Nachhaltige Mode braucht kein Label

 Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist in aller Munde. Egal ob Lebensmittel, Kleidung, Kosmetik. Alles ist „nachhaltig“. Und „bio“ oder gar auf neudeutsch „organic“. Und jeder der bis drei zählen kann, springt auf den Zug auf. Produzenten, Werbetreibende und Influencer.

Aber den Zahn muss man den Leuten leider ziehen. Konsum wie er in der Regel gelebt wird, ist per se nicht das, was man heute mit „nachhaltig“ gleichsetzt. Das ganze Thema ist leider (wie so ziemlich alles) komplex und verlangt zunächst ein bisschen Konzentration, Verantwortungswillen und -bewusstsein. Aber wenn man es mal verinnerlicht hat, dann gibt es unterschiedliche Möglichkeiten sinnvoll und „nachhaltig“ zu handeln.

Fangen wir mit einem wirklich unangenehmen Fakt an. Dummerweise ist er der Grund und die Wurzel allen Übels.  Die westliche Welt und allen voran eine kapitalistisch-imperialistische Weltmacht führen seit über 100 Jahren Krieg wegen Erdöl und vermutlich bald auch Kriege wegen Erdgas. Denn wer hier das sagen hat, hat die Lizenz zum Gelddrucken. Und letztlich ist es nicht unsere Strebsamkeit, unser Fleiß und unsere Sparsamkeit, die uns den Wohlstand beschert haben, den wir hier in Deutschland heute genießen. Es sind die Ausbeutung anderer Länder und die Kriege die dort angezettelt werden, die dafür sorgen, dass wir hier leben, wie im Paradies.

Ich habe hier zwei weiterführende Links für Euch: Prof.Dr. Ganser Historiker und Friedensforscher und von den Klimareportern Fossilie Kriege.

Nachhaltige Mode - Mix aus 2021 und 1991

Nach 2 Weltkriegen hatten sich die Menschen hierzulande Ende der 60er endlich einigermaßen derrappelt. Ich kann mich noch gut an die Worte meiner Oma (geboren 1901) erinnern, die immer sagte, hoffentlich griang ma so schnäi koan Griag nimma. Die Angst saß tief. Die Leute  waren fleißig, aber im Vergleich zu heute unverschämt arm. Aber auch glücklich und genügsam. 

In den 70ern war Kleidung hochwertig und wurde mehrfach weitergegeben und umgearbeitet. Lebensmittel wurden regional gekauft, im Garten geerntet, eingekocht und Fleisch gabs eigentlich fast nur am Wochenende. Autos hatten nur die Väter. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass irgend jemand jemals in Urlaub gefahren wäre. (Nachtrag: das ist meine rein persönliche Erinnerung. Und vielleicht fuhren sie auch in Urlaub und ich habe es einfach nur nicht als merkenswert empfunden)

In den 80ern war Kleidung immer noch hochwertig, aber es gab immer mehr Läden, die auch mal taschengeldtaugliche Mode anboten. Man sparte auf seine Wünsche und freute sich über seine Käufe. Für Schallplatten und Urlaube ging man arbeiten. Und die meisten von uns haben ihren Führerschein auch selbst finanziert.  Was dazu führte, dass die Freude an den Neuanschaffungen  lange anhielt.

Nachtrag: Und natürlich sind wir auch mal weg gefahren. Haben die andere Oma besucht, oder ich war viele Wochen am Stück bei meinen Cousinen und Cousins in Niederbayern. Ohne meine Eltern. Aus heutiger Sicht Abenteuer und Freiheit pur. Aufstehen wenn man ausgeschlafen hat, alleine im Haus sein, raus auf die Felder, rauf aufs Radl und über den Kramerladen zum Moorweiher radeln.

Und natürlich waren wir auch mal in Italien, wenn es der Gesundheitszustand meiner pflegebedürftigen Oma zuließ und sie mal ne Woche bei meiner Tante wohnen konte. Aber so wie heute, dass für jede Ferien eine Flugreise gebucht wurde, so war das ganz sicher nicht.

Und klar, wir waren im Winter, wann immer des Wetter und die Schneelage passend waren in den bayrischen Bergen Skifahren. Und damit waren meine Eltern in den 70ern noch so ziemlich alleine, verglichen mit den Massen die in den 80ern auf der Piste waren, was dazu führte, dass in den 90ern stark aufgerüstet wurde und die kleinen Schlepper durch 8er Sessel ersetzt worden sind.


Nachhaltige Mode

Anfang der 90er habe ich zu arbeiten begonnen. Und mich gefreut mir auch hin und wieder mal was zum Anziehen kaufen zu können. Oder in den Urlaub fahren zu können. Aber ich habe immer die Hinweise meiner Mutter und Großmutter beachtet. Wer billig kauft, kauft zwei Mal. Man kauft nichts auf „Keife“ bzw. „Pump“. Man kauft nichts, was man sich nicht leisten kann. Also nicht nur in den 90ern. Ich halte das noch heute so. 

