Stimmungsbild - Corona und Rassismus

Mein Leben ist immer schön. Da wo ich bin, ist es immer schön. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, ich selbst bin „immer schön“. So wie ich mich gebettet habe, so liege ich. Gut und schön. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass ich mir da was drauf einbilde. Die Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe, sind die Resultate aus meinem Wesen und meiner Erziehung. Die wenigsten Weichenstellungen habe ich bewusst-rational oder gar mit einem „Plan“ getroffen.

Mein Leben mit Corona

Ich nenne es eine glückliche Fügung, dass mich die Corona-Umstände seit nunmehr fast drei Monaten nicht so beeinträchtigen, dass ich damit „schlecht“ fühlen würde. Natürlich hat sich mein Leben verändert. Aber „schlimm“ finde ich es nicht. Veränderungen sind ja nicht schlimm. Geht das eine Kapitel zu Ende schlägt sich ein neues auf. Es sind zwar keine täglich 200 Neuinfektionen in München mehr, wie zu Beginn. Aber es sind immer noch an die 20. Das sind für meinen Geschmack 20 zu viel.

Viele werden nicht meiner Meinung sein. Aber ich möchte es einfach mal zum "drüber Nachdenken" in den Raum stellen. Was gehört wirklich zu "Brot" und was zu "Spiele"? Was ist wirklich notwendig (Gesundheit, Sport, Ernährung, Familie) und was ist "nice to have" (Urlaub, Fußballspiele, Großveranstaltungen, Kneipen).

Zitat:
"Den Ausdruck panem et circenses hat der römische Dichter Juvenal geprägt. Wörtlich übersetzt bedeutet es "Brot und Wagenrennen", bei uns sagt man aber gewöhnlich "Brot und Spiele".
Juvenal meinte, dass das römische Volk sich von allen politischen Dingen durch eben Brot (Getreide) und Spiele (Wagenrennen und Gladiatorenkämpfe) ablenken ließ. Beides gab es kostenlos in Rom. Das heißt, Getreide wurde kostenlos verteilt und die Spiele kosteten keinen Eintritt."

Ihr werdet doch nicht wirklich glauben, dass Corona nach 3 Monaten weniger angriffslustig oder weniger ansteckend und möglicherweise tödlich ist? Die "Lockerungen" dienen nur dazu, uns ruhig zu stellen und uns vorzumachen, dass wir uns wieder dem Leben nähern, das wir vor einem Jahr geführt haben.

Corona werden wir so schnell nicht los

Aus meiner Sicht hat sich in Bezug auf den Virus nichts geändert. Das Virus ist immer noch da, es sterben immer noch Menschen daran. Und ich will noch immer nicht der sein, der es jemandem aufhängt. Also halte ich mich fern von anderen. Meine Freundschaften verkraften das. Mein Arbeitgeber erwartet sogar von mir, dass ich nicht ins Büro komme, wenn es nicht sein muss. Ich verstehe durchaus, dass Geschäfte, Restaurants und Fitnessstudios öffnen MÜSSEN, um nicht pleite zu gehen. Völlig unabhängig davon bezahle ich nach wie vor ohne Murren meine Monatskarte für die Öffentlichen und den Beitrag fürs Studio.

Corona und mein Konsum

Gekauft habe ich in den letzten Wochen nicht weniger als in den Monaten zuvor. Essen gehe ich eh fast nur dann, wenn eine größere Familienfeier ansteht und der Feiernde nicht für 20 Leute kochen will. Selbst kochen muss ich zu Hause ohnehin jeden Tag, dann kann ich auch gleich zu Hause essen. Ist dann auch nicht so stressig. Zumal es mir zu Hause in aller Regel auch am besten schmeckt und ich für mein Geld tiptop Ware bekomme. Mit Mundschutz in der Kneipe oder hinterm Duschvorhang im Fitness? Also Leute. Ich weiß nicht, ich find das irgendwie albern. Vielleicht gewöhne ich mich dran, aber aktuell ich kann es mir nicht vorstellen.

Corona und Sport

Mein Vater war heute Morgen kurz in dem Studio, wo wir seit 30 Jahren gemeinsam trainieren und hat für uns alle den Jahresbeitrag bezahlt. Mit dem Besitzer ein Käffchen getrunken und ist wieder nach Hause gefahren. Obwohl die Fenster weit geöffnet waren, zwischen den Geräten ausreichend abstand ist und er vermutlich wirklich gern trainiert hätte, hat die Vernunft gesiegt.

Wirbelsäulengymnastik wird für uns bis auf weiteres nicht stattfinden. Aber dafür stelle ich für unsere gemeinsamen Trainingsrunden abwechslungsreiche Übungen zusammen und suche Musik dazu aus, die uns beiden Spaß macht. Nach 30 Jahren Erfahrung im Gruppensport und einem guten Körpergefühl traue ich es mir zu, da die „Turntante“ zu „geben“.

