Stimmungsbild - Urlaubssouvenir - die zweite Corona-Welle

Ich verstehe es einfach nicht. Erst muss ich schon unbedingt in den Urlaub reisen. Und da ist es für mich selbstverständlich, dass ich mich nicht im Haus aufhalte, sondern von meinem Urlaubsort etwas sehen möchte. Ich werde andere Menschen treffen. Aus aller Herren Länder. Und manchmal werde ich näher mit ihnen zusammenkommen, als mir lieb ist.

Und dann komme ich zurück (sagen wir mal, ich war in Italien, am Gardasee – weil wir ja in Bayern keine schönen Seen haben ) und lasse mich ganz freiwillig bei der Einreise nach Bayern, quasi auf der Autobahn, testen. Kostenlos. Geht ja neuerdings.  Oder ich lass bei Ankunft am Flughafen einen Abstrich machen. Was zweifelsohne brutal viel bringt. Ich könnte mich nämlich auch beim stundenlangen Anstehen im überfüllten Terminal am Urlaubsort „frisch“ infiziert haben.

In Bayern waren bis Mittwochabend die Ergebnisse von insgesamt über 44 000 an Grenzen, Flughäfen und Bahnhöfen erhobenen Tests von Urlaubsheimkehrern noch gar nicht an die Betroffenen übermittelt worden. Darunter sind inzwischen auch mehr als 1000 positive Befunde.

Na bravo. Vielen Dank auch.



Diese Tests kosten dem Gesundheitssystem Unmengen an Geld. Und sind so sicher und zuverlässig wie ein selbst geklöppeltes Jutekondom. Die Tests hindern die Infektionszahlen ja nicht am Steigen. Die Infektionszahlen steigen und steigen wieder, aber wie. Egal. Hauptsache wir waren in Urlaub. Weil so ein bisschen Normalität braucht man doch. Steht doch bestimmt irgendwo geschrieben, dass man auch in Zeiten einer Pandemie Anspruch auf ausgelassenes Feiern in südlichen Gefilden hat. Wen interessiert schon die Gesundheit der Anderen oder ein funktionierender Schulunterricht in den nächsten Monaten. Ballermann geht auch mit Sonderschule, nech.

Und da sind sie auch schon, die neuesten Nachrichten: „Griechenland meldet Corona-Rekordzahlen und verschärft die Maßnahmen in den Urlaubsorten. Die Reisewarnungen für Spanien werden wieder ausgeweitet. Mallorca rückt zunehmend in den Fokus. In einer spanischen Stadt werden schon wieder Zelt-Kliniken aufgebaut. Kroatien meldet den Höchststand an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie.“

Stay at home !!! Oberbayern im August

Na wunderbar. Herzlichen Dank auch.



Am vergangenen Mittwoch kamen in Deutschland 1445 Neuinfektionen hinzu. Das letzte Mal lag der Wert am 1. Mai darüber. Und die  Prognosen aus den letzten Werten lassen ein ähnlich exponentielles Wachstum wie im März und April befürchten. Aber wen wundert‘s? Anscheinend nur wenige, so wie mich. Auch auf Instagram sehe ich ständig  Fotos von Menschen, die ihre Köpfe mit Freunden zusammenstecken. Ach Leute, es ist jetzt einfach nicht die Zeit um Ringelpiez mit Anfassen zu spielen. Ich habe meine Freunde schon fast ein halbes Jahr nicht mehr getroffen, das ist nicht schön, aber machbar.

Würde mich ein Freund anstecken, wären die Chancen gut, dass ich meinen Vater anstecke. Denn mit dem lebe ich zusammen. Und wenn der dann daran, damit oder wie auch immer man es nennt, sterben würde. Ja. Das könnte ich diesem Freund gar NIE-MALS-NICHT verzeihen. Und um keinen in diese Situation zu bringen, halte ich meine Kontakte so minimal wie möglich.

