[Tall fashion] Trends beißen nicht

 Ich weiß gar nicht woher diese Abneigung gegenüber Trends eigentlich kommt. Und ich meine jetzt nicht nur in der Mode. Wie oft lese ich in den Kommentaren, "Trends interessieren mich nicht". Dabei sehe ich auf den jeweiligen Blogs aber sehr wohl Trends. Oft ist es nämlich so, dass man rein zufällig einen Trend shoppt (weil er einem halt gefällt) oder weil einen eine andere Bloggerin inspiriert hat.

Mode, Trends und Pop-Kultur

Alles ist im Wandel. Und trotzdem bleibt vieles im Leben, wie es ist und schon immer war. Alles hängt von einander ab, beeinflusst sich, stößt sich wieder ab. Nehmen wir nur einmal die Musik der letzten 120 Jahre. Die war definitiv, so wie die Mode auch, mit dem jeweiligen Zeitgeist verbunden. In diesem Zeitraum beginnen die Grenzen zu verschwimmen. Zwischen Volksmusik und dem, was wir heute „klassische Musik“ nennen. Und es entwickelte sich eine erste Version der Popkultur. Schallplatten waren eine echte Innovation und schon bald für die meisten erschwinglich. Mann musste nicht mehr weit reisen, um in der Oper Musik zu hören. 

Und plötzlich waren Musik und Mode eng verwoben. Und noch ganz viele andere Kunstformen auch. Vermutlich nicht nur Kunstformen. Auch Literatur und Politik. Die Musiker und Modedesigner von heute haben 120 Jahre Fundus und dazu noch einen Schwung ethnischer Einflüsse, auf deren Basis sie neue Musik und neue Mode erstehen lassen können. Junge Bands spielen „alte“ Musik und tragen „alte“ Mode, alte Bands spielen „neue“ Musik und tragen seit 60 Jahren immer die aktuelle Mode.

Herbsttrends 2021 Musterstrick oversized Steppweste Lederröhre derbe Boots

Mal gibt’s Trends, die einem besser gefallen, mal gibt’s welche, die man nicht schön findet oder in denen man sich nicht (mehr) wohl fühlt. Die jungen Menschen können „alte Mode“ tragen und sich frisch fühlen. Die älteren unter uns haben zwar meist schon einen persönlichen Stil. Aber das schließt doch nicht aus, dass man im eigenen Schrank „shoppt“ und den Fundus neu kombiniert. Mir macht das irre Spaß. Immer gleich auszusehen zu müssen, würde sich für mich anfühlen, als würde man mich zwingen auf der Stelle zu treten. Mein Mindset ist auch immer mit einer Lebensphase, mit deren Musik und der Kleidung verknüpft, die ich zu der Zeit getragen habe oder positiv damit verbinde.

Ich würde einen Trend nicht ausschließlich mit einem ganz bestimmten „Kleidungsstück“ verbinden wollen. Trends sind die Summe aus vielen Komponenten. Schnitte, Farben, Materialien, Texturen, zitierten Jahrzehnten und Zeitgeist. Um das mit dem eigenen Alter, dem Farb-, Figur- und Stiltyp mixen zu können, dass es sich für einen selbst stimmig anfühlt, muss man sich aber damit beschäftigen.

Wie schon mehrfach gesagt, ich mache das für mich eigentlich schon „immer“. Seit ich 16 bin bestimmt. Fehlkäufe hatte ich in den all den Jahren kaum. Einzig die Farbetemperatur hat mir früher öfter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich weiß ganz genau, was ich will, um einen ganz bestimmten „Trend“ nachzubauen oder "Look" zu erzielen. Wenn ich es nicht schon (oder mehr) im Fundus habe, suche ich danach. Ich habe meine Kleidung sehr, sehr lange. Ich trenne mich zwischenzeitlich auch von nichts mehr, was noch gut ist, nur weil ich es nach einigen Jahren nicht mehr tragen mag. Ich glaube in einer winzigen Wohnung mit wenig Stauraum würde ich Depressionen bekommen.

In dieser Herbstsaison will ich das Pferd mal von hinten aufzäumen. Euch erst ein paar Kombinationen zeigen und zum Schluss eine Zusammenfassung schreiben. Sunny’s Trendbarometer quasi. Was haltet Ihr davon?