Corona und Powerfrauen

Not macht erfinderisch. Und wer flexibel ist, kann für sich und andere die Verantwortung übernehmen. Powerfrauen können das. Sabine Gimm hat am Sonntag gefragt, wer für uns eine Powerfrau ist. Was eine Powerfrau ausmacht. Powerfrauen sind für mich Frauen, die Ihr Leben leben, ohne ständig zu jammern und andere für irgendwelche Umstände verantwortlich machen. Frauen, die jede noch so blöde Situation optimal nutzen. Frauen, denen nicht die Luft ausgeht. Weil sie auf sich achten und ihr Tempo auch über Jahre halten können. Eine Powerfrau ist für mich kein Tausendsassa der auf 100 Hochzeiten tanzt, alles kann und natürlich in allem besser ist als alle anderen. Eine Powerfrau ist eine Frau, die ihr Leben und seine Rahmenbedingungen so gestaltet, dass sie es genießen kann. Und natürlich auch Kraft daraus schöpft.

Die Sportys bringen es auf den Punkt, was eine Powerfrau für mich so ausmacht.
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Corona und Urlaub

Und Urlaub? Fragt Fran. Jetzt? Ach nö. Da bleib ich lieber zu Hause. In Urlaub fahre ich, um dort etwas zu machen, was wir zu Hause nicht können. 14 Tage Sonne satt, leckeres Essen vom Büffet, Sport, nachts ohne Jacke draußen sein und das Meer vor der Nase. Das Skifahren ist bei mir schon seit einiger Zeit vom Plan gestrichen. Absolut unökologisch. Ne Million „Rennfahrer“ auf der Straße und später auf der Piste, verbaute Skigebiete, viel zu warme Winter. Nein. Skifahren ist nicht mehr das, was es mal war.

Also nein. Ich habe kein Verständnis für die Leute, vorzugsweise für diejenigen nicht, denen es wegen Corona ja sooo schlecht geht und die jetzt unbedingt „Tapetenwechsel“ brauchen. Null. Komma. Null. Das ist skurril. Entweder man zieht das durch mit dem Abstand, den Masken und Duschvorhängen. Oder man lässt es. Sobald jetzt jeder wieder seinen Arsch wie wild durch die Gegend schieben darf, desto schneller sind wir wieder da, wo wir Anfang März waren. Wie würde meine Oma sagen: „Lieber arm und gsund als reich und krank“.

Wie kommentierte jemand beim Konsumkaiser unlängst so schön: "Was ich in den letzten Wochen sehr häufig gelesen habe: Wir sind sooo froh, endlich mal wieder raus zu kommen.“ Das wirft die deutliche Frage auf: Was ist das für ein trister, furchtbarer, unerträglicher Lebensraum, in dem die meisten Deutschen da für den Großteil ihrer Tage quasi gefangen sind, dem sie so ausufernd und so oft wie möglich entfliehen müssen?! Irgendwas stimmt doch mit dem Leben, das die meisten sich geschaffen haben, nicht, dass der Urlaub in ein völlig anderes Leben so überlebensnotwendig scheint… "
Dem kann ich nichts hinzufügen. Grundsätzlich schon nicht. Und in der aktuellen, weltweiten Lage schon 10 Mal nicht.


Gesundheit und Unversehrtheit

Die Gesundheit und das Leben aller Menschen auf diesem Planeten sollten unsere obersten Ziele sein. Nicht Geld, nicht Urlaub, nicht Macht und Einfluss. Aber ich vermute, das werden wir nicht erleben, dass sich in der Richtung etwas tut. Egal ob Menschen wegen des Virus (Egoismus der anderen) oder wegen ihrer „Rasse“, ihrem „Glauben“, ihrem „Geschlecht“ oder ihrer „Herkunft“ das Leben lassen müssen. Ich finde es in jedem Fall schlimm und unnötig. Da können wir dicht an dicht, mit und ohne Maske, so viel demonstrieren wie wir wollen. Wenn wir an unserer Einstellung nicht arbeiten, unsere Einstellung nicht ändern, unsere Kinder nicht anders erziehen und echte Chancengleichheit leben, wird das nix. Selbst wenn wir das jetzt vorbildlich hinbekommen, wird es noch mindestens 1-2 Generationen brauchen, bis es wirklich sitzt.

Wir und die anderen

So lange es heißt, wir und die anderen, wird das nix. Wir und die andere Familie, wir und die andere Kindergartengruppe, wir und der andere Sportverein, wir und die Buben, wir und das andere Gymnasium, wir und der andere Stadtteil. Wir und das andere Land, der andere Kontinent, die andere Rasse, der andere Glaube. Es sind alles Vergleiche. Vergleiche, die ein fast immer ein Ranking beinhalten oder für ein Vorurteil stehen.

Art.1 der Menschenrechte sagt:
"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“. 
Dem wird wohl jeder zustimmen.