Ich kaufe nur das, was ich wirklich will UND brauche. Ich werfe nichts weg, was noch reparierbar und funktionsfähig ist. Warum „will“ ich etwas? Ist es echte Liebe? Oder hat jemand versucht, mich zu manipulieren? „Brauche“ ich es? Wirklich? Wozu genau? Warum? Und genau da kommt das Thema „Nachhaltigkeit“, oder sagen wir besser „Ressourcenschonung“, ins Spiel. Jahrelange Gehirnwäsche im Hinblick darauf, was man wirklich braucht, muss einfach hinterfragt werden.

Warum ich das tue? Die Gründe dafür haben sich verändert. Früher waren es Vernunft und Sparsamkeit. Heute kann ich die Zusammenhänge besser durchblicken. Und ich habe nicht vor mich manipulieren zu lassen und etwas zu unterstützen, was ich zutiefst verabscheue. Gedankenlosigkeit und Egoismus.


Nachhaltige Mode

Aber kommen wir mal zum Wort „Nachhaltigkeit“. Egal ob man Interesse an der Wirkung des eigenen Handelns hat oder ob es einem schnuppe ist. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, der mit jedem Atemzug und jeder Handlung nachhaltige Spuren auf unserer Erde hinterlässt.

Das Substantiv „Nachhaltigkeit“ im Sinne eines dynamischen Gleichgewichts erschien spätestens 1789 im System der „landwirthschaftlichen Polizey“ des deutschen Juristen Johann Philipp Frank. Die 1983 von den Vereinten Nationen eingesetzte Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (Brundtland-Kommission) beeinflusste die internationale Debatte über Entwicklungs- und Umweltpolitik maßgeblich, ohne jedoch auf den Ursprung in der deutschen forstwirtschaftlichen Debatte Bezug zu nehmen. (Aus Wiki: Nachhaltigkeit)

Egal was wir kaufen. Es besteht aus Rohstoffen. Diese müssen gefunden, aufbereitet und weiterverarbeitet werden. Und zwar von Menschen. Und es muss transportiert und weiterverarbeitet werden. Wie gefährlich die Verarbeitung für Arbeiter und Umwelt ist, kann sehr unterschiedlich sein. Außerdem ist für die Verarbeitung oft Energie nötig. Dann wieder transportiert. Und wieder Energie. Und nochmal transportiert. Klar. Es bewegt sich das meiste auch nicht von allein. Wieder Energie. Und wenn wir die Nase voll haben davon, muss es entsorgt, verbrannt, vergraben oder sonst wie aus der Welt geschafft werden.


Nachhaltige Mode

Alles was nicht nachgefragt wird – alles das was wir nicht „brauchen“ – muss nicht aufbereitet, verarbeitet und transportiert werden. Es muss nicht gereinigt werden und es müssen auch keine Reinigungsmittel abgebaut werden. Und was noch wichtiger ist, es muss nicht abgebaut oder entsorgt werden. Und Energie ist auch nicht nochmal nötig.

Nachhaltiges Verhalten sollte also so aussehen, dass man Dinge, die man besitzt, möglichst pfleglich behandelt. Autos fahren, bis sie auseinander fallen. Tuperdosen verwenden bis sie kaputt sind. PCs in Highend-Ausstattung kaufen, keine Laptops. Mein Rechner ist 2nd Hand und hat mindestens 10 Jahre auf dem Buckel. Ein Tower kann beliebig angepasst und erweitert werden, dazu kann man auf einer Tastatur und mit Maus an ein oder zwei großen Bildschirmen auch ordentlich arbeiten. Handy-Akkus pfleglich behandeln. Alles was man besitzt, nutzen bis es kaputt oder aufgebraucht ist. Nur ersetzen, was man WIRKLICH braucht.  Z.B. Kleidung aus Naturmaterialien kaufen, die man seltener waschen muss. Keine Trockner einsetzen.  So werden alle Dinge zu „nachhaltigen“ Produkten, auch wenn es keine spezielle „Aufkleber“ dafür geben muss.

Und immer hinterfragen. Kaufe ich „regional“ und „bio“…. und koche selbst? Oder gehe ich für den selben Betrag Essen und verspeise unter fragwürdigen Umständen „produzierte“  Lebensmittel? Ich bin tatsächlich überrascht, wie sehr sich die Leute freuen, dass sie jetzt endlich wieder die „Gastronomie“ stürmen dürfen. Draußen und bald auch schon drinnen. Naja. Wenns schee macht.

Und genauso frage ich mich, wieso man ausgerechnet das vergangenen Pandemie-Jahr dazu nutzen wollte die Bude zu renovieren, mit neuen Möbeln vollzustellen oder den Garten mit schnell gezogenen, exotischen Pflanzen zu überarbeiten. Es war ein besonderes Jahr. Und ich hatte wohl insgeheim und grundlos gehofft die Menschen würden die Zwangspause nutzen und eine Art Standpunkanalyse durchführen. Aber das haben wohl die wenigsten getan. Die meisten wollten wohl die ganze Zeit nur ihr altes Leben zurück, ohne zu hinterfragen, was wirklich wichtig ist. Und ohne zu erkennen, dass das alte Leben durchaus  vielleicht eine Veränderung vertragen würde.