Heute habe ich die ersten paar „Trends Herbst/Winter 21/22“ zu einer Kombination zusammengepackt

  • Trendthemen: Strick 2.0 (auffällige Strickmuster) * Steppweste * Oversized
  • Zitiertes Jahrzehnt: 60er Jahre (Après-Ski-Strickpulli)
  • Trendmaterialien: Wolle (Pulli) * Leder (Hose)
  • Schuhe: Derbe, wetterfeste Stiefel
  • Tasche: Die könnte man wegen der Nieten und wegen des silbrigen Taschenkörpers unter „Glam up“ subsumieren. Könnte. Wenn man will. Aber es heißt ja immer, alles kann, nix muss, nechchch.
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Party Tasche * Glam up/Glanz und Glamour 

Von den gezeigten Sachen ist einzig die Taschenklappe „Brave Heart“ neu. Aber die habe ich Euch im letzten Post schon gezeigt.

Strick 2.0 * 60er Jahre * Après-Ski-Strickpulli

Das älteste Stück ist wohl der dunkellilane Strickpulli, leicht oversized, mit dem auffälligen Zopfmuster. Den habe ich mir aus 100% Schurwolle zu Beginn der 90er selbst gestrickt. Und nie getragen. Man muss – wie hier das schwarze Hemd – nämlich unbedingt was drunter ziehen. Die Schurwolle kratzt auch nach 30 Jahren wie die Hölle. Ich habe ihn sehr bald an meinen Vater gegeben, der ihn viele Jahre lang, in kalten Wintern, zum Schneeschaufeln an hatte. Er lag da noch immer in seinem Fundus. Und darf jetzt weg. Sagt er. Mal schauen, was er sagt, wenn ich ihn zur Tonne trage.

Dieser Trend war, ist und bleibt nichts für mich. Nur im Pulli ist mir draußen zu kalt, eine Jacke passt kaum drüber und drinnen ist er mir zu warm. Ich trage deshalb seit Jahren keine Strickpullis aus Wolle mehr.

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Steppweste

Die Weste stammt von ca. 2005 (war das mal „Trend“). Passt über und unter Jacken und ist zum Übergang ein treuer Freund, obwohl sie die letzten 5 Jahre auch nicht mehr wirklich oft im Einsatz war. Mal schauen, wie es in der kommenden Saison für die Weste laufen wird.

Der Schal. Durfte nur wegen der „aufhellenden“ Optik zusammen mit der Sonnenbrille aufs Bild. Beides mindestens 5-15 Jahre hier im Fundus.

Leder und derbe Boots

Die Lederröhre und die Boots habe ich auch schon eine geraume Zeit. Für mich und meinen Stil grundsätzlich Klassiker. Es freut mich natürlich, dass solche Stücke seit einigen Jahren immer zum „Winterbild“ gehören.

Bloggerkollegin Ines zeigt aktuell auch einen Trendpulli mit „halbem Rollkragen“ auf Ihrem Blog. Aber nicht in kühlem Lila, sondern in einem absolut „trendigem“, warmen Orangeton. Da fällt mir gleich wieder die ü30Bloggeraktion vom letzten Herbst ein, wo es uns um die beiden Herbstfarben Pflaumenblau und Kürbisorange ging.

Kommt mir gut ins und durchs WE, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund
Sunny


Kommentare

  1. Vielen Dank fürs Trendbarometer :-)

    Ich gehe mal davon aus, dass Steppwesten (mit oder ohne Daune) in diesem Herbst trenden. Die waren in den letzten Jahren eher spärlich zu sehen, in diesem Herbst hängen sie überall. Ich mag die Dinger (schon seit sie zum letzten Mal Trend waren...) und habe meine Sammlung gleich mal um eine erweitert. Jahrelang hätte ich genau die Farbe gern gehabt, jetzt gibt es sie endlich.

    Strickpullis - hm, waren die jemals untrendig im Herbst? So sicher wie sich die Blätter verfärben gibt es doch Strickpullis in den Läden. Bei den wirklich dicken Pullis geht es mir wie dir. Jacke passt nicht drüber, drinnen sind sie zu warm. Mit Steppweste gehts draußen allerdings. Ansonsten denke ich mal, dass Pullunder wie im letzten Winter ein Trend sind. Ich mag die Dinger gern.