Art. 1 Absatz 3 des deutschen GG sagt:
"Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."
Auch hier wird keine der Personen, die hier lesen, widersprechen.

Also woher kommt dieses: „Wir sind besser, schneller, reicher, hübscher, schlauer?“ Warum wird bei Vergleichen oder auch bei Aussagen zur „Herkunft“ immer eine Wertung mitgeben? Der Neger, der Türke, der Preuße. Das sind zwangsläufig nicht nur wertfreie Äußerungen zu Rasse, Nationalität oder regionaler Herkunft. Damit können nonverbal Wertungen übermittelt werden. Genauso wie bei „Harzern“, „Russlanddeutschen“, „Spätheimkehrern“, „Grattlern“, „Kanaken“, „Rübergemachten“…..

Ist Abgrenzung "menschlich" oder "veraltet"?

Leider neigt der Mensch zum Vereinfachen, Über-Einen-Kamm-Scheren, Ab- und Ausgrenzen. Letztlich können wir alle nichts andere tun, als auf unsere Sprache achten und wirklich nur die Informationen übermitteln, die für einen Umstand zweckdienlich sind. Das ist ungewohnt. Es ist sogar richtig schwer. Es ist umständlich. Und verhindert, dass wir die Meinung des Zuhörers „manipulieren“ können. Und widerspricht all dem, was wir von klein an gelernt haben. Letztlich sind wir doch immer auf Zustimmung aus, wenn wir etwas erzählen. Wir müssen erst einmal unsere eigenen Gedanken UND Gefühle frei machen, frei vom „bösen schwarzen Mann“ die "man" uns eingeimpft hat. Und üben, jede Situation individuell zu beurteilen. Immer wieder neu.

So, ich habe fertig. Mit meinen Worten zur allgemeinen Situation und zur Corona-Lage im Speziellen. Ich weiß gar nicht, warum mir in letzter Zeit immer diese Sprichwörter meiner Großmutter in den Sinn kommen?

„Jedes ist seines Glückes Schmied.“
„Wie man sich bettet, so liegt man.“
„Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not.“
„Bleibe im Lande und ernähre Dich redlich.“

Kommt mir gut in den Dienstag, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund
Sunny

Kommentare

  1. Guten Morgen Sunny, ich bin da ganz bei Dir! Es ist noch nicht vorbei! Wenn ich die Bilder sehe von den Demonstrationen, wenn ich sehe wie voll unsere Stadt-Eisdiele ist und die Stadt selbst - dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Klar müssen wir die Wirtschaft wieder ankurbeln, ich mache das auch in dem in Online bei ortsansässigen Händler kaufe usw. aber mich zieht nichts in die Stadt. 1. mag ich mich nicht anstellen und gehetzt durch den Laden gehen, weil ich weiß das draußen die nächsten 5 Personen auf Einlass warten. 2. trage ich eh schon den ganzen Tag einen Mundschutz und habe dann in der Freizeit keine Lust mehr dazu. 3. Abstands-regeln - was ist das? Für manche gilt das nicht mehr, das merke ich auch bei meinen Arbeitskollegen. Meinen Sport habe ich bislang nicht angefangen - erst war da der Shutdown, jetzt sind es die Verhaltensregeln die mich davon abhalten - ich kann auch Zuhause Sport machen wenn ich will (leider will ich zur Zeit nicht) - man hat mir gesagt, wenn ich anfangen möchte dann müsste ich nur anrufen - das werde ich machen, aber ich warte den Sommer ab und schaue mir dann die Zahlen an, solange werden wir auf jeden Fall aufpassen und unseren schönen Balkon genießen. Essen gehen möchten wir auch nicht. 1. möchte ich nicht meine Adresse hinterlegen. 2. möchte ich ohne Zeitbegrenzung in einem Lokal sitzen können und vor allem ohne Mundschutz. Wir bestellen uns das Essen nach Hause und halten es dann auch mit kontaktloser Übergabe. Eine Kiste in den Hausflur - verpacktes Trinkgeld in die Kiste - der Fahrer schellt, stellt alles in die Kiste ab und mein Mann holt es hoch. Bezahlt wurde vorher per Paypal. Urlaub ist für uns kein Thema - noch nicht - mein Jahresurlaub von 3 Wochen habe ich im September und wenn überhaupt würden wir kurzfristig ein verlängertes WE buchen - aber auch das machen wir von den Zahlen nach dem Sommerurlaub ab. Wir bleiben weiterhin Zuhause und passen auf, am Sonntag haben wir unser jüngsten Spross besucht - wir haben ihn seit dem Babyschnupfen vom 01.03. nicht mehr gesehen und es tat so gut. Unsere beiden Großen haben wir christi-Himmelfahrt gesehen - meine Freundin habe ich bis heute noch nicht getroffen - es geht - wenn man will! In diesem Sinne bleibt weiter gesund. Liebe Grüße Patricia