Aber kommen wir nun zu den Fotos. Die erste Kombination ist aktuell. Ich trage ein neues Hemdblusenkleid und eine helle Jeans (2021). Dafür dürften die schwarze Häkelweste (1991) mit 30 Jahren und die samtweichen Ziegenvelour Sandaletten (1994)  und 27 Jahren mit meine ältesten Kleidungsstücke sein.  Den weißen Strohhut habe ich (vermutlich) 2018 im Gartencenter mitgenommen. Auf den anderen Fotos seht Ihr die Häkelweste und die Sandaletten, wie ich sie zu anderen Gelegenheiten getragen und über die Jahre verteilt hier auf dem Blog gezeigt habe.

Was  bedeutet für Euch „Nachhaltigkeit“. Reflektiert Ihr Eure Handlungen, nicht nur Eure Käufe, auch Euer Konsumverhalten, von Zeit zu Zeit? 

Noch mehr Beiträge zum Thema Nachhaltigkeit?

Auch bei Andrea  findet sich ein Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit und Schrank-Shopping. 

Könnt Ihr Euch  noch an Elas Bloggeraktion "Schrankmonster" aus 2016 erinnern. Ganze 87 Beiträge sind damals zusammengekommen. 

Sabine Gimm zeigt uns heute wie sie ihren alten Gehrock modern gestylt hat.

Sehr lesenswerte, aktuelle Beiträge dazu findet Ihr außerdem bei NicoleTinaInes und Andrea.

Kommt mir gut durch den Sonntag, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma vor allem gsund

Sunny


Kommentare

  1. hurraaa!
    und chapeau zu diesem text!!
    und ich "freu" mich schon auf die ganzen ausreden, warum man NICHT positiv nachhaltig leben kann, sondern einen äusserst nachhaltigen, riesigen ökologischen fussabdruck hinterlassen MUSS.....
    **Was bedeutet für Euch „Nachhaltigkeit“**: für mich das gleiche wie für dich. früher geprägt von meinen sparsamen grossmüttern - sparsam nicht aus geiz, sondern aus respekt vor den dingen, der natur und der arbeit anderer. und heute, weil ich sehe, was der konsumerismus anrichtet - etwas, das übrigens jeder sehen kann, der will.
    und wirklich freue ich mich über deine anzüge, die zeigen, dass weder label noch aktuelles datum für ein modisches auftreten nötig sind - stattdessen qualitätvolle, gut gepflegte teile und kreativität der trägerin! (kann man übrigens auch auf häuser, wohnungen und gärten übertragen)
    schönen sonntag! xxxx

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    1. Ich frage mich, wer die Idee "gepflanzt" hat, dass ständig alles erneuert und ggf. verschlimmbessert werden "muss" um... was? ja was? zu erreichen.
      BG Sunny

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    2. gigantische profite durch handel. import, export, re-import. die aktionäre verdienen am UMSATZ. gibt es grosse umsätze, steigen die aktien. langlebige produkte taugen nix an der börse.
      (verknappte darstellung, ist natürlich viel komplexer)
      :-D
      xxxx

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  2. Ich würde sagen, gemessen an der „Masse“ reflektiere ich schon recht viel, auch wenn ich mit Sicherheit nicht immer nachhaltig handele. Kaufen müsste ich wahrscheinlich recht wenig, wenn ich ganz ehrlich bin. Wobei ich die meisten Dinge tatsächlich so lange nutze, bis sie kaputt sind. So sitze ich in meinem Leben erst auf Sofa Nummer 3, wobei ich Nummer 1 bei meinem Ex—Freund gelassen hatte (Irgendwann 1994, wenn ich mich recht entsinne) und tausche auch sonst nur selten etwas aus, was noch zu verwenden ist. Bei Dingen, die Energie verbrauchen, bin ich schon eher bereit, etwas zu erneuern (Heizung), wenn es ökologisch sinnvoll erscheint
    Insgesamt finde ich es gar nicht so einfach, immer zu entscheiden, was wirklich die bessere Wahl ist beim Thema Nachhaltigkeit.Manches ist einfach zu kurz gedacht oder nicht von allen Seiten beleuchtet. E-Autos/ Hybridautos sind da sicher ein Thema, E-Bikes ebenso, Wärmedämmung, nachhaltig produzierte Kleidung, Bio im Discounter....
    Sorgsam mit vorhandenem umzugehen, ist sicher eine der besten Lösungen und sich bei Neuem intensiv mit dem für und wieder auseinander zu setzen, ebenso. Dingen einen Wert beizumessen, etwas zu schätzen, für das man Geld ausgegeben hat.Allerdings müssen Dinge dafür auch haltbar sein Was ja (auch bei einem hohen Preis) leider nicht immer der Fall ist.
    Meiner Meinung nach liegt der Beginn des Überkonsums schon in den 1980ern. Als ich Ende des Jahrzehnts in die Großstadt gezogen bin, sah ich zum ersten Mal bei schwedischen Klamottenriesen einen Blazer für 19 DM. Vielleicht waren es auch 29 DM, ist ja schon lange her. Wie kann das sein, habe ich mich damals gefragt. Sonst lag der Preis für einen Blazer bei 120 DM oder mehr. Heute weiß ich, wie das geht und das ist inzwischen eher die Regel als die Ausnahme geworden.
    Kleine Anmerkungen am Rande: Ich war tatsächlich schon in den 1970ern jedes Jahr im Urlaub. Mein Vater hat(te) ein Fernwehgen und weil es ansonsten nicht realisierbar gewesen wäre, haben wir im Zelt übernachtet (nach 15 Stunden Fahrt im unklimatisierten Auto)und es wurde das ganze Jahr darauf gespart. War cool, denn es gab noch keinen Massentourismus. Und meine Schwiegermutter hatte als emanzipierte, berufstätige Frau ein eigenes Auto, damit war sie aber eher die Ausnahme. Ansonsten gab es tatsächlich selten einen Zweitwagen.

