. Wenn Dir ständig die Sonne auf die Nase brennt, spielst Du keinen harten, aggressiven Rock wie die Bands aus Detroit.
Herkunft, sexuelle Orientierung, Aussehen sind nicht so wichtig. Miteinander auskommen schon."
Foto: Stanley Beamish - Golden Gate Bridge
Sunny: "Du hattest 2 Wochenenden zur freien Verfügung. Den ersten Samstag hast Du in San Francisco verbracht. Das erste Bild von der Golden Gate sieht eher aus wie November. Nicht wie Juni. Aber ich kann mich erinnern, ich war im Oktober dort und wir hatten am Morgen auch dicken Nebel, der alles eingehüllt hat. Du hast eine Bootstour gemacht?"
Foto: Stanley Beamish - San Fracisco

Rudi: "Das Wetter im Übergang der Bay Area zum Pazifik ist sehr wechselhaft. Die Fotos sind innerhalb einer Stunde entstanden. Während die Golden Gate Bridge im Nebel lag und ich eine Jacke gut vertragen konnte, ist der Blick auf die Skyline von San Francisco schon wieder ganz anders. Ja, ich nahm eine der ersten Bootstouren des Tages, vom Pier 39 zur GGB, und um Alcatraz herum zurück."

Sunny: "Gibt es noch was über Alcatraz zu sagen? Den ehemaligen Knast habt Ihr scheints auch mit dem Boot umrundet?"
Foto: Stanley Beamish - Alcatraz
Rudi: "Die Insel war wegen ihrer Lage schon immer etwas Besonderes. Erst als Standort eines Leuchtturms. Später dann als Hochsicherheitsgefängnis, was natürlich zur Legendenbildung beiträgt. Keine Legende: Den Häftlingen in Alcatraz waren Warmwasserduschen gestattet, um sie nicht an kaltes Wasser zu gewöhnen, was eine Flucht eventuell erleichtert hätte."

Sunny: "Ach ja... ich sehe die Seehunde am Pier 39. So wies aussieht hat man die Gegend dort zur Shopping Meile ausgebaut. Das war 1995 noch nicht so offensichtlich, als ich dort gewesen bin."

Rudi: "Ganz egal, wo man ist: Alles, was Touristen anzieht, scheint diesen Weg zu gehen. Jetzt findest Du dort ein Bubba Gump Restaurant, ein Hardrock Cafe und jede Menge T-Shirt- und Nippes-Läden. Knapp 30$ für einen Burger und ein Bier. Wenn ich meinen Hunger ein paar hundert Meter weiter geschleppt hätte, wäre ich meinem Chef ein "Danke" weniger schuldig... :-)
Aber die Seehunde lassen sich offensichtlich nicht beirren, eine schöne Konstante in dieser Gegend."

Foto: Stanley Beamish - Pier 39
Sunny: "Uiii, eine Cable Car. Das sind ja wirklich tolle Teile. Ich fand die damals ziemlich klasse. Vor allem, weil die Stadt so bergig ist und ich mit meinem dicken Schwangerschaftsbauch schon Probleme hatte, mich die Berge zu Fuß hoch zu schieben."

Rudi: "Ja, ein interessantes Konzept. Schön, daß sie erhalten geblieben sind, wenn auch nicht alle Linien. Ursprünglich sind viel mehr Linien von verschiedenen Gesellschaften betrieben worden, die aber weder die Erdbeben noch die Konkurrenz durch andere Transportmittel überlebt haben. Diese nostalgischen Cable Cars sind gemütlich, scheinen der Zeit entrückt. Sie klingeln sich den Weg frei, brauchen keine Oberleitung und sind eine ganz andere Erfahrung als Dieselbusse. Sie nehmen Tempo aus einem Touristen-Tag.
Tip: Wenn man an den Wendestationen keine 100m stupide anstehen will, kann man die Linie einfach zu Fuß ein paar Stationen weitergehen und dort zusteigen."

