[Blogparade] Basics, die jedes Outfit retten - ü30Blogger&Friends
Individualität statt Uniform. Wer legt eigentlich fest, was ein Basic ist? Für die eine ist es die Jeans, für den anderen der Wollmantel mit Karofutter, für die nächste der bunte Missoni-Pullover. Basics müssen weder schlicht noch neutral sein. Sie sollten zur Person passen – in Schnitt, Farbe und Material. Mich stört tatsächlich schon der Gedanke, ein Outfit müsse überhaupt gerettet werden. Dieses Konzept klingt nach modischem Sicherheitsnetz: Kombiniere Auffälliges mit Schlichtem, Weites mit Engem, und bloß nicht zu viel wagen. Dabei entstehen spannende Looks gerade dann, wenn wir solche Regeln ignorieren. Wenn wir uns in unseren Sachen wohlfühlen, brauchen wir keinen Konsens-Puffer, der uns vor dem eigenen Mut schützt.
Was zählt denn jetzt hier zu den Basics? Ist es die dezent folkloristische Tunika, da bei mir fast immer mit meiner Häkelweste funktioniert? Aber auch zu Zotteljacken einen guten Job macht? Und mit einer Lederjacke funktioniert? Mit den unterschiedlichsten Taschen? Oder sind es die Jeans? Schmal, eng, ausgestellt? Rot, blau und schwarz? Die Teile harmonieren alle gut. Weil sie zu meinem Stil passen. Und weil keines zu vorlaut ist. Vermutlich gibt es Leute, die unter die Kimonojacke auch noch die Tunika gepackt hätten. Farblich kein Problem. Stilistisch kein Problem. Aber da wäre eine Konkurrenz entstanden, die ich in meinen Outfits nicht mag. Eine auffällige Jacke, eine verzierte Tunika und eine knallrote Jeans. Das ist mir tatsächlich zu viel Chi-Chi.
Natürlich ist ein Schrank voller hochwertiger, gut sitzender Basics keine schlechte Sache. Aber eben nur die halbe Miete. Die zweite Hälfte besteht aus besonderen Einzelstücken: einer ungewöhnlichen Jacke, einem auffälligen Rock, tollen Schuhen oder einem Pullover, der einfach Spaß macht. Sie sind das Salz in der Suppe. Heute mutig miteinander kombiniert, morgen mit passenden Basics ergänzt. Vielleicht sollten wir also weniger darüber nachdenken, welche Basics angeblich jede Garderobe braucht oder welche jedes Outfit retten. Und vielleicht mehr darüber, was unseren persönlichen Stil ausmacht. Mode ist schließlich kein Schutzschild gegen das Anecken, sondern Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.
Im Crash (Oktober) hatte ich tatsächlich mal wieder diese Tunika an, drüber die Häkelweste und eine grauschwarze Röhrenjeans. Hingucker an diesem Tag dann die großen, weißen Ohrringe und die Sambas mit den weißen Farbanteilen. Beides nimmt nochmal dezent die weißgemusterte Borte der Tunika auf.
Wie sieht das bei dir aus? Welche Kleidungsstücke machen deine Garderobe aus und welche Moderegeln hast du längst über Bord geworfen?
Die Frage nach Stiltyp, Farbtyp oder Figurtyp kann hilfreich sein, muss es aber nicht. Denn wer nicht gern im Abendkleid zum Lebensmitteleinkauf geht, kann entspannt darauf verzichten. Aber er sollte unbedingt so gehen, dass er sich selbst gefällt. Das Leben ist zu kurz für Outfits, in denen wir uns nicht gefallen.
So. Und ich gehe jetzt bei den übrigen bei der Blogparade der ü30Blogger teilnehmenden Blogs gucken, was denen
zum Thema Basics eingefallen ist. Schaut Ihr gleich mit?