    Schöne Grüße
    Andrea

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    1. Fernwehgen kling schön. Da mein Vater beruflich unter der Woche immer unterwegs sein musse, und oft nur an den Wochenenden heim kam - viele Bauprojekte waren in Hamburg, Wien, Köln etc - war er überhaupt nicht scharf drauf zu verreisen. Verwandtschaftsbesuche gingen in Ordnung. Meine Mutter hatte auch einen Führerschein. Sie hat ja auch erst mit 33 geheiratet, aber bis ich 18 war, hat sie sich kein eigenes Auto geleistet und da sie von zu Hause nähen konnte und mit dem Rad alle Besorgungen erledigen, war das auch nicht sooo notwendig.
      BG Sunny

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  3. Den Text kann ich gut unterschreiben. Genau so sind wir Kinder in den 70s und 80s geborene alle groß geworden. Das Heute verstehe ich ganz oft gar nicht. Wie auch ? Haben wir unsere Kinder doch so erzogen das sie alles wertschätzen.

    Ich kann Menschen die mit ständig neuem unterwegs sind immer nur Fragen ...war das alte defekt oder unbrauchbar ? Und oft kommt ein lang gezogenes neeee, aber auch der Moment wo sie nachdenken. Diese Frage hat bisher mehr Reaktion hervorgerufen wie jede Diskussion.

    Meine Einstellung dazu kennst Du ...von daher brauche ich Dir da jetzt keine lange Antwortschreiben.
    LG und einen schönen Sonntag für Dich

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    1. Ja, abstrakte Diskussionen sind oft nicht hilfreich. Wenn es einen konkreten Anlass gibt, wo sich mir die Frage aufdrängt "warum wurde das neu gekauft, warum hast Du das so entschieden, warum...." kommt es öfteren ein gutes Gespräch zustande und die Leute lassen sich eher erreichen. Weil sie es einfach nicht auf sich beziehen.
      Ja. Ich kenne Deine Einstellung. BG Sunny

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  4. Mir geht es ähnlich. Wie Andrea sagt schätze und pflege ich vorhandene Dinge oft sehr lange. Wir haben erst den zweiten Wohnzimmerschrank und noch den ersten Eßtisch. Der wird bald 30 Jahre alt und klar gefallen mir die neuen Tische auch sehr gut. Unser Travertinwohnzimmertisch ist ein 3. Handstück und ich liebe ihn. Der dürfte aus den 70ern sein. Lang war Travertin völlig out.
    In Urlaub fuhren früher meist eher die anderen. Aber dennoch war ich in Italien und Rumänien.Als Alleinerziehende war das für Mama nicht leicht. Wir durften mit Freunden mitfahren. Ich weiß das heute noch zu schätzen. Überhaupt weiß ich viel zu schätzen.
    Aber klar kaufe ich mir Dinge die ich nicht unbedingt und nicht mal bedingt brauche. Ich sitze also im Glashaus. Ich werd mich hüte. 😊
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina
    ps: Dein neues Kleid ist toll!

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    1. Ein Steintisch/Marmortisch? Ich hab das jetzt gegoogelt, da ich den Begriff noch nicht gehört hatte. Ich habe das oben noch ergänzt. Klar war ich auch mal "weg", aber eben nicht immer und in jeden Ferien. Skiurlaub, WellnessWE, 1 Wo Ferienwohnung Caorle, 4 Wochen USA im Sommer. Vielleicht nochmal Griechenland im Herbst. So sieht das bei einer Freundin von mir aus. Nicht ganz so intensiv, als die Kinder klein waren. Aber dieser "Weg-Zwang" war auch da schon vorhanden.
      Und ganz klar. Jeder von uns sitzt hier im Glashaus. Aber genau das ist ja auch die Kunst. Solange uns ein Licht aufgeht und wir die Decke sehen. Im Dunklen wirft man das Glas ein, man sieht es ja nicht. Die Tendenz sollte in die richtige Richtung gehen und der Konsum bewußt wargenommen werden. Das ist nicht nur ein Augenblick. Der Augenblick des Kaufs.
      BG Sunny
      Freut mich, dass Dir das Kleid gefällt.