Meine Freunde haben Verständnis. Ärgern tu ich mich über diesen Umstand aber nicht. Eine Freundschaft hält das aus. Aber ich ärgere mich umso mehr über meine sorglos-ignoranten Mitmenschen.  Die scheinbar jetzt einfach beschlossen haben, dass es mit Corona jetzt reicht und dass sie einfach so weitermachen, als hätte es die Pandemie gar nicht gegeben. Und auch wenn ich mit diesem Text nichts ausrichte, denn die dies betrifft lesen ihn vermutlich sowieso nicht, so geht es mir einfach besser, wenn er veröffentlicht ist.

Da musstet Ihr jetzt durch. Besten Dank auch.



Kommt mir gut durch den Freitag, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma vor allem gsund.
Sunny

Kommentare

  1. Guten Morgen Sunny, jaaa da gibt es wohl große Probleme bei der Übermittlung der Tests. Selbst Reiserückkehrer mit Corona App hatten ihr Ergebnis nicht bekommen. Es funktioniert leider gar nicht gut. Denn wichtig ist es natürlich dass die Menschen ihr Ergebnis auch erfahren. Deshalb kommen bereits getestete Personen nochmal in die Praxis für einen Test. Bisher hatten noch keinen positiven Rückkehrer dabei. Allerdings gab es dennoch positive Tests bei uns, aber von im Lande gebliebene Patienten vom Vertretungsarzt.
    In Mannheim ist wieder eine ganze Hausarztpraxis in Quarantäne. Was meine Meinung, man kann nicht alles auf die Hausärzte abwälzen, verstärkt. Wir werden nicht mehr alle abstreichen die anrufen, sondern die Masse ans Gesundheitsamt und unser Testzentrum im Klinikum verweisen. Was haben wir davon wenn in der Ferienzeit jetzt auch noch die Hausärzte in Quarantäne müssen die nicht wegen Urlaub geschlossen haben.
    Zum Thema Urlaub glaube ich schon dass man einen umsichtigen vorsichtigen Urlaub machen kann. Aber es gibt immer mehr Menschen die an Verschwörung glauben und absichtlich allem zuwider handeln. Kürzlich eine Dame in minderem Abstand zu unseren Patienten und absichtlich ohne Mundschutz.
    6 Mal musste ich ihr sagen dass sie raus gehen soll. Sie fing dann an zu schreien! sie werde diskriminiert. Okay kann sie haben.... in Zukunft. ;)
    Schönen Freitag, liebe Grüße Tina

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    1. Dir Frau scheint ja wirklich nicht ganz knusper zu sein. Ist sie Patientin bei Euch? Hättest Du ihr eine Maske mit den Worten "aufsetzen, oder raus. Und zwar zackig!" in die Hand drücken können?
      Ich habe vollstes Verständnis für die Hausärzte, die das Testvolumen nicht absolvieren können. Genauso wie die Labore, die sind vollständig übelastet. Sogar mein normaler Bluttest hatte sich unlängst enorm verzögert. Von den Teststellen mit "Papieraufnahme" gar nicht zu reden. Das kann doch gar nicht gescheid funktionieren. Also, warum mache ich micht meinem scheiß Test, den anderen noch zusätzlich arbeit. Warum kapieren sie das nicht? Je weniger Kontakte, desto weniger Risiko, kosten, arbeit.... Aber irgendwer hat ihnen eingeimpft, sie hätte per se einfach Anspruch. Auf alles. Ich kann mich noch gut an die Praktikumszeit im Sozialamt erinnern. Da waren auch Typen dabei. Ich hätte da niemals fest arbeiten können.
      BG und bleib gesund
      Sunny

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  2. Ruhig, Brauner ;-) So sehr ich dich einerseits verstehe, so sehr sehe ich vieles auch anders. Und das nicht nur, weil ich meinen Urlaub noch vor mir habe. Was ich in den drei Wochen mache, entscheide ich wohl sehr spontan. Bei den derzeitigen Entwicklungen wäre alles andere fahrlässig.