    Eine Abneigung gegen Trends habe ich nicht, aber ich weiß, was du meinst. Ich freu mich, wenn Dinge, die ich mag, zum Trend werden. Dann ist die Auswahl größer :-)
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Mit den Steppwesten sehe ich es wie Du. Was hast du jetzt für eine Farbe gekauft?
      Das Ding war damals ein echtes Schnäppchen. 29,90€, ich weiß es noch wie heute. Ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig. Es könnte um 2003/4 gewesen sein. Ich war damals schon alleinerziehend, 20 Stunden in Teilzeit und mein Klamottenbudget war schmal.

      Strickpullis gibt es ganz klar immer im Winter. T-Shirts will da ja dann auch keiner. Ganz klar. Aber diese Oversized-Teile im Musterstrick, die habe ich tatsächlich schon viele Jahre nicht mehr gesehen.

      Pullunder habe ich 2003/4 auch getragen. Über schmalen 70er Blusen. Zu hüftigen Schlaghosen. Aber eng. Nicht so weit und im Preppy Look, wie man sie jetzt findet.

      Genauso ist es. Ich freue mich, wenn Dinge die mir gefallen wieder zu bekommen sind. Und ich mag es, sie "frisch" zu tragen. Ich würde jetzt nicht die selben Kombinationen tragen, wie 2003/4. Selbst wenn ich tatsächlich alle notwendigen Teile noch hätte.

      BG Sunny

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  2. ich mache die trends :-D
    kann mich z.b. noch gut erinnern, wie ich vor 15 jahren einen "omma"-plissee-rock im 2.hand gekauft hab und getragen - die blicke! ca. 10 jahre später waren die dinger der neue heisse sch****.....
    dito vintage look, raw edges, dirndl fusion - nur die skinny jeans hab ich nicht verbrochen ;-P
    und ich weis noch, wie der BW und ich in der frühzeit unserer beziehung rumgesponnen haben, wir haben einen dackel (der hätte so gut zu unserem vintage look gepasst) - ein hund, der damals nur noch in alten filmen zu existieren schien - und 5 jahre später tauchten dackel plötzlich überall auf auf grafiken (werbung/geschirr/textilien) und in echt am berliner hipster!
    der BW sagt immer "die hören uns ab" ;-D

    dein anzug ist dir prima gelungen! schwarz mit lila - danke für die kombi - sieht klasse aus am wintertyp. dicke strickpullover sind eine notwendigkeit im winterlichen BWH - meist noch mit einer lammfellweste drüber. zum glück stört mich das kratzige der wolle nicht - am schönsten kratzt der echte isländer, aber auch vintage norweger sind nicht ohne :-D
    muss ich mal "in die stadt" oder in "normale" haushalte, muss ich mich umziehen - statt pullover blüschen und strickjacke - letztere zum sofort ausziehen wenn drinnen.........
    schönes weekend! xxxx

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    1. Dackel?? ;-) Ich kenne die Tiere natürlich. Meine Cousina hatte von 1975 an einen Rauhaardackel. Ich persönlich fand ja immer die mit den glatten, rötlichen Haaren schöner.....
      Ansonsten... Ich kann mich nicht erinnern, dass Dackel "Trend" wären. Aber wahrscheinlich achte ich einfach zu wenig darauf.
      "Die hören uns ab...." Ich lach mich schlapp.
      Stimmt. Meine Ma hatte einen tollen "Norweger". Wunderschön gestrickt. Aber für mich "un-er-träg-lich".
      Stimmt. Strickjacken sind perfekt. Man kann sie an und ausziehen - fürs Büro fand ich das gut.
      BG Sunny