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  5. Grundsätzlich sind wir da einer Meinung. Ich reflektiere mein Handeln durchaus, mal führt das zur Unterlassung eines Konsums, mal zu bewusstem Konsum von etwas, das keinesfalls nachhaltig oder "notwendig" ist. Ich bin im wahren Leben immer wieder überrascht, wie wenig sich Freunde, Familie, Bekannte und viele Kunden darüber Gedanken machen. Auch ohne da selbst ein Leuchtturm zu sein, versuche ich durchaus, die Kunde zu verbreiten.

    Ich werfe viel Kleidung in den Trockner (nicht gut), dafür haben wir alte Elektrogeräte im Einsatz, weil ich eine Neuanschaffung für weniger Verbrauch für ökologisch schlechter halte.

    Was mich bei Kleidung an dem Thema am meisten nervt ist, dass viele nachhaltig produzierte Stücke kurzlebig sind. Die halten einfach nicht so lange, bekommen Löcher, verblassen, laufen ein. Letztes Jahr vier Shirts, dieses Jahr eins, die alle im Grunde nur 3 Monate Vieltragen überlebt haben und dann wie kaputte Lappen aussahen. Da ist dann tatsächlich ein konventionell produziertes Billigteil vom Schweden, wie meine haltbare Jeansjacke, am Ende erheblich nachhaltiger aus den von Dir genannten Gründen wie Anbau, Herstellung, Transport und Entsorgung an sich. Es wäre schön, wenn die Qualität da besser würde.

    Das nachhaltigste Kleidungsstück ist das, was nicht produziert wird.

    LG Ines

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    1. "Auch ohne da selbst ein Leuchtturm zu sein, versuche ich durchaus, die Kunde zu verbreiten."
      Genau so verstehe ich es auch. Und genau so ist es auch mit diesem Text hier. Genau diesem Zweck soll er dienen.
      Ich habe leicht reden. Ich habe keinen Trockner. Rudi schon. Und wenn man wenig Platz zum Trocknen hat, macht er vielleicht auch Sinn. Vielleicht. Denn im Prinzip gibt Rudi nur Handtücher und Slips hinein hinein. Keine Socken oder Printshirts. Und wenn man danach das Flusennetz anguckt, wundert es mich nicht, dass der Stoff "sichtig" wird.
      Ich würde "nachhaltige Kleidung" kaufen, würde sie mich optisch ansprechen. Die Farben sind halt nicht "künstlich strahlend". Die Schnitte sind eher Basic. Die Größenauswahl eingeschränkt. Ich kaufe ja Kleidung nicht, damit ich nicht nackt bin. Ich kaufe Kleidung weil sie mich anspringt, wie das fehlende Puzzelstück für ein Bild in meinem Kopf.
      Nachhaltigkeit ist dabei nie in meinem Kopf. Dazu müsste man mich vermutlich einer Gehirnwäsche unterziehen.

      "Das nachhaltigste Kleidungsstück ist das, was nicht produziert wird." Das ist korrekt.

      BG Sunny

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  6. Unterschreib ich Dir alles! Toll recherchiert. Nur... für mich persönlich finde ich es nach wie vor echt schwierig, im Blog über "Nachhaltigkeit" zu schreiben. Ich reflektiere pausenlos, das ist mein Wesen... aber ich kann es nur "versuchen", und das tu ich, inzwischen kauf ich z.B. das meiste Second Hand, aber wie Tina schon sagt "Ich sitze im Glashaus und werd mich hüten". Ich denke, der westliche Mensch hat sich per se schon sein schlechtes Gewissen redlich verdient. Du kannst kaum hier aufwachsen und perfekt nachhaltig leben (und irgendein Kleidungsstück wurde in jedem Haushalt garantiert von Kinderhand unter schlechtesten Bedingungen genäht - genauso wie irgendein Kleidungsstück garantiert in einem afrikanischen Land dazu beiträgt, dass der lokale Markt kaputt geht. Selbst "nachhaltige Mode" ist nicht wirklich nachhaltig, denn wirklich nachhaltig wäre, nichts zu kaufen und vor allem nichts wegzugeben, ist ein Teufelskreis).
    Aber ich würde mich freuen, wenn sich dieses "Umdenken", das ich v.a. bei der jüngeren Generation erlebe, zu etwas wirklich "Nachhaltigem" entwickeln würde.
    Schönen Sonntag! Liebe Grüße, Maren