Kommt mir auf
alle Fälle gut durch den Freitag, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma vor
allem gsund
Sunny










Guten Morgen Sunny, oh jaaaa du hast recht. Das Leben ist zu kurz für Looks, in denen wir uns nicht mögen. Ein Basic ist für mich im besten Fall ein einfarbiges Teil, allerdings zähle ich Streifenshirts auch dazu. Und schon passt es nicht mehr, da mindestens zweifarbig.😅 Dein Look ist ein Hingucker, trotz der dunklen Farben. Das bisschen
AntwortenLöschenRot sorgt für die Spannung, ich mag die weißen Sambas und Ohrringe dazu sehr. Mit der roten Hose ists der Knaller, da schaut niemand weg, wenn du kommst. Feiner Look.
Ich finde auch, dass einige auffällige Teile einen Kleiderschrank individuell machen, denn gerade bei auffälligen Teilen unterscheiden sich die Geschmäcker.
Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina
ganz deiner meinung!
AntwortenLöschen"basics" klingt für mich nach modischen ballflachhalterinnen - also dem gegenteil von spass mit klamotten. angepasst, brav, zurückhaltend, devot: so wie patriarchat die frauen gern hat.......
ich schweife ab.
ausser einem schwarzen kaschmirrolli - den ich seltenst trage, so 1x im jahr - habe ich keine klamotten, die als basics durchgehen würden, im schrank - nur statementklamotten & -accessoires. manche mehr manche weniger statement. und ich musste nochnie ein "outfit retten" - vor was denn? der meinung irgendwelcher? haha :-D
rock´n roll! xxx
ps: als ich noch ein wildes leben in B führte, konntes es passieren, dass ich in "abendkleidung" im supermarkt/auf´m wochenmarkt aufschlug - nicht mit absicht, sondern weil es sich einfach so ergeben hat :-D
Zum Glück sind die Regeln nicht mehr ganz so starr wie früher. Man denke nur an die Zeiten zurück, in denen eine Bankangestellte gefälligst im Kostüm erscheinen musste und die Männer Krawatten auch im Hochsommer trugen.
AntwortenLöschenBasics sind ganz unterschiedlich zu interpretieren. Zu bestimmten Anlässen greife ich gern auf bestimmte Kleidungsstücke zurück.
Schöne Looks zeigst du uns heute.
Liebe Grüße
Sabine
Liebe Sunny, da bin ich ganz bei dir! 😊 Ich finde, Basics sind letztlich das, was zum eigenen Stil passt und womit man sich wohlfühlt. Eine feste Liste, die für alle gelten soll, brauche ich jedenfalls nicht.
AntwortenLöschenIch mag es, klassische Teile mit etwas Besonderem zu kombinieren und dabei auch mal ein bisschen mit Farben und Mustern zu spielen.
Moderegeln? Die dürfen bei mir ruhig ab und zu Pause machen! 😂
Apropos Outfits: Mir gefallen übrigens alle hier gezeigten richtig gut! Die rote Hose ist ein echter Hingucker und Tuniken sind auch ein Must-have in meinem Kleiderschrank. 😉
Schließlich soll Mode Spaß machen und nicht zum Regelwerk werden. Und wenn wir uns in unserem Outfit gefallen, haben wir doch schon alles richtig gemacht. ❤️
Liebe Grüße & Kuss,
Claudia
Wenn man noch nicht so genau weiß was einem steht und was man ausdrücken möchte
AntwortenLöschenhelfen Moderegeln schon. Aber ich denke wir , mit mitte 50 brauchen keine mehr.
Von daher entscheidet bei mir der Anlass, das Wetter und mein Wohlbefinden.
LG heidi.... die Deine Looks sehr stimmig findet
Die Tunika steht dir einfach total gut. Dein Outfit für den Besuch im Crash begeistert mich wieder einmal. Das Weiß macht den Look so besonders.
AntwortenLöschenSchönes Wochenende für dich und liebe Grüße