    Thema Urlaub: Ich staune durchaus, welcher "Influencer" gerade in welches Flugzeug nach wohin steigt und vor allem: warum. In meinem persönlichen Umfeld bleiben die meisten schlichtweg zuhause. Genau ein Kollege ist in Kroatien. Acht Tage lang auf einem Segelboot, mit einem Freund und ansonsten keiner Menschenseele. Angereist wegen Corona mit dem Auto. Sein "Kontakt mit der ganzen Welt" besteht aus einmal Proviant für die Woche einkaufen und einem Gespräch mit dem Hafenmeister. Und ich schätze, ähnlich planen viele Menschen in diesem Jahr ihren Urlaub, der dich so erzürnt. Sie wählen ein Ferienhaus anstatt einer Clubanlage, kochen selbst (einkaufen muss man zuhause auch, da ist das Infektionsrisiko überschaubar) und sind mit dem Auto unterwegs. UND machen einen Test, wenn sie zuhause sind. Dafür, dass die Testergebnisse verschlampt werden, können sie rein gar nix.
    Und wenn ich meine jüngsten Erfahrungen an der deutschen Ostsee mal heranziehe, ist man am Gardasee vermutlich besser aufgehoben als in Travemünde.

    Thema Rekordzahlen: Ja, Griechenland hat Rekordzahlen gemeldet. Die liegen aber, wenn man sie auf die Bevölkerung unterbricht, etwa in dem Bereich, in dem sich Deutschland auch gerade befindet. Trotzdem werden in Griechenland die Maßnahmen verschärft. Hierzulande gucken wir gerade einfach zu.

    Thema Risikogruppe: Auch ich habe einen Vater, der zur Hochrisikogruppe gehört. Klar bin ich vorsichtig. Ihn aber jetzt gar nicht zu besuchen würde ihn vermutlich früher umbringen als Corona. Ich habe nicht wie du die Möglichkeit, noch im Homeoffice zu sitzen. Viele andere Menschen habe die auch nicht. Die müssen öffentliche Verkehrsmittel benutzen, in Konferenzen sitzen etc.pp. Das Leben für mehr als ein halbes Jahr komplett runterzudrehen mag bei dir möglich sein. Bei vielen anderen Menschen ist es nicht so. Und was Freundschaften angeht: Ich habe meine Freundin jetzt ein halbes Jahr nicht gesehen. Sie hat Leukämie. Gestern hat sie angerufen und mich eingeladen, weil sie die Isolation nicht mehr aushält. Ich werde hinfahren. Mit Maske und allem pipapo und ohne Umarmung. Aber wenn es ihr Wunsch ist, fahre ich.

    Die Welt ist nicht schwarz-weiß.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Ich denke es ist eine Mischung. Du verstehst mich nicht richtig und ich drücke mich nicht richtig aus. Vermutlich fällt mir das schwer, weil ich emotional "verstrickt" bin.
      Ich bin ein Mensch, der anderen nicht gerne zur Last fällt. Weder finanziell noch emotional. Ganz klar, ich kann es auch nicht ausstehen, wenn mir jemand auf der Tasche liegt oder mich mit "unwohlsein" zuspammt, ohne Ratschläge anzunehmen.
      Wegen mir muss keine Kurzarbeit verlängert werden. Nur als Beispiel. Obwohl ich eigentlich nichts plane, habe ich mein Leben so eingerichtet, dass ich finanziell und emotional über eine laaaaange Zeit autark sein könnte. Außerdem habe ich keine großen Ansprüche. Ich lebe gerne sauber und esse gerne vernünftiges Essen. Und meine Lieben, die will ich um mich haben. Das wars dann auch schon.
      Und klar, wer beruflich unterwegs sein muss, soll das tun. Aber wenn alle die, die nicht müssen, es lassen sind die Bahnen und Büros einfach leerer. Und das Risiko sinkt.
      Wir sind froh, dass Rudis Mutter den Tod ihres Brudes, die zwei Fehldiagnosen, die Blutvergiftung, das künstliche Koma, zwei Ops, das Angst einflößende Delir und die Verlegung in die Reha trotz Corona gut überstanden hat.
      Wenn die da jetzt wieder einen Riegel vorschieben würde, wäre das schrecklich. Es darf sie eh nur immer einer und immer maximal eine Std besuchen.
      Wenn sich meine Freundin das wünschen würde, würde ich es auch tun.
      Zum Thema "relativ-sicherer-Urlaub" in Coronazeiten schreibe ich Dir unter Deinen Post gleich.
      BG Sunny