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    1. Jeder von uns sitzt im Glashaus. Es wird uns leicht gemacht. Viel zu lange, viel zu leicht. Aber wir haben die Möglichkeit statt des Balls einfach die Steine flach zu halten.
      Btw. ich habe noch nie ein Kleidungsstück in einen Altkleidercontainer geworfen.
      Ich habe Kleidung verkauft, verschenkt, gespendet oder, wenn tatsächlich nicht mehr brauchbar in den Hausmüll oder in die Lumpenkiste gesteckt.
      BG Sunny

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  7. Von ECHTER Nachhaltigkeit bin ich noch Welten entfernt - wie vermutlich die meisten. Vor allem in puncto Kleidung ist es nur richtig nachhaltig, wenn sie vollständig aufgetragen wird. Wenn man wie ich unter Figurschwankungen leidet kommt man leider nicht umhin, ab und zu neue Sachen zu kaufen. Aber ich bessere mich. Wie gut, dass ich mittlerweile einigermaßen mit der Nähmaschine umgehen kann. Klappt nicht immer, aber immer öfter.

    Dass die Leute nach der langen Pandemiezeit den Drang dazu haben, in ein Restaurant zu gehen oder sich anderweitig öffentlich zu vergnügen, kann ich gut nachvollziehen. Ich selbst war zwar ewig nicht mehr auswärts essen. Doch die Atmosphäre in einem schönen Restaurant mit leckerem Essen und einem gepflegten Glas Wein ist schon schön. Und man kommt mal wieder raus. Der Mensch ist nun mal nicht als Einsiedler geboren.

    Ein gemeinsames Essen mit Freunden finde ich ebenso schön.

    Insgesamt habe ich keine Lust, auf einen Zug zu springen und so zu tun, als wäre ich das Vorzeigebeispiel schlechthin. Wir können alle ein Stück dazu beitragen. Nur, so schnell wird das nicht funktionieren. Steter Tropfen höhlt den Stein, sagt man ja.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Es ist auch wirklich nicht leicht vollständig "nachhaltig" zu leben. Ich würde fast glauben, es ist unmöglich. Es ist so wie mit dem Versuch "Gutes zu tun". Der Wille zählt fürs Werk. Jeder Versuch ist besser als Ignoranz. Und letztlich ist es ein langer Prozess. Aber ich finde es wichtig, das man das Thema immer wieder aufgreift. Ich werde es auch nicht müde, und das schon ganz schön lange.

      BG Sunny

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  8. Danke, liebe Sunny, ein toller Beitrag! Ich hatte gestern eine "Diskussion" mit meiner Schwägerin (Edis Schwester) ... nunja, Diskussion kann man es gar nicht nennen. Wir haben einen schönen Nachmittag und Abend miteinander verbracht, und als wir schon am Gehen waren, machte sie ihren rappelvollen Schuhschrank auf und zeigte mir ihre "Schätze". Und betonte noch stolz, wie viele dieser Schuhe sie bisher noch nie getragen hat! Ich konnte nur den Kopf schütteln und sie fragen, was das soll und wozu sie etwas kauft, das sie dann gar nicht trägt. Antwort: "Weil ich das will und weil sie mir gefallen." Manchmal wünsche ich mir direkt Zeiten, wo sich die Leute das eine paar Schuhe, das sie tragen, vom Mund absparen müssen. Ich habe mir heuer das gleiche Walking-Schuhmodell gekauft wie vor zwei Jahren - weil es die perfekten Schuhe für meine empfindlichen Füße waren und weil sie leider an den Fersen vom ständigen Tragen schon Löcher hatten. (Laut Schuhverkäufer bekommt er auch immer an den Fersen Löcher, scheint eine Art Sollbruchstelle zu sein...?) Und sonst? 2020 ein anderes Paar Bequemschuhe, weil welche nach vielen Jahren hin geworden sind und ein rostrotes Bio-BW-Shirt, 2021 eine Schlupfhose, weil eine hin geworden ist und ein grün-buntes Stirnband, siehe aktueller Post. Alles andere trage ich, bis es mir vom Körper fällt oder gebe es weiter. In meinem Blog siehst du ja auch immer die schrankgeshoppten Sachen, aber ich finde noch immer Kombinationen, die ich so noch nicht hatte. Was Gastronomie betrifft, wir kochen hauptsächlich selbst, aber wir freuen uns aktuell auch, mal wieder Lokale gehen zu dürfen. Waren an Edis Geburtstag in einem historischen Museums-Wirtshaus und am vergangenen Freitag beim Heurigen, und ich denk mir mal, die Wirte atmen auf, weil endlich wieder Gäste kommen... Was Urlaube betrifft: Meine Eltern gehörten schon zu den Leuten, die sogar in den 1950ern und erst recht in den 60er und später auf Urlaub fuhren. Aber zunächst halt mit Beiwagenmaschine und Zelt, denn sie hatten ja überhaupt kein Geld, und dann mit dem Wohnwagen. Später kamen dann auch Fernreisen dazu. Edi und ich haben die Ausflüge im Nahbereich 2020 und 2021 von Herzen genossen und werden das natürlich auch weiterhin in unserem Leben beibehalten, denn es gibt noch viiiel zu entdecken, aber wir freuen uns schon wieder sehr, wenn's auch mal ein bisserl weiter weggehen darf. Ich denke, wir übertreiben es dabei auch nicht - keine vier Billigflüge pro Jahr, wir überlegen uns bei jedem Reiseziel, wie wir es am sinnvollsten anlegen. Ökoheilige werden wir in diesem Leben vermutlich trotzdem keine mehr werden... aber als Heilige kann man andere ja auch viel weniger gut "umzustimmen" versuchen. Für Edis Schwester bin ich z.B. ohnehin schon ein Ökofreak mit hässlichen Schuhen ;-), ich glaube nicht, dass ich sie gestern auch nur annähernd "erreichen" konnte...
    Alles Liebe, Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2021/06/museumsdorf-niedersulz.html