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    1. Schön, dass es mit dem jüngsten Enkelkind jetzt wieder mal geklappt hat. Ja, hin und wieder mal, mit Maß und Ziel und im überschaubaren Rahmen kann man das aktuell schon verantworten. Man weiß ja auch, wen man da trifft und wie der das so sieht.
      Bleib gesund. BG Sunny

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  2. Bei uns hieß,ein Spiel in der Kindheit: wer hat Angst vorm bösen Mann. Vom schwarzen Mann ist nie die Rede und mir wurde nie nie nie eingeimpft dass nicht alle Menschen gleich sind.
    Bei allen vier Sprichwörtern denke ich ...nein, nein, nein und nein.
    Schönen Dienstag Sunny, liebe Grüße Tina

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    1. Liebe Tina, heißt das, du stimmst nicht mit den Sprichwörtern überein......?
      Zum Schmied kenne ich die Ergänzung.......Jeder ist seines Glückes Schmied, aber nicht jeder kann gleich gut schmieden !
      Liebe Grüße
      Barbara

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    2. das stimmt tatsächlich Barbara. Ich kenne die natürlich auch gut diese Sprichwörter, schon aus der Kindheit. Aber es gibt Umstände im Leben darauf haben zu viele Menschen einfach überhaupt keinen Einfluß. Wie das Geburtsland oder der Gesundheitszustand. Und nein das sind nicht die wenigen Ausnahmen. Wir sind die Ausnahmen.Deshalb haben meine Kinder diese Sprichwörter von mir schon nicht mehr gehört.
      Und Du hast natürlich recht, nicht jeder kann gleich gut schmieden, solche Menschen kenne ich auch. :))
      Liebe Grüße Tina

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    3. Mich haben meine Eltern auch so erzogen, dass man alle Menschen respektiert und gleich behandelt. Und in der Tat hieß bei uns das Spiel "wer hat Angst vorm schwarzen Mann". Keine Ahnung, wer das aufgebracht hat. Oft haben wir es auf der Straße nicht gespielt, sonst könnte ich mich an die Regeln erinnern. Allerdings habe ich mir da nie einen Afrikaner vorgestellt, sondern einfach eine schwarze, dunkle, bedrohliche Silhouette.

      Es geht mir auch gar nicht darum, dass "die Leute" ihre Kinder "offen" mit rassistischem Gedankengut erziehen. Es geht mir darum, dass oft Dinge gesagt werden (Wie Mohrenkopf o.ä.) die einfach ein Wort sind und nicht beleidigend gemeint werden. Aber sie KÖNNEN eben diskriminierend aufgefasst werden.

      Das was ich meine machen alle, weil nicht darüber nachgedacht wird. Du übrigens auch. Also wir Dich in Mannheim besucht haben, waren wir als erstes in einem Café, das sehr voll war. Du erinnerst Dich sicher. Wir wollten uns dann zu einem Herren an einen sonst völlig leeren Tisch setzen. Das hätte gepasst, wenn er den Platz für seine imaginäre Frau freigegeben hätte.

      Er war wirklich unhöflich. Und Dir war es unangenehm. Wäre es mir auch gewesen, hätte ich Besuch von "wo anders" gehabt. Deshalb hast Du Dich und Mannheim mit folgendem Satz "entschuldigt": "Dea is von üba da Bruck"
      Ich habe Dich gefragt, was das bedeutet. Du sagtest, das ist kein Mannheimer, kein "Badener", sondern jemand aus der Pfalz. Und die sind natürlich nicht so lustig, nett und freundlich wie der Mannheimer. Vielleicht erinnerst Du Dich. Das ist der Effekt, den ich meine.

      "Jeder ist seines Glückes Schmied" ist natürlich auch zu pauschalisiert. Ich entschuldige mich und versuche mich besser zu erklären. Natürlich gibt es Menschen, die es wegen diverser Umstände, die sie nicht zu vertreten haben, "schwerer" haben als andere.

      Du kannst in ein Armenviertel im ärmsten Land der Welt geboren werden, Du kannst mit einer schweren Krankheit geboren werden, Du kannst auch in Deutschland in ein verrücktes/perverses/kriminelles Milieu geboren werden.

      Aber auch in diesem Rahmen ist es möglich "Glück" zu empfinden. Glück ist immer relativ und mit Geld nicht zu kaufen. Ich kenne auch einige Menschen, auch aus meiner Jugend, die aus "nicht ganz einfachen" Verhältnissen stammen und nicht das hatten, was man ein liebevolles Elternhaus und gute Chancen nennt. Und trotzdem sind es ehrliche, aufrichtige, fleißige Menschen, die das beste aus ihrem Leben gemacht haben und glücklich damit sind.

