[München] Die Schwabinger Bohème und Frauenpower
München ist ja eine vergleichsweise junge Stadt. Und viele Jahrhunderte lang war es auch eine eher kleine Stadt. Während der Bohème ( 1890-1920 ) nahm der Zuzug aber richtig Fahrt auf. Besonders junge Frauen die Freiheit suchten, strömten in die Stadt. Ende 1920 lebten 666 000 Menschen in München, die Zahl der Einwohner hatte sich in diesen 30 Jahren nahezu verdoppelt. Und das ist auch kein Wunder. Denn so provinziell sich die Stadt gerne zeigt, so sehr schlägt der Münchner auch gerne über die Stränge. Er drückt gerne ein Auge zu, vermutlich weil er den sinnlichen Genüssen selbst nicht abgeneigt ist. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich um die Münchner Universitäten und im Künstlerviertel Schwabing die Bohème versammelte. München - mehr Party als Politik München war immer schon mehr „Party“ als „Politik“. Deswegen funktioniert das Feiern auch immer eine ganze Zeit ganz gut. Solange man unter dem Radar fliegt und Ni...