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  3. Danke an alle Deppen für gar nichts - ich sehe das wie Du.

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  4. Das kann ich mal wieder nur unterschreiben. Wir waren dieses Jahr eine Woche "Wildcampen"... ganz relaxt in ruhiger Zweisamkeit im großen Brandenburg... keine Menschenseele, so wollten wir das. Ich gehe seit Mai wieder voll arbeiten - fahre seither mit dem Auto durch die STadt - wenn ich nicht einen Termin hab, da sind die Öffis zeitlich pünktlicher. TJa, meine Eltern habe ich derzeit besucht - die passen aber gut auf und meine direkte Kollegin mit der ich nun ein Doppelzimmer hab ist mega vorsichtig und hat auch reduziert und ist nicht verreist. Somit hoffe ich auch die nächste Welle gut zu überstehen und kann den Kopf nur schütteln, wenn ich die Volldeppen hier auf den Rechtsdemos sehe, die aus der ganzen Republik strömen -gehts noch - bleibt daheim und demonstriert von mir aus vor eurem Dorfkonsum. Das ärgert mich echt maßlos, das soviel Unverständnis herrscht.
    LIebe Grüße Jacky

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    1. Es ist klar, oder. Um die Leute, die einigermaßen isoliert einsam Urlauben geht es mir nicht. Ich bin sicher, die lassen auch an einer möglichen Grenze keinen Test machen. Wozu auch.
      Meine MA "dürfen" ins Büro kommen. Aber nur wenn sie sich absprechen und jeweils alleine im dreier Büro sitzen. Es reicht, wenn sie sich im Flur begegnen.
      BG Sunny

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  5. Ich fürchte es wird sich erst in den ganzen hohlen Köpfen etwas ändern wenn sie selbst betroffen sind. Wenn sie oder einer ihrer Lieben aus dem letzten Loch pfeifen . Schade ... dabei könnte es so einfach sein .
    Homeoffice ,... hätte ich gerne ...ist aber für meine Branche gar nicht möglich.
    Urlaub ... der nächste wird sehr ähnlich wie der letzte . Einziger Unterschied. Wir bleiben im Land , und werden uns von all dem Driss der letzten Wochen erholen. Keine Party , kein Konzert, kein Kino.....

    Unser Auto hat eine Reichweite von ca 900 km bei gleichbleibender Reisegeschwindigkeit, Der Verbrauch liegt bei 4,8-4,9 L pro. Von daher werden wir nicht einmal zum tanken anhalten müssen. Und selbst wenn, haben wir eine App wo wir irgendwo in der Pampa eine Zapfsäule aufsuchen und da ganz sicher keinem Menschen begegnen. Von daher werden wir kaum mehr machen als wir es zu Hause tun . Nur halt mit Tapetenwechsel.
    Wenn das nicht mal Corona-Achtsamkeit ist... dann weiß ich es nicht.

    LG heidi....die schon um 7 Uhr einkaufen geht, damit sie kaum einem begegnet....