      Ich kenne aber auch welche, die mit einem Silberlöffel im Hintern geboren wurden, mit richtig Knete UND viel Liebe aufgezogen wurden und immer nur die besten Möglichkeiten eröffnet bekommen haben. Die sind auf der schiefen Bahn gelandet, hatten Drogenprobleme, Essstörungen usw. usf.

      Ich bleibe dabei. Wenn die Eltern nicht einen Vollschuß haben, kann hier aus jedem was werden und damit kann er glücklich sein, auch wenn er nicht Millionär wird.

      BG Sunny

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  3. Tja was soll ich sagen außer AMEN. Genau so ist es. Mein zu Hause ist so gemütlich das ich nicht zwingend in den Urlaub fahren muss. Ich fühle mich dort so wohl das ich gerne dort bin.
    Urlaub versteht jeder anders. Unser nächster ist wieder nur im Nachbarland und seid 11 Monaten gebucht. Das wir ihn ohne tamtam in hohen Höhen genießen werden und können hat dieses Jahr wo wir wirklich beide im ultra Modus gearbeitet haben noch mal einen extra Wert.
    Wichtig ist uns dieses Jahr das wir nicht einfach gebeten werden können ... kannst Du mal eben einspringen. Und er wird auch dieses mal nur zur Erholung dienen. Zu Hause würde auch gehen, hätte aber das kleine Risiko kannst du mal eben ...... Ob Kollegen oder Kinder, keinen lässt man hängen .
    LG heidi

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    1. Ganz klar, wenn man nicht da ist, ist man nicht da. Mein Sohn könnte auch auf mich verzichten, aber meinen 82 jährigen Vater muss ich jetzt auch nicht zwangsläufig alleine lassen. Er ist zwar fit. Aber das kann auch mal schwanken. Und was dann passiert, da will ich mitreden.
      Er macht halt grad auch nix und braucht natürlich den sozialen Kontakt zu uns.
      Arbeiten muss ich aber deshalb nicht, wenn ich Urlaub habe, habe ich Urlaub. Rudi und ich arbeiten ja eh von daheim.
      BG Sunny

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  4. "Eine Powerfrau ist eine Frau, die ihr Leben und seine Rahmenbedingungen so gestaltet, dass sie es genießen kann."

    Das ist eine Definito, nach der ich dann durchaus eine wäre, obwohl ich mich ansonsten nicht als solche empfinde. Ein Freund nannte mich früher immer "Lau-Frau", wenn ich keine Energie zum Partymachen mehr hatte und ins Bett wollte.

    Ich bin froh um mein schönes Zuhause, die naturnahe Wohnlage und meinen angenehmen Partner. Wir waren noch nie so viel Zeit am Stück zusammen unter einem Dach wie seit dem 13.3. und es gefällt mir. Ich hatte befürchtet, dass wir uns irgendwann auf den Geist gehen könnten, aber das ist gar nicht der Fall. Total schön ist das. So viel zum Thema, das Beste aus der aktuellen Lage zu machen.

    LG Ines

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    1. Keine Rose ohne Dornen. Diese Erfahrung schadet nicht. Stell Dir vor einer geht in Rente und geht Dir dann total auf den Zeiger. Jetzt kann man das mal proben. Hat durchaus Vorteile.
      Ich bin ja eher die Nachteule. Nach 22 Uhr um die Häuser ziehe, da muss ich schon krank sein, wenn ich da keine Lust drauf habe.
      Morgens um 9 Uhr eine Wanderung machen... nööö.... da muss ich mich Mental schon konditionieren, sonst lehne ich dankend ab.
      BG Sunny

      P.S.: Wenn Du keine "Powerfrau" bist, dann weiß ich es auch nicht.

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  5. total deiner meinung sunny!!! in allen punkten.
    auch schon vor corona hat es mich immer gewundert, wenn menschen ständig vor ihrem alltag wegrennen mussten - in den "urlaub". (schon das wort finde ich grässlich.) da ja keiner von denen in einer fiesen diktatur lebt, muss man sich fragen, warum sie ihren alltag nicht lebenswert gestalten?? hm.
    dass euch das fitnessstudio fehlt, weil ihr dran gewöhnt seid, kann ich verstehen - aber du bist ja zum glück clever genug um dem abhilfe zu schaffen.
    mir fehlt tatsächlich ECHTE KULTUR - kunst live und der persönliche austausch mit kultivierten menschen..... mit mundschutz ins museum? eher nicht. aber ich werde es mal probieren - erfahrungsgemäss sind museen ja eh immer menschenleer - es sei denn es gibt freien eintritt.....
    aber mal zusammenhocken und über gott&unddiewelt herziehen - mit je 1,50 abstand ist man da ganz schön heiser hinterher ;-D
    xxxx

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    1. Ich würde natürlich auch gern mal wieder ein Konzert besuchen und mich mit meinen Freunden zum Ausgehen treffen. Aber das kann noch warten.
      Grade für alte Leute, die ja meist nicht so gut hören, sind solche Abstandsgespräche schwierig. Für uns Zuhörer zum Teil skuril. Ich bin öfter dabei um das zu Dolmetschen. Lach.
      BG Sunny