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  9. Liebe Sunny,
    dein Artikel trifft in vielen Dingen den Nagel auf den Kopf, wir teilen in vielen Bereichen eine Meinung, zum Beispiel bei 'Pumpkäufen'. Ich bin oft sehr überrascht, wie leichtfertig auch due jungen Leute heute mit Ratenzahlung umgehen.
    Zur Nachhaltigkeit: Ich werde am Mittwoch auch darüber schreiben und ich denke wie du: Jeder überdachte Schritt ist ein Schritt, denn wir werden nie mehr zu den Zeiten von damals zurückkehren. Was ja in Teilen auch wünschenswert ist. Ich gebe Ines aber Recht: Manchmal ist es schlicht mindere Qualität, die nicht nachhaltiges Verhalten herausfordert.
    Und alles, was in aller Munde ist, wird zu schnell missioniert und dann geht ihm die Glaubwürdigkeit ab. Deshalb finde ich, wenn jeder von uns Anschaffungen überdenkt, kleine Schritte oder größere geht, dann sind wir auf einem guten Weg.
    Liebe Grüße
    Nicole (lifewithaglow)

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  10. Als DDR-Kind habe ich es gelernt, die Dinge immer wieder zu nutzen und möglichst wenig neu zu kaufen. Wenn ein Gegenstand kaputt ist und man kann ihn mit vernünftigem Aufwand reparieren, dann wird auch repariert und nicht neu gekauft. Außerdem achte ich auf Qualität: Billig gekauft ist oft doppelt gekauft. Alles Binsenweisheiten. Alle anderen Kommentatorinnen haben auch alles schon geschrieben.
    Wichtig ist mir noch zu sagen, daß die Leute, die alles immer neu haben müssen, auch nie Geld haben.
    Bei Tina habe ich gerade einen Kommentar zum Thema Auto hinterlassen, denn ich nicht noch einmal schreiben möchte und deshalb einfach mal hier reinkopiere...

    Das ganz Thema Nachhaltigkeit ist vielschichtig. Oft scheint es mir auch verlogen zu sein. Wenn jeder Mensch mit Sinn und Verstand wirtschaften und einkaufen würde, dann wäre unsere Welt besser. Es machen aber nicht alle mit.
    Wir fahren zwei Diesel. Die werden gefahren, bis sie schrottreif sind. Zu diesem Zeitpunkt wird das dann wirtschaftlichste auf dem Markt erhältliche Fahrzeug ausgesucht, bezahlt und gefahren. Das ist für mich nachhaltig. Prämien für nicht ausgereifte und für den Normalverbraucher zu teure E-Autos zu zahlen und die deutsche Schlüsselindustrie deutlich zu schwächen, halte ich persönlich für eine verfehlte Politik. Allein die Umstände der Rohstoffgewinnung für die Batterien bereiten mir Sorgen. Hierbei habe ich kein gutes Gefühl. Wenn ich als Beispiel die Teslafabrik in Grünheide denke und die mißachteten Sorgen der Anwohner in Bezug auf das Grundwasser in dieser Region überdenke, dann frage ich mich zu Recht, ob das der richtige Weg ist. Zusammengefaßt kann ich für mich sagen: Ich habe nichts gegen E-Autos, aber nicht als halbgares mit auf Steuerzahlers Kosten teuer finanziertes Experiment.

    Ich wünsch Dir eine gute Woche,
    herzlichst
    Susan

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  11. Aber ja, ich reflektiere. Täglich. Und mache vermutlich täglich etwas falsch. Ich bin viel, aber wohl kein Musterbeispiel in Sachen Nachhaltigkeit. Aber immerhin versuche ich es.

