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[München] Die Schwabinger Bohème und Frauenpower

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 München ist ja eine vergleichsweise junge Stadt. Und viele Jahrhunderte lang war es auch eine eher kleine Stadt. Während der Bohème ( 1890-1920 ) nahm der Zuzug aber richtig Fahrt auf. Besonders junge Frauen die Freiheit suchten,  strömten in die Stadt. Ende 1920 lebten 666 000 Menschen in München, die Zahl der Einwohner hatte sich in diesen 30 Jahren nahezu verdoppelt. Und das ist auch kein Wunder. Denn so provinziell sich die Stadt gerne zeigt, so sehr schlägt der Münchner auch gerne über die Stränge. Er drückt gerne ein Auge zu, vermutlich weil er den sinnlichen Genüssen selbst nicht abgeneigt ist. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich um die Münchner Universitäten und im Künstlerviertel Schwabing die Bohème versammelte.  München - mehr Party als Politik München war immer schon mehr „Party“ als „Politik“. Deswegen funktioniert das Feiern auch immer eine ganze Zeit ganz gut. Solange man unter dem Radar fliegt und Ni...

[München] Glanz und Größenwahn

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  Werbung - unbeauftragt Ende Juli feierte meine Cousine ihren 70. Geburtstag . Und da haben wir ihr natürlich ein besonderes Geschenk machen wollen. Es sollte etwas sein, was uns allen gefällt und wo wir Zeit miteinander verbringen können. Meine Cousine ist - wie ich - ein echtes Münchner Kindl. Und ich weiß, dass sie für Stadtführungen mit dem gewissen Etwas etwas über hat. Also haben wir sie auf einen historischen Stadtrundgang vom Odeonsplatz bis in die Maxvorstadt, hinauf zum Königsplatz beschenkt. Thema war dabei die faszinierende Historie eines der spannendsten Stadtteile unserer Geburtsstadt, die durch unterschiedliche Persönlichkeiten geformt und geschrieben wurde. Mein Sohn ist ja sogar ein waschechtes Münchner Kindel, da sein Vater und ich selbst auch schon in München geboren worden sind. Und weil er schon immer sehr geschichtsinteressiert war, wollte er natürlich unbedingt bei der Stadtführung dabei sein. Rudi, als gebürtiger Niederbayer, konnte sich die ganze Sache nat...

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