[tall fashion] nicht nur für große Frauen!

Dieser Artikel erschien zuerst auf "Sunny's side of life".
Heute Teil 2. Insgesamt erwarten Euch drei Beiträge, in denen ich nochmal zusammengefasst über meine persönlichen Stylingtricks sprechen möchte. Wie ich beim Tippen festellen durfte, sind das nicht nur Tipps für große und breite Frauen. Ich glaube viel eher, dass man sie in der richtigen Dosierung für alle Längen- und Breitenverhältnisse anwenden kann.

Darüber gab es bereits was zu lesen:

Variante 1: Jacke und Hose haben die gleiche Farbe



Die kennt Ihr bereits aus diesem Post, KLICK, wo wir sie näher beleuchtet haben.

Was haben alle drei Varianten gemeinsam?
Meine Kombinationen bestehen fast immer aus Hose, Jacke und Top.
Und sind im Prinzip alle in unzähligen Möglichkeiten kombinierbar.


Die Varianten 1 und 2 funktioniert im Grunde ganz ähnlich. Top und Hose haben hier immer unterschiedliche Farben.

Wirkung auf die optische Körperlänge

Das teilt den Körper optisch in der Länge und lässt ihn kleiner wirken. Verstärken kann man diesen Effekt durch die unterschiedlichen Längen von Top und Jacke.
Je größer der Kontrast zwischen den Farben, desto stärker die Wirkung.


Wirkung auf die optische Körperbreite

Den selben visuellen Trick kann man auch in der Breite anwenden. Die Kombination Jacke // Top - in kontrastreichen Farben - lässt einen schmäler wirken. Wenn die Hüfte geschmälert werden soll, kann die Jacke recht lang sein, das Top sichtbar kürzer. Soll die Bauchpartie schmäler wirken, wählt man die Jacke bis knapp über die Taille und das Top drunter ein gutes Stück länger.

Und wenn man es auf die Spitze treiben will, setzt man die Helligkeit der Farben und den Schnitt noch ein. Die helle Farbe kommt immer auf den Körperteil den man betonen und breiter erscheinen lassen will. Ein rotes Shirt mit breitem U-Boot-Ausschnitt oder kleine Puffärmel ist dafür z.B. perfekt.
Die Hose dann schwarz (dunkel) und unten ausgestellt. Die Hüfte wirkt schmal, und noch schmaler, durch die optischen breiten "Füße".


Umgedreht geht es genauso. Ein schwarzes Shirt, mit V-Ausschnitt und längeren, schmalen Ärmeln macht oben schmal. Unten dann eine weiße, helle und auffällig gemusterte Hose an den schlanken Beinen. Diese Effekte kann man ganz wunderbar beobachten. Ich zumindest an mir. Denn das sieht an mir höchst unvorteilhaft aus, wenn ich die "falsche" Variante probiere.

Variante 2: Mehr als 2 Farben? Ja!

Was mit 2 Farben klappt, geht auch mit drei, oder sogar 4 Farben. Hier finde ich persönlich die Wirkung auf die Länge deutlicher, als auf die Breite. Je mehr Unterteilungen, je kleiner wirkt eine Fläche und damit der Mensch. Natürlich ist es einfacher, wenn sich die Farben nicht zu ähnlich sind und sich nicht beißen.


Je mehr Farben es sind, desto wichtiger finde ich Farbwiederholungen. In Schmuck, Makeup (Lippenstift!!) Tüchern, Taschen und Schuhen. Meine Kleidung ist in aller Regel uni. Evtl. gibt es winzige grafische Drucke, Streifen oder unterschiedliche Strukturen bei den verwendeten Materialien.

Aber ich habe auch eine Schwäche für bedruckte Shirts. Hier ersetzt der Druck mit seinen Farben dann ganz einfach das Tuch.

Ich hoffe Ihr könnt aus meinen Gedanken ein bisschen was für Euch heraus ziehen. Berichtet doch mal: Habt Ihr Euch schon mal Gedanken gemacht über solche optischen Effekte? Legt Ihr darauf wert, Eure Figur zu harmonisieren? Fällt Euch das auf, wenn Ihr eine "günstige" oder "ungünstige" Zusamenstellung wählt? Oder achtet Ihr da gar nicht drauf?