    Ich habe mir eine Wohnung gegönnt, die quasi null Energie verbraucht, weil im Rahmen der Internationalen Bauausstellung entstanden als Öko-Projekt. OK, was man an Energiekosten spart, zahlt man natürlich am anderen Ende, aber ich wollt das bewusst so. Und es gibt bestimmt Menschen, die mir vorrechnen, dass ein 100 Jahre altes Haus mit einem ollen Holzofen nachhaltiger ist. Ich fahre elektrisch. Und auch wenn mir jeder E-Auto-Gegner selbstverständlich das von Kindern geförderte Cobalt in der Batterie um die Ohren haut - und natürlich kein Smartphone besitzt, in dem ebenfalls Cobalt verbaut ist - ich gehe davon aus, dass ich der Umwelt einen Gefallen tue anstatt weiter im ollen Diesel durch die Gegend zu fahren. Der fiel übrigens tatsächlich auseinander. Das Auto vorher war ein Totalschaden. Puh, Glück gehabt, immerhin mache ich kein Auto-Hopping ;-)

    Ich habe zwei jung-erwachsene Töchter, die vermutlich beide nachhaltiger leben als ich. Beide leben vegan, beide sind unglaublich informiert über alles mögliche, unter anderem diskutierten wir heute, woher nun der Hafer ihrer Hafermilch kommt. Daher kann ich wohl wenigstens im Bereich Ernährung behaupten, ungefähr 80 Prozent richtig zu machen - allein schon, damit ich hier nicht endlos diskutieren muss *grins*

    Zum Thema Urlaub: Hm, meine Eltern sind seit Anfang der 70er jedes Jahr mit uns in den Urlaub gefahren. Im ersten Urlaub war ich fünf oder sechs, das müsste also 1970 oder 1971 gewesen sein. Und ehrlich gesagt: Meine Freunde fuhren alle in den Urlaub. Und ich habe im Studium auch ein Auto von meinen Eltern bekommen Ist also keine neuartige Erfindung, sowas. Aus mir ist trotzdem ein ganz brauchbarer Mensch geworden.

    Wirklich nachhaltig zu leben dürfte in unserer globalisierten Gesellschaft nicht mehr möglich sein, außer man zieht in den Wald und meidet den Kontakt zur Außenwelt. Das geht schlichtweg nicht. Und andere Menschen an den Pranger zu stellen, weil sie in den falschen Wohnungen leben, die falschen Dinge kaufen und ihre Kleidung nicht selbst nähen, wie es durchaus beliebt ist, dürfte auch nix bringen - außer Frust.

    Liebe Grüße
    Fran

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  12. Das Thema Nachhaltigkeit begleitet mich schon viele Jahre. Nicht, dass ich es deswegen immer konsequent beachtet hätte, aber ich habe immer wieder mein Tun daraufhin reflektiert und es oft auch berücksichtigt. Unser Strom kommt z.B. schon seit Jahren aus erneuerbaren Energien, wir fahren kaum Auto, sondern sehr viel mit dem Rad (ich nun E-Bike der alten Knie zuliebe) und unsere Lebensmittel kommen vom Bioladen (und da natürlich möglichst saisonal und regional). Meine Kleidung trage ich oft Jahre (ich habe tatsächlich noch Stücke im Schrank, die sind 20 Jahre alt) und meine Möbel sind oft vintage. Alles Dinge, die ich gut in meinem Leben unterbringe und dennoch bin ich noch weit davon entfernt wirklich nachhaltig zu sein. Da ist noch viel Luft nach oben.
    Deshalb freue ich mich bei Dir - und auch bei anderen - immer mal wieder was darüber zu lesen.
    Das bestärkt mich und inspririert mich.
    In meinem Shop (da sempre heißt übrigens: von jeher (!) ) verkaufe ich langlebige Mode - Slow Fashion-, aber natürlich lebe ich vom Verkaufen und wenn niemand mehr etwas braucht und will, dann muss ich schließen. Ich spüre die Zwickmühle wohl.

    Mit dem Zelt sind wir übrigens schon vor 60 Jahren in den Urlaub nach Italien und Österreich gefahren. Die Kinder schliefen im Auto und die Eltern im kleinen Zelt... der Koffer war der Tisch und einfache Klapphocker drum herum. Später natürlich wurde das Zelt größer und die Ausstattung luxuriöser. Aber Camping blieb.
    Herzliche Grüße von Sieglinde

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  13. Interessanterweise ist dieses Thema nicht neu, aber ich habe plötzlich den Eindruck, dass alle Blogger, die ich kenne, gleichzeitig darüber schreiben. Was ist jetzt anders, habe ich etwas übersehen? Nun, das Thema ist recht komplex und es geht nicht nur darum, Kleidung zu kaufen oder ob man ein E-Auto fährt oder nicht. Die Probleme sind vielseitig. Ich glaube, ich habe ein Alter erreicht, in dem mein Konsum vollständig kontrolliert, durchdacht und ausgereift ist. Ich brauche niemandem der mir sagt, wie ich leben soll, wo ich kaufe oder nicht kaufe und was ich kaufe soll.
    Ich hatte Eltern, die immer ein gutes Beispiel für mich waren, und ich habe Kinder und Enkel, um das gleiche gute Beispiel für Leben, Charakter und Sozialverhalten weiterzugeben.
    Tolle Fotos, tolle Outfits!
    Liebe Grüße.
    Claudia
    Wir werden nie das Ideal erreichen, weil es nicht existiert. Wenn alle weniger sprechen, sondern handeln würden, wäre die Welt viel besser.

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