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  6. Mit dem schwarzen Mann war übrigens ursprünglich die Pest gemeint. Nicht ein schwarzhäusiger Mann. Aber das war jetzt nur die Klugscheißerei des Tages ;-)

    Ich gehe mal frech davon aus, dass jeder von uns in gewisser Weise rassistisch denkt. Damit wächst man in Deutschland vermutlich in 99,9 Prozent der Fälle auf, wenn man weiß ist. Ich zum Beispiel habe kürzlich wirklich doof geguckt, als hier im Park eine Handvoll schwarze Jugendliche saßen uns sich im schönsten Hamburger Slang unterhalten haben. Das ist auch eine Form von Rassismus. Ich habe diese Jugendlichen aufgrund ihrer Hautfarbe in eine Schublade gesteckt.

    Zu den Sprichwörtern deiner Großmutter würde ich das gleich sagen wie Tina. Nein, nein, nein und nein.

    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Danke für die Info. Dann ist es ja nur gerecht. Haben wir also einen schwarzen Mann (Pest) und eine weiße Frau (Gespenst). Beides zum davonlaufen. :-)

      Ganz meine Rede. Obwohl ich nicht davon ausgehe, dass jeder "boshaft" rassistisch ist. Sondern unser Gehirn auf die Unterschiede (alle Arten von Unterschiede) konditioniert ist. Vermutlich auch, um sich selbst dabei zu unterstützen sich zu positionieren. Vielleicht ist es unabwendbar? Ich weiß es nicht.

      Vor 30 Jahren habe ich auch mal wirklich mit offenen Mund dagesessen, als mich ein ebeholzfarbiger, junger Mann in bayrischer Tracht und breitestem Bayrisch ansprach. Ich kann mir also vorstellen, was Du meinst.

      „Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not.“
      Das findest Du falsch? Ich würde mich zu Tode schämen, käme ich in finanzielle Schwierigkeiten, weil ich nicht ausreichend Rücklagen gebildet habe und der Allgemeinheit zur Last fallen würde.

      So 2-3 Jahre könnte ich jederzeit ohne Gehalt durchhalten, ohne mich groß einschränken zu müssen. Ich kenne aus dem näheren Umfeld mehrere Beispiele. Der eine hat sein Leben lang geackert und ran geklotzt, Stunden gemacht, sparsam gelebt und sich etwas geschaffen. Er bekommt den Höchstsatz an Rente. Zu Recht.

      Andere saßen ab 4 h im Biergarten, haben das Geld rausgehauen. Und heute heulen sie rum, weil sie sich das Leben hier im Münchner Vorort mit der mageren Rente nicht leisten können und quasi arm sind. Was soll ich sagen. "Jeder ist seines Glückes Schmied".

      BG Sunny

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  7. Ich fahre gerne weg und ich komme auch gerne zurück. Zu Hause ist es schön, woanders auch. Und ich mache gerne Urlaub. Und das, obwohl es zu Hause schön ist. In diesem Jahr eben anders. Mit Zielen, die näher liegen und sozusagen als Tagesritt erreichbar sind. Meist schöne Wanderungen, die haben den Vorteil, dass man nicht anstehen muss und es keine Menschenansammlungen gibt. Und wenn es doch mal eng wird, sind alle rücksichtsvoll, warten, halten Abstand.....Dabei habe ich das Glück, dass wir so wohnen, dass viele schöne Ziele nah genug sind, das Haus groß genug ist, um genügend Freiraum zu lassen. Wer das nicht hat, ist sicherlich über einen Tapetenwechsel dankbar. Und ich kann das verstehen. Wer mal auf engsten Raum gewohnt hat, möchte vielleicht einfach mal raus. Warum dann ich in Urlaub fahren?
    Rassismus und Diskriminierung: Leider immer noch ein Thema, wobei meine Welt immer schon bunt ist und war. In meinem näheren Umfeld wurden alle immer akzeptiert, egal, wie die Hautfarbe war. Aber das ist leider keine Selbstverständlichkeit. Und dafür stehe ich auf, jederzeit. Und nicht nur, wenn die Welle durch das Netz schwappt sondern auch dann, wenn es mir durch Zufall begegnet.
    Meine Vorstellungen vom schwarzen Mann hatte als Kind übrigens nichts mit der Hautfarbe zu tun sondern mit der Bedrohung. Ein dunkel, unauffällig gekleideter Mann mit Anzug und Hut. Was viel darüber sagt, wie meine Erziehung gewesen ist (offen und tolerant) und ich weiß, ich habe das weitergegeben.
    Schöne Grüße
    Andrea

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    1. Das ist gut, dass sich der geänderte "Urlaubsplan" mit Euren/Deinen persönlichen Vorlieben deckt. Ich gehe so nicht (mehr) wandern, Corona hin, Corona her. Ich ziehe für mich daraus keine "Glücksmomente". Ausnahme: Ich mache das mit ganz besonderen Menschen. Die sind für mich auch der einzige Grund, in eine andere Stadt zur fahren (Karlsruhe, Duisburg, Mannheim, Hamburg) oder mein Mann möchte, dass ich ihn begleite (Gardasee, Rom, Mailand).
      Sonst lockt mich nur wenig hinter dem Ofen vor. Ja. Es sind eher Menschen, als Orte.

