Blogger im Interview - heute Edna Mo

Werbung - für Edna Mo's Blog und ihren Etsy-Shop - unbeauftragt, unbezahlt und aus voller Überzeugung.

Wie Ihr unschwer feststellen konntet war es die letzte Woche für meine Verhältnisse ungewöhnlich still auf dem Blog. Dabei wars nicht mal eine geplante Blogpause. Und ich war auch nicht in Urlaub. Ich habe einfach nur das echte Leben gelebt. Und da muss das virtuelle einfach mal hint anstehen.

Und auch wenn ich nicht im Urlaub gewesen bin, so war es doch meine Bloggerkollegin Edna Mo von den ü30Bloggern. Und trotzdem hat Sie es geschafft mir ein paar Fragen zu beantworten, die mir schon seit eingier Zeit auf der Zunge gelegen sind. Egal ob Ednas Blog für Euch neuen Input bedeutet, oder ob Ihr Edna schon länger folgt. Ich denke ihre Antworten dürften nicht nur mich brennend interessieren.

Einige von Euch lesen Ihren Blog, andere kennen vielleicht ihren Etsy Shop. Edna ist wie eben erwähnt seit einigen Jahren Mitglied bei den ü30Bloggern und bereichert unsere Monatsaktionen regelmäßig mit Ihren grandiosen Blogbeiträgen. Sensationelle Fotos zeigen wunderschöne Schmuckkreationen. Und als Sahnehäubchen gibt es druckreife Texte.


Edna Mo ist in meinen Augen ein echtes Multitalent. Und da komme ich auch schon zu meiner ersten Frage, Edna:

Kannst Du auch singen? Oder Gitarre spielen? (Kleiner Scherz am Rande.)

Weder noch. Im Vorschulalter habe ich eine Blockflöte mit Spucke malträtiert, aber daraus hat sich zum Glück keine musikalische Neigung entwickelt. 


Ich sehe mich selbst als kreativen Menschen. Bin aber nur bedingt in irgendeiner Disziplin nennenswert begabt. Deswegen begeistert mich die Hingabe, mit der Du uns von Deine Projekten vorbereitest und durchführst. Und auch, dass Du das auf dem Blog so schön schilderst. Die Ergebnisse sind immer den Aufwand wert. Sie sind sensationell.

Ich vermute, Du warst ein kreatives Kind?

Als Kind habe ich meine Nase hauptsächlich in Bücher gesteckt, in Geschichten zu schwelgen, „für mich“ zu sein und mich alleine zu beschäftigen, habe ich schon immer als Genuss empfunden. 
Klar habe ich auch krumme Kerzenhalter aus Ton gebastelt, ein unfreiwillig deformiertes Kätzchen gemalt oder ein windschiefes Oberteil mit der Nähmaschine zusammengestichelt. Ich gestehe aber freimütig, dass sich in meiner Kindheit sämtliche meiner kreativen Ergüsse durch völlige Talentfreiheit ausgezeichnet haben. 


Eigentlich war es sogar so, dass ich in überhaupt nichts gut war. Auch in der Schule – totale Fehlanzeige. Meine Eltern hatten die größte Sorge, ob ich jemals das Stadium der Lebenstüchtigkeit erreichen würde.


Erst im Studium der visuellen Kommunikation habe ich festgestellt, dass ich ganz fantastische Schwarz-Weiß-Fotoabzüge printen und meisterlich Fotos retuschieren kann (in der vordigitalen Ära hat man ersteres im dunklen Labor mit chemischen Planschbädern und letzteres mit einem zwei Haar starken Pinsel gemacht).  Wo auch immer das herkam – ab da ging es mit meinen Fähigkeiten rapide aufwärts.


Wenn ich das richtig einschätze, sind Giessharz und Fotografie mit dem entsprechenden, technischen Drum-Herum Deine beiden Hauptaktionsfelder?