Kommt mir gut durch den Donnerstag, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund

Sunny

Kommentare

  1. ich wende zwar eine andere methode an - mit deiner würde ich aussehen wie eine 1,70m hohe litfassäule - aber sicher wende ich harmonie-tricks an! alle denken ich hab eine perfekte X-figur - sags nicht weiter, dass stimmt gar nicht ;-))))
    DLM sagt immer "man kann ruhig verwachsen sein - man muss sich nur zu kleiden wissen!" bin mir aber nicht sicher wieviel ironie darin steckt.......
    allerdings bin ich da auch entspannt - wenn mir danach ist dann schmeisse ich alle figure-flattering-rules aus dem boudoirfenster und trage was unförmiges aber saugemütliches :-)
    xxxx

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    1. Die Verwachsenen sind die Leute mit dem guten Schneider.... ;-)
      Du hattest schon mal en Bild in Shirt und Shorts. Ja. Kein X.... :-)
      Es ist ja auch egal. Solange es einem gelingt die gewünschte "Linie" zu erzeugen ist es doch perfekt. Und wenn eben keine Linie gewünscht ist. Dann heute eben nicht.
      LG Sunny

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  2. Ich bewundere immer wieder deine analytische Herangehensweise. Mir fehlt dafür jegliche Disziplin, scheint mir. Optische Effekte sind eher Zufall. Meine Figur harmonisieren - darüber habe ich noch nie ernstlich nachgedacht. Ich ziehe aus dem Schrank, worauf ich gerade Lust habe. Und kriege oft genug von den lieben Kinderlein gesagt, dass ich durch die Wahl der Klamotten gerade zehn Kilo draufgesattelt habe. Im Normalfall ist mir das furchtbar egal. Wieder ein Fall für den Küchenpsychologen ;-)
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Du bist ja schlank, da kann man schon noch etwas Volumen dazu bauen, wenn es gerade in ist. Bei mir geht das. Bedingt. Aber zu wuchtig darfs nicht werden, sonst wirke ich, als würde ich jeden Moment fragen: "Wo steht das Klavier?". LG Sunny

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  3. Guten Morgen,
    Ich achte inzwischen (fast) immer auf die richtigen optischen Effekte bei meiner Kleidung. Da ich klein und schmal bin, bevorzuge ich körpernahe Kleidung, vermeide große Muster, kastenförmige Oberteile (die den Blick auf meine Hüfte lenken, den kräftigsten Teil an meinem Körper), und alles, was wuchtig wirkt und mich kleiner wirken lässt. Am liebsten greife ich zum V-Ausschnitt, der schön streckt.
    Durch das Fotografieren meiner Kleidung sind mir noch viel mehr Details und deren Wirkung aufgefallen.
    LG Andrea

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    1. Das gelingt Dir sehr gut. Habe noch kein Bild von Dir gesehen, dass Deiner Figur nicht geschmeichelt hätte. LG Sunny

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  4. Finde es toll wie gut du das erklären kannst mit den Schnitten und Farben. Dann noch auf hell-dunkel geachtet, und schwupps, siehts hübsch aus :)

    Liebe Grüße <3

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  5. Ein spannendes Thema und Deine gezeichneten Figuren sind toll, daran erkennt man schon gut die Wirkung von hell und dunkel. Ich achte auch sehr auf ein harmonisches Körperbild, aber nicht nach Regeln, sondern nach meinen Erfahrungen und nach Gefühl. Ich habe z.B. gemerkt, dass ein ganz dünner Schal mit 2 langen runterhängenden Enden optisch unheimlich streckt. Eigentlich müsste ich noch mehr auf meine Beine achten, dass sie länger wirken, aber ich zieh viel zu gerne lange Oberteile an, die so schön mein Bäuchlein kaschieren. ;-)

    Manchmal schaue ich mir andere Frauen an und style sie in Gedanken um. ;-) Oft haben vollschlanke Frauen noch ein dickes Tuch um, so dass sie gar keinen Hals und keinen Ausschnitt haben und sie so noch runder wirken.

    Deine Outfits gefallen mir alle sehr gut, sieht alles harmonisch aus und Du wirkst auf keinem Bild extrem groß, also alles gut gelungen, würde ich sagen. ;-) Am meisten mag ich Dich in zarten Pastell-Tönen, die Du so gut aufeinander abgestimmt hast. Türkis und Schwarz (als Cardigan) dagegen gar nicht ganz so.