Foto: Stanley Beamish - Cable Car

Ich habe natürlich noch mehr Bilder ausgesucht, die wir Euch gerne nach und nach zeigen werden.
Bis dahin, genießt den tollen Sommer, träumt von Kalifornien, und lasst es Euch gut gehen

Sunny & Rudi





Kommentare

  1. na das wurde aber auch zeit ;-))
    schöne bilder hatt´er gemacht der rudi!! das "interview" finde ich eine nette idee!
    ich war ja 90 da - da war es regelrecht verschlafen dort. habe mir eine weisse 501 gekauft, die gab es damals in deutschland nicht oder nur superteuer. chinatown fand ich herrlich!
    xxxx

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  2. Klar macht Sonne etwas mit dem Lebensgefühl. Alleine schon heute auf der Terrasse zu frühstücken in der morgendlichen Kühle vor dem sonnigen Tag ist fein. Danke für die schönen Bilder!
    LG an Euch Beide!

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  3. Tolle Bilder , da bekommt man wirklich fernweh :))
    LG heidi

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  4. Du bringst mir ganz ferne Erinnerungen zurück mit deinen Bildern.
    Danke.
    Sehr schöne Bilder und das Interview finde ich auch klasse.
    Wir haben noch so einen ganz alten Video-Film von unserem damaligen Urlaub, also von vor über 20 Jahren. Den sollten wir uns mal wieder ansehen. Aber ob der noch funktioniert?
    Da fällt mir ein dass wir ja gar keinen Video Player mehr haben...... :-( :-(
    Einen schönen Tag wünsche dir,
    Luzerne

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  5. Tolles Interview, tolle Bilder. Schön, dass Du uns daran teilhaben lässt und wir mitreisen dürfen. DANKE!
    Liebe Grüße Jacky

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  6. manche auswanderer stöhnen ja und wollen frühblüher und glatteis - aber man kann nicht alles haben und ich finde es jammern auf hohem niveau. ich könnte sofort den rest meines lebens nur noch in der sonne leben! sag rudi bitte einen lieben gruß und danke für die bilder! ☼

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  7. Danke fürs mitnehmen in diese facettenreiche Stadt. Ich hoffe ja ich kann da auch mal mehr als einen Tag Zwischenstopp einlegen. Wo es soviel zu sehen gibt.
    Liebe Grüße ela

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  8. Oh ganz tolle Fotos. Die Seehunde sind ja klasse. Danke Rudi und Sunny für das Interview. Ich war noch nie in der USA. Deshalb sehr interessant!
    Liebe Grüße, Tina

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  9. Das sind beeindruckende Aufnahmen. Wie schön, dass Du die Fotos hier zeigst. Ich finde es immer interessant, von anderen Gegenden, Städten, Ländern ... etwas zu erfahren.
    LG
    Ari

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  10. Hi Sunny,

    schöne Bilder und interessanter Reisebericht. In San Franzisco war ich noch nie, dafür aber in LA - im März und dort war es damals unerwartet kühl. D.h. auch die haben sowas wie nen Winter, nur fühlt sich das für unsereins an wie Frühling oder Herbst. Apropos extrem, es wundert mich, dass die Dauerhitze die Leute dort entspannter macht. Ich mache eher die gegenteilige Erfahrung - schon am eigenen Leib. Wenn es tagelang ü30-Grad ist, dann macht mich das grantig bzw. nervt mich von Tag zu Tag mehr. Ich beobachte das auch bei anderen Leuten, dass sie bei hohen Temperaturen leichter aggressiv werden als sonst. Sie ticken schneller aus - ist zumindest mein Eindruck. Erstaunlich, dass es sich an der US-Westküste gegenteilig auswirkt. Aber es mag gut sein, dass es daran liegt, dass wir solche extreme Hitze einfach nicht gewohnt sind..ist vielleicht was anderes, wenn man damit aufwächst, oder?

    Lg, Annemarie

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    1. Erstmal danke liebe Sunny für diese schönen herzerwärmenden Fotos und das Interview, dass ich so gern gelesen habe. Vor allem bei den Seelöwen hab ich gern in Erinnerung geschwelgt. @Annemarie: so heiß es ist in San Fran nicht und das Wetter ist ja in Südkalifornien ganz anders. Vor allem hast du ja Klima an allen Ecken und Enden. Was So Cal so besonders macht ist sein mildes, ausgeglichenes Klima. Das was so richtig schrecklich ist, findest du eher in Florida mit dicker Schwüle. Oder im Hinterland von So Cal, wo es dann auch Richtung Wüste geht. Aber das ist mir gar nicht so bewusst, dass Reisende das Wetter so wahrnehmen. Da ergänze ich gern mal meinen letzten Blogpost zu Kalifornien um dieses Thema :) LG Sabina http://oceanbluestyle.blogspot.de/2015/01/california-dreamin.html

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