    PS ... Keine Eltern die wir anstecken könnten, keine älteren Verwandten oder Freunde die ein großes Risiko hätten... wir sind die ältesten ...und das schon seid Jahren ;)

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    1. Auch hier, unter Deinem Kommentar. Es geht nicht um die Leute, die mal wo anders hinfahren und dann auch abgeschieden aber mit anderer Tapete abspannen. Es geht mir um die, die denken es gäbe kein Morgen. Ist klar, dass nicht jeder Beruf Homeoffice tauglich ist. Aber wenn nur die raus gehen, die raus "müssen", dann ist die Straße nicht so voll.
      BG und erholt Euch gut.
      Sunny

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  6. Jede Lebenssituation ist anders. Und gerade Corona schärft den Blick dafür und fordert auch Entscheidungen. Jedenfalls bei denen, die sich der Lage bewusst sind und diese Entscheidungen für sich umsetzen. So wie Du.
    Ich werde morgen in meinem Blog jedoch einen Post schalten mit den Titel "Urlaubstipps in Coronazeiten", denn ich fahre weg und ich geh aus dem Haus und ich bin Risikogruppe und alt und ich halte mich an die Corona-Regeln und meine Lebenserfahrung. Mein Mann ebenso.
    Wir halten es wie immer in unserem Leben: wir schauen, was geht und was nicht. Jeweils nach unserer Lebenssituation. Mal geht mehr, mal weniger.
    Dass Menschen sich unklug und unvernünftig verhalten, ist leider nicht neu. Im Moment ist es aber gefährlicher als sonst, das gefällt mir auch nicht.
    Das Durchschnittsalter bei Coronakranken scheint auf Mitte 30 gesunken zu sein wie ich gelesen habe. Das ist wirklich beunruhigend. Ich hoffe, diese neue Sicht auf die Krankheit kommt bei den entsprechenden Altersgruppen an. Bisher fühlten sie sich oft auf unerklärliche Weise immun.
    Dieser Mythos wird bröckeln und hoffentlich angepasstere Verhaltensweisen mit sich bringen.
    Nachdenkliche Grüße von Sieglinde

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    1. Dem ist nichts hinzuzufügen. Dummerweise funktioniert der leidliche Schutz nur durch Rücksichtnahme von allen. Und da hapert es gewaltig. BG Sunny

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  7. Das "Problem" ist, man kann nicht alle Menschen über einen so langen Zeitraum an der kurzen Leine halten und quasi isolieren und einsperren. Das Problem sind auch nicht die Menschen, die sich auch im Urlaub an alle notwendigen Maßnahmen halten. Das Problem sind die Leute, die sich einen Sch*** darum kümmern, sich und andere zu schützen. Und selbst, wenn Du das machst, kann es Dich völlig unverschuldet erwischen. Im Supermarkt oder sonstwo.

    Ich kann nur für mich sprechen. Bleibe weiterhin zu Hause. Treffe vielleicht die Familie und ab und zu mal Freunde. Das zehrt aber langsam am Gemütszustand. Du und ich können das vielleicht aushalten. Viele andere nicht. Im Fernsehen werden meistens nur die extremen Demonstranten, Leugner und Rechtsradikale gezeigt. Ich finde, das vermittelt ein falsches Gesamtbild.

    Wir dürfen und jetzt nicht gegenseitig zerfleischen, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Du hast Recht, das isolieren sollte auch nicht erzwungen werden müssen. Es wäre gut, wenn die Menschen selbst die entsprechende Einsicht hätten. Ham se aba nich.
      Ich glaube, wenn die Leute auf den Abstand achten mit/ohne Mundschutz dürfte sich das Risiko stark minimieren.
      Im Prinzip nützt es auch nichts, was ich mache. Denn mein Sohn trifft sich auch regelmäßig mit seinen Freunden. Meist draußen, aber bei Regen auch mal drinnen. Und es ist nicht auszuschließen, dass die sich nicht so unbedingt "vorsichtig" verhalten.
      Aber ich habe da einfach eine sperre. Ich kann mir einfach nicht denken "jetzt is es scho wuarscht". Ich könnte es mir einfach nicht verzeihen, wenn ich es angeschleippt habe. Also versuche ich es zu vermeiden.
      Ich habe nicht vor jemanden zu zerfleischen, aber ich erlaube mir zu sagen, wenn ich ein Verhalten scheiße finde.
      BG Sunny