    Liebe Grüße,
    Moppi

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    1. Moppi, diese Regeln sind genau die Zusammenfassung meiner jahrelangen, Intuition und Erfahrung.
      LG Sunny

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  6. Liebe Sunny,
    toller Post, der vor allem für mich sehr interessant ist. Ich habe nicht das Problem der Größe - ich bin 1,72, das geht gerade noch - aber bin systembedingt leider mit etwas breiteren Schultern "gesegnet". Also muss ich darauf achten, meinen oberen Bereich zu strecken. Mich würden auch diesbezügliche Tipps mit Röcken und Kleidern sehr interessieren. Vielleicht machst Du auch einmal einen solchen Post?
    Deine Outfits finde ich jedenfalls ganz toll und sie passen Dir großartig. Du siehst wunderschön aus!

    Liebe Grüße, Nadine

    http://nadinecd.blogspot.co.at

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    1. Liebe Nadine, danke für Deinen Besuch. Kleider und Röcke finde ich sehr schwierig. Das ist wohl auch der Grund, warum ich selten welche trage. Es gibt sie nämlich selten in den unterschiedlichsten Längen. Strickjacken bekommt man wie Hosen fast in jeder beliebigen Länge und kann so die "eigenen Proportionen" besser einfachen.
      Noch dazu "müsste" ich meine ebenfalls breiten Schultern eigentlich "optisch" verbreitern, damit die ebenfalls breite "Hüfte" eben etwas weniger breit ausschaut.
      Ich glaube bei Ines oder der Modeflüsterin auf den Blogs könntest Du da sinnhaftere Tipps bekommen. Bei mir wäre es reine Theorie. Wie wenn der Blinde von den Farben redet.
      LG Sunny

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  7. Ich nähe hier und da selbst , und das was ich am meisten mache . Immer wieder anprobieren und nach der Länge und der Passform schauen . Letzt endlich sehe ich das meiste allerdings wenn ich Bilder gemacht habe . Dann weis ich genau , es passt oder nicht ;)
    LG Heidi

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    1. Komisch ja, die Sache mit den Bildern versus Spiegel. Warum das so "anders" wirkt. LG Sunny

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  8. Mir fällt es manchmal erst auf den Fotos auf, dass ich eine unglückliche Wahl getroffen habe.
    Bei mehr Farbe finde ich es auch immer besonders schön, wenn die dann noch mal wo im Gesamtlook vorkommt. War wieder interessant und lehrreich :)
    Liebe Grüße Ela

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    1. Fotos sind besser als jeder Spiegel. Keine Ahnung, woso das "objektiver" erscheint.
      Ich glaube solche "persönliche Regeln" verinnerlichen sich am besten, wenn man "praktisch" für sich erkennt was gut geht und was eher nicht so gut ist. Das automatisiert sich und man bekommt Übung. LG Sunny

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  9. Oh ja Fotos sind anders. Leider muss ich sagen. Habe da auch schon Überraschungen erlebt ;)
    Toller Post Sunny. Du machst es schlüssig und deutlich. Da steckt einiges an Arbeit dahinter. Schön dass Du Dir die Mühe machst.
    Ich bin eher so intuitiv wie Fran. Wenn ich Lust drauf habe, trage ich es. Auch wenns mir nicht so schmeichelt.
    Ich hab dann oft das Gefühl, dass gerade diese Outfits die Wahrheit zeigenund beschliesse Diät zu halten. Erwische ich mal was schmeichelndes denke ich immer ich mogle. Kann man schlecht verstehen, glaube ich.
    Fakt ist ich achte nicht so drauf, liebe aber Deine Posts mit diesem Thema.
    Schönen Freitag Sunny, liebe Grüße Tina

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  10. Früher habe ich gar nicht darauf geachtet. als die Kinder noch klein waren, irgendwas Bequemes aus dem Schrank gekramt, was den Tag übersteht. So analytisch gehe ich auch jetzt noch nicht an die Sache heran, aber ich habe es anscheinend irgendwie im Gefühl. Auf den Fotos sieht man am besten. Da wird man durch das Bloggen doch ein bisschen schlauer.

    Liebe Grüße Sabine

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  11. Das passt ja richtig gut zu meinem Post über die Figurtypen - da ergänzen wir uns gut, Sunny :-)
    Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende
    Steffi

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  12. Liebe Sunny
    Auch ich bin der Typ, der am liebsten Bequemes aus dem Schrank zieht. Und wenn ich mir so überlege, trage ich ja fast nur Jeans ;o)
    Hab ein schönes Wochenende und sei ganz lieb gegrüsst. Herzlichst Yvonne

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