Irgendein Floh beißt mich immer. Eine Zeitlang habe ich Pflanzen in Öl gemalt, dann wieder mit Feuereifer Taschen genäht, T-Shirts mit sinnfreien Sprüchen bedruckt oder meine Fertigkeiten verfeinert, knusprigen Apfelkuchen zu backen. 2005 bin ich durch Zufall auf Gießharz gestoßen und wusste sofort: „das ist meins“.

Leider hält das die vielen anderen Ideen, die durch die Luft fliegen, nicht davon ab, in regelmäßigen Abständen über mich herzufallen. Das Nähen begleitet mich immer wieder, meine jüngste Errungenschaft ist die Fertigkeit, selbst Seife zu sieden.
Ich übe dann so lange, bis ich es beherrsche, und erst dann ist es mir möglich, das Thema wieder „loszulassen“. Bei Fotografie und Kunstharz bin ich „noch nicht fertig“, wahrscheinlich bin ich deswegen so lange dabei.


Foto von Heimo Schwarzer

Was war zuerst da? Foto oder Giessharz? Und wann hast Du damit begonnen?
 

Die Fotografie begleitet mich mit Pausen seit 25 Jahren, das „Harzen“ ist erst halb so lang mein kontinuierlicher Begleiter.

Du machst das nicht hauptberuflich? Magst Du uns auch etwas über Deinen Brot-Job verraten oder gehört der nicht zur Figur "Edna Mo"?

Ich habe einen bürgerlichen Beruf, den ich Vollzeit ausübe, und der auch gar nichts mit Edna Mo zu tun hat. Ich arbeite in einer gemeinnützigen Organisation im Bereich Öffentlichkeitsarbeit als Kooperationsmanagerin. Da geht es im Grunde darum, bei Multiplikatoren die Dienstleistungen der Organisation zu erklären und Möglichkeiten zu erörtern, eine Zusammenarbeit auf die Beine zu stellen. Ich habe mit Kommunen und lokalen Akteuren aus dem Bereich Klimaschutz, Energie und Wohnungswirtschaft zu tun und bin in ganz NRW unterwegs.

Edna Mo? Wie bist Du auf diesen Künstlernamen gekommen? Was verbindet Edna Mo mit der fiktiven Figur Edna Mode?

Schmuck aus Kunstharz hat in Deutschland keinen nennenswerten Stellenwert, im englischsprachigen Ausland ist das ganz anders. Jahrelang hieß meine alte Webseite zungenbrecherisch „Projekt Schmuckstücke“, dann habe ich dem deutschen Markt Lebewohl gesagt und 2014 meinen Etsy-Shop eröffnet und den Blog gestartet. Dafür suchte ich nach einem Namen, der international verständlich sowie leicht auszusprechen ist. 

Ich traf dann eine Chinesin mit Namen Vickey Mo und habe mich direkt in diesen Namen verliebt, aber „Wicky“ ist  für die Deutschen immer der kleine rothaarige Junge aus der Zeichentrickserie. Also wurde es ein Mix aus einem englischen Vorname mit einem chinesischen Nachnamen.
(Seitdem sammele ich übrigens Pseudonyme. Man weiß ja nie, wozu man die gebrauchen kann. Falls ich irgendwann einmal mal Lust bekomme, eine erotische Online-Beratung zu machen, nenne ich mich auf jeden Fall „Lolita Dembinski“.)

Mit Edna Mode verbindet mich natürlich die dicke Brille und ich hoffe, dass ich irgendwann einmal so cool sein werde wie sie (bis auf die Zigarettenspitze vielleicht). Auch die Nähe zu Kunstfigur Dame Edna gefällt mir ziemlich gut. Im normalen Leben wäre Iris Apfel meine Ikone.
Je schräger, desto besser, Langeweile ist mir ein Graus.


Foto von Ingrid Winkler (mit Genehmigung via Edna Mo)


Du hast auf Deinem Blog vor einiger Zeit über einen Workshop für Giessharzanfänger berichtet, bei dem die Teilnehmerinnen ganz wunderbaren Schmuck entworfen und umgesetzt haben.


Wie wäre das? Würdest Du für die ü30Blogger & Friends im kommenden Herbst nochmal so einen Workshop auf die Beine stellen?