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  8. Ich bin erschrocken, irritiert, verärgert ..., wie unvernünftig viele mit dem Virus umgehen. Sie bringen damit andere in Gefahr, so meine Meinung. Manchmal denke ich, wir sind leider nur noch eine Spaßgesellschaft. Hauptsache ICH kann in Urlaub fahren, ICH habe Spaß, ICH feiere, ICH möchte wieder ein Konzert besuchen … Dabei haben wir doch noch so viele Freiheiten. Wir müssen uns doch nur an ein paar Vorschriften, wie die Abstands- und Hygieneregeln halten. Ich habe nicht das Gefühl, mich nicht frei bewegen zu können. Gut, die Menschenmassen mochte ich noch nie. Ich würde zum Beispiel nie auf die Idee kommen (auch nicht vor Corona), einen überfüllten Strand zu besuchen. Ich habe oft den Eindruck, dass sich die Menschen beklagen, denen es doch eigentlich gut gehen müsste. Ich kann es verstehen, wenn einer Mutter mit kleinen Kindern in einer zu kleinen Wohnung die Decke irgendwann auf den Kopf fällt. Aber hier sind es meistens Personen, die Zuhause genügend Platz und finanziell keine Sorgen haben, aber auf nichts verzichten möchten. Sie möchten so wie vor Corona mit allem drum und dran leben, so als wäre nichts gewesen. Es fällt mir wirklich schwer, das zu verstehen.

    Wir hatten Anfang des Jahres für den Herbst einen Urlaub in Andalusien gebucht. Allein der Gedanke, 3 Stunden mit Mundschutz zu fliegen, nimmt mir jegliche Urlaubsfreude. Ich bin ehrlich, ich würde mich derzeit im Ausland einfach unwohl fühlen. Für uns war es ganz klar, dass wir den Urlaub nicht antreten. Nach langem hin und her konnten wir unseren Urlaub umbuchen. Die Stornogebühren von 25% hätten uns ansonsten rund 1000 € gekostet. Von daher sind wir froh, dass eine Umbuchung geklappt hat. Nun machen wir im Herbst in Deutschland in einem Ferienhaus Urlaub.

    Ich konnte ja kein Home Office machen und bin im Nachhinein sogar recht froh darüber, weil es mir die ganze Zeit über doch das Gefühl von einer gewissen Normalität gab. Und das klappt mit dem nötigen Abstand ganz gut. Wenn mir mal eine Kollegin oder ein Kollege aus Versehen zu nah kommt, gehe ich gleich einen Schritt zurück ;-). Ich habe mich auch schon wieder mit Freundinnen (also einzelnd) getroffen. Auch Freunde hatten uns schon draußen im Garten besucht. Und wir waren auch schon einige Male wieder in einem Restaurant (draußen) essen. Eine Freundin wollte mich kürzlich umarmen und streckte mir schon ihre Arme entgegen. Ich kam mir richtig hartherzig vor, aber ich erklärte ihr gleich, warum ich sie nicht umarmen werde. Ich werde des Lebens nicht mehr froh, wenn ich jemanden (unbemerkt) anstecke oder den Virus durch Unvernunft in meine Familie trage. Das finde ich derzeit einfach zu gefährlich. Wenn mein Sohn bei uns Zuhause Besuch bekommt (auch immer nur 1 Person), desinfiziere ich danach gleich die Türklinken ;-). OK, das mag für mache vielleicht etwas übertrieben sein, aber ich fühle mich einfach wohler dabei.

    Ich könnte darüber noch so viel schreiben ..., aber ich höre jetzt lieber auf. Wenn ich auch nicht für lange Kommentare bekannt bin, so habe ich wohl heute meinen persönlichen Rekord gebrochen ;-))).

    Liebe Grüße
    Ari

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    1. Danke. Du hast alles so beschrieben, wie es auch empfinde. BG Sunny

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