      Interessant, dass Dein schwarzer Mann auch einen Hut hat. So wie meiner. Er ist eher ein schwarzer Schatten.

      BG Sunny

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  8. Liebe Sunny,
    Danke , daß Du deine Gedanken mit uns teilst.
    In deinem Post und auch in den Kommentaren wurde im Grunde schon alles geschrieben.
    Einen Punkt möchte ich noch hinzusetzen: Ich fürchte, daß der Mensch nicht auf Erkenntnis, sondern nur auf Schmerz reagiert, nachdenkt, sich besinnt, sein Verhalten ändert. Ich fürchte, daß der Rassismus in manchen (vielen?) Köpfen bleiben wird. Egal, wie sehr wir uns mühen, das zu ändern. Leider.
    Und Corona? Sport im Verein fällt für mich (und auch für meinen Sohn) aus. Wir haben keine Lust darauf, obwohl es auch in der Halle wieder möglich wäre...bereits in Sportkleidung zur Halle kommen??? Ständig alles desinfizieren? JU-st...DO..it! Auch wir zahlen unsren Beitrag, warten ab und laufen bis dahin alleine durch den Wald.
    Essen gehen? (Hoffentlich!) später wieder. Wenns auch spontan geht.
    Liebe Grüße
    Susan

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    1. Das Problem am Rassismus ist, dass immer jemand von "außen" den Rassismus nutzt um Menschen zu manipulieren. Mein Arbeitgeber legt größten Wert auf "Gleichstellung" in jeder Hinsicht. Und natürlich gehen damit auch die passenden Formulierungen einher. Aber ich denke eben, dass wir selbst es sind, die sich immer positionieren müssen und deshalb unbewusst Vergleiche und Abgrenzungen heranziehen. Und ja. Ich glaube das wird wirklich schwer.
      Wie die meisten behandle ich alle Menschen mit Respekt. Mir geht es aber gar nicht so um einzelne Menschen, sondern um die Formulierungen, wenn es um die Masse der "anderen" geht.
      BG Sunny

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  9. Wenn Du eine "Powerfrau" so interpretierst, dann könnte ich vielleicht doch eine sein. Ich mag schon das Wort nicht. Hat bestimmt ein Mann erfunden :)

    Ich gebe Dir Recht. Das Virus ist ja nicht weg, nur weil wir jetzt Lockerungen haben. Momentan können wir es uns vielleicht leisten, weil die Infektionsrate gesunken ist. Ansonsten verspüre ich keinen Drang, in den Urlaub zu fahren oder sonstige Dinge zu unternehmen, bei denen ich massiv eingeschränkt bin.

    Die Menschen waren leider schon immer rassistisch.

    Danke übrigens für die Verlinkung.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Alle Menschen, die ihr Leben meistern, sind "Powermenschen". Ja, vermutlich hat es ein Mann erfunden um Frauen herabzusetzen, indem er 10% den Powerstatus zubilligt.
      Wenn Deine Kraft reicht um Dein Leben zu leben, wie Du es leben willst, bist Du für mich eine Powerfrau. Wir sagen hier gstandenes Weibsbild oder gestandenes Mannsbild.

      Der Mensch ist vermutlich wirklich rassistisch. Die Gründe, die mir dazu einfallen, habe ich ja schon aufgelistet. Aber es geht nicht darum zu erkennen, dass etwas "anders" ist, sondern durch die Abgrenzung eine Ausgrenzung oder Abwertung vorzunehmen. Das ist nicht richtig.

      Wir haben hier in Bayern einfach immer noch viel höhere Zahlen, als im Rest der Republik. Von München gar nicht zu Reden.