Ich bin sicher die Nachfrage wäre entsprechend groß, schließlich sind selbstgemachte Unikate immer ein tolles Weihnachtsgeschenk.

Workshops machen mir extrem viel Spaß, daher wäre es mir ein Genuss und eine Freude, speziell für die Ü30Bloggerinnen einen Workshop auf die Beine zu stellen.

Fotos von Ingrid Winkler

Herzlichen Dank, liebe Edna, für Deine Antworten. Ich mag es sehr, wenn eine virtuelle Persönlichkeit für mich etwas mehr Kontur bekommt.

Wie ist das? Kanntet Ihr Edna Mo schon? Oder Ihren Etsy Shop?

Ich habe mir aktuell erst ein paar genial schöne Ohrringe bestellt, die gestern angekommen sind. Ich werde Sie Euch in den nächsten Tagen hier auf dem Blog präsentieren. Sabine Gimm (Social Networking) und Üffi (Social Networking) haben auch schon bei Edna gekauft und ganz wunderbare Stücke erstanden. Ich kann Euch also nicht nur den Blog, sondern auch den Shop wärmstens ans Herz legen.

Kommt mir gut durch den Donnerstag, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund
Sunny

Kommentare

  1. Ich "kenne" Edna Mo virtuell schon eine Weile (ein wenig...) und finde ihren Gießharz-Schmuck sensationell. Ich trage mich auch schon eine Weile damit, bei ihr etwas zu bestellen. Da ich selbst mal Schmuckperlen und sowas hobbymäßig gemacht habe (aus Fimo), sehe ich erst, wie klasse ihr Schmuck gemacht ist! Sehr sympathisch finde ich auch ihre Selbstironie und ihr Understatement, das in den Antworten zutage kommt. Richtig coole Frau!
    Liebe Grüße, Maren

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  2. Huhu Sunny,
    ein ganz, ganz dickes Dankeschön für deine tolle Idee zum Interview und die schönen Fragen, die ich richtig gerne beantwortet habe. Aber jetzt bin ich wie eine Flitzebogen gespannt, wie diese irren türkisen Ohrringe von Dir gestylt werden. Da freue ich mich richtig doll drauf.
    Herzlich grüßt Dich Edna Mo *vor-Ungeduld-zappel-Emoji* <- bitte hier vorstellen

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  3. Edna Mo ist ein Knaller. Ich liebe ihren Schmuck (und wenn ich denn Schmuck tragen würde, dann DEN), ich liebe ihre Outfits, ich liebe ihre Foto-Inszenierungen und ich liebe ihre Star-Wars-Posts :-) Und an einem Ü30-Workshop würde ich definitiv teilnehmen! Ich würde zwar vermutlich mit meinen zwei linken Händen kein brauchbares Ergebnis hinkriegen, aber ich hätte Spaß ohne Ende :-)
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Jup das unterschreibe ich mal so :))
      LG Heidi

      Löschen
  4. Das ist ein großartiges Portrait, Sunny. Ich hab bei Edna ab und zu reingeschaut. Das werde ich jetzt häufiger tun. Sie macht tolle Bilder und ihr Schmuck ist ein Hingucker. Ihr über die Schulter zuschauen, wäre klasse.
    Liebe Grüße
    Sabine

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  5. Wow Sunny vielen Dank für das tolle Interview mit Edna Mo! Ich liebe den Blog, den Schmuck und ihre Kreativität! Die Shootings ein Genuß. Jetzt weiss ich noch ein wenig mehr :))
    Liebe Grüße Tina
    Ach und Huhu Edna Mooohoooo ... wink

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  6. Lolita Dembinski... hihi, klasse Pseudonym. Edna Mo lese ich schon lange und Danke für das interessante Interview!

    Liebe Grüße,
    Moppi

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  7. Ich bin ein großer Fan von Edna, ihrer Arbeit und ihrem Blog. Und ich als Schmuck-Liebhaberin habe ich natürlich schön etwas von ihr gekauft!
    Wunderbares Interview und für den Workshop bin ich schon dabei!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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