      BG Sunny

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  10. Hi Sunny, dann haben wir auch in Bezug auf Corona 1:1 die gleiche Meinung. Für mich hat sich auch nur kaum was geändert und wie Du kann/darf/soll ich von zu Hause aus arbeiten, was prima funktioniert (nicht nur, weil ich mir das vorgenommen habe). Ansonsten meide ich Menschenmassen weiter wie Du, wobei sich das auch nicht so sehr unterscheidet von dem, was ich sonst mache, da ich wie Du nicht zu den intensiven Restaurantbesuchern gehöre. Eines der Fitness-Studios, die ich normalerweise besuche, hat jetzt Outdoor-Kurse angeboten, das schau ich mir mal an, und außerdem Personal-Training im Garten, was ich auch ausprobiere. Ansonsten zieht es mich auch nicht in die Studios, aber natürlich zahle ich weiter meine Beiträge. Schmunzeln muss ich über das, was der Konsumkaiser sagt, und recht hat er! Ich bin zufrieden daheim und Urlaub finde ich momentan von der Vorstellung her, wie er jetzt wohl sein würde, im Vergleich zum Daheimsein richtig ungut, deswegen steht es für mich auch außer Frage, dass Urlaub momentan kein Thema ist.
    Liebe Grüße, Rena
    www.dressedwithsoul.com

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    1. Personal-Training? In Deinem Garten? Das ist ja mal cool und auf alle Fälle eine super Option. Mir würde da nur die Musik abgehen und meine Nachbarn möchte ich dann doch nicht beschallen. Lach.
      Ich würde mich ja freuen, würde endlich jemand das Feld hinter meinem Haus bis zum Wald mit einem Meer tauschen..... macht aber keiner. Damn.
      BG Sunny

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  11. Ab Montag bin ich in Dänemark in Urlaub und freu mich total darauf. Vor einem Jahr wurde er geplant und das Haus wurde damals gebucht und nun - nur 2 Tage zu spät - machen die Dänen und wir die Grenze auf. Ist doch klar, dass wir fahren. Wir haben nun noch 12 Tage dort in dem wunderschönen Haus direkt am Meer, das wir schon kennen. Mein Sohn mit Familie fährt auch ganz in die Nähe und so hatten wir uns das letztes Jahr vorgestellt. Nie hätte ich gedacht, dass das noch klappen könnte mit Corona. Nun bin ich sehr dankbar dafür.
    Dass das Virus noch lange nicht aus der Welt ist, ist mir nur zu klar. Da werden wir länger mit leben lernen müssen. Situativ zu leben ist ja eh ein gutes Lebensmotto. Ich werde bald 70, da hatte ich schon viel Gelegenheit dies zu tun.
    Den täglichen Rassismus kenn ich gut. Da muss man schon immer wieder bei sich selbst und anderen hinschauen. Sprache macht viel aus. Manchmal darf man es auch mit Humor nehmen (wenn Bayern und Franken z.B. sich beharken:-)) und manchmal muss man etwas dagegen tun oder sagen. Meine Schwiegertochter ist Afroamerikanerin, ich weiß wovon ich spreche. Unsere Familie ist bunt und das ist wunderbar.
    Liebe Grüße von Sieglinde

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    1. Ich freue mich für Dich. Und wahrscheinlich bis Du dort auch völlig "sicher". Mir macht dieses Durcheinandergemixe der Leute einfach Angst. Wenn ich an ein Flugzeug denke wird mir ganz übel. Und ich sehe rot markierte, infizierte Menschen in einer Art Grafik die sich dann "fröhlich" über einer Weltkarte verteilen.
      Das ist für mich der Punkt. Ich habe viele liebe Bekannte und ehemaliges Studienkollegen in Franken. Und natürlich kenne ich den Spruch der "Beutebayern". Sie wollen ja auch keine Bayern sein, die Franken. Sind sie ja auch nicht. Es gibt einfach regionale und mentale Unterschiede.
      Wenn ich sage, jemand ist "Franke", dann können sich alle was vorstellen. Und wenn ich sage, jemand ist "Schwarzafrikaner", dann hat eben jeder einen sehr dunkelhäutigen Menschen vor Augen. Ich meine es nicht abwertend. Aber jemand anderer, oder er selbst, könnte es so auffassen.
      BG Sunny

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  12. Irgendwie ist der überhebliche, von seinem "Herrenrasse"-Denken besessene "weiße Mann" (natürlich auch die weiße Frau) die Wurzel allen Übels in dieser so genannten zivilisierten Welt. Wenn man sich das mal klar macht, ist es nur logisch, warum die Amis Trump gewählt haben, warum es derzeit wieder große Spannungen gibt, und warum es auch in Deutschland nicht funktioniert mit der Gleichheit. So ganz kapiere ich die Überleitung von Corona zu Rassismus zwar nicht, aber ich bin ja eh der Meinung, dass es momentan bei all den Demonstrationen etc. nicht um einen Virus geht, genauso wenig, wie es im Krieg um Religion o.ä, geht... das sind nur Mittel. Das Problem ist ein ganz anderes.
    Sprache ist Macht, daher wäge ich schon ab, mit welchen Worten ich jemandem persönlich begegne. Ich finde es ja schon rassistisch, jemanden nach seiner "Herkunft" zu fragen, nur, weil er eine andere Hautpigmentierung hat als z.B. ich. Ich mag und brauche dieses "Einordnen" in Kulturen auch nicht unbedingt.
    Liebe Grüße, Maren

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