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  3. Deine Ausführungen zum Thema Trend unterschreibe ich Wort für Wort! ich weiß auch nicht, woher die Abneigung kommt, dabei lassen wir uns doch alle ständig beeinflussen, auch manipulieren (klingt böse, ist aber so...!) - schau Dir doch allein mal das Thema Ernährung an. Früher wurde das Fett verteufelt, heute der Zucker - ich sag nur: Superfoods. klar sind das Trends, was denn sonst?
    Ich laufe dem Trend jetzt nicht "hinterher", muss nicht alles haben, aber mich interessiert schon was gerade in ist und auch mir macht es Spaß, zu schauen, wie ich es für mich umsetze. Mode macht doch Spaß!
    An Dir sieht man, dass auch "alte" Kleidungsstücke klasse (und gar nicht alt) aussehen müssen. Alles kommt wieder, z.B. jetzt die Westen. Da freut es mich, dass ich noch eine Steppweste und eine (selbst abgeschnittene, also die Ärmel) Jeansweste habe - schon lieg ich wieder im Trend :-DDDD
    Liebe Grüße Maren

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    1. Naja. Nur weil etwas zum "Trend" ernannt wird, ist man ja nicht gezwungen zu folgen. Aber Du hast natürlich recht, je öfter man etwas sieht und hört, umso eher ist man geneigt, es zu glauben und es, irgendwann, als eigene Meinung zu übernehmen. Funktioniert dummerweise auch bei "falschen, politischen Parolen".
      Jaaa. Es wäre vermutlich gerade beim Essen wichtig, einfach nur zu essen, wenn man richtig Hunger hat, langsam zu essen und aufzuhören, wenn man sich satt fühlt.
      Ich wiege ja immer meine Nudeln. Und wenn ich sage, mir reichen 40/50g (je nach Sauce/Beilage) locker nach einem Tag im Homeoffice, dann gucken die Leute immer, als wäre ich nicht bei Trost.
      Genau. Es macht einfach Spaß. Denn Weltfrieden retten kann Mode vermutlich nicht.
      BG Sunny

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  4. Entscheidend finde ich, Trends nicht nur wegen des Trends zu tragen, dann kann man schnell ein Trendopfer werden. Aber wenn einem etwas aus der aktuellen Mode gefällt, kann man es gut - ob alt oder neu im eigenen Schrank - einsetzen, um einen zeitgemäßen Look daraus zu kombinieren.

    Kratzige Wolle braucht kein Mensch. Wie gut, dass der Pulli dennoch getragen wurde. Wäre sonst schade um die Mühe, Material und Geld gewesen.

    Danke für die Erwähnung!

    LG Ines

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    1. Ja, ich war auch froh, dass mein Pa ihn haben wollte. Auch wenn mit dicken Nadeln, habe ich schon ne Zeit dran gestrickt.
      Danke für den informativen Pulli-Post.
      BG Sunny

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  5. Trends laufe ich lange nicht mehr nach. ich muss nicht alles haben.
    Lasse mich aber gerne von etwas schönem aktuellem begeistern .
    So würde ich es für mich beschreiben ;)
    LG heidi

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    1. Sich für Trends zu interessieren und sich davon inspirieren lassen, bedeutet ja nicht, ihnen nachzulaufen.
      Die Trends zu kennen ist das eine. Zu wissen, ob sie was für einen sind, das andere. Und das Dritte, ob man sie dann für sich selbst umsetzten will.
      BG Sunny

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  6. Ich weiss was Du meinst, keine Ahnung weshalb das gern weit von sich gewiesen wird. Ich mag Trends.Ich schaue ja auch immer gängige Magazine und Blogs.Verfolge die Fashion Weeks und die Schauen. Ich steh einfach drauf und es interessiert mich ungemein. Auch ein Trendbarometer von Dir interessiert mich! 😉 Und Du hast recht, das hat natürlich immer etwas vom Zeitgeist. Such die früheren Epochen werden durch Musik, Kunst und Mode geprägt. Es ist viel komplexer.
    Ich bin gern dabei und klar picke ich mir raus was ich gern mag. Denn das kostet mich ja mein sauer verdientes Geld. 😊
    Schade dass der Pulli kratzt, die Farbe ist klasse. Aber er wurde ja getragen! Du hast ihn also damals nicht umsonst gestrickt. Ich mag es wuenDu Modethemen angehst und aktuelle Trends beleuchtest und umsetzt. Gefällt mir.
    Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina

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    1. Ja, ich bin wirklich froh, dass Pa den Pulli genutzt hat. Natürliche Funktionskleidung aus Schurwollt.
      Das freut mich, dass Du auf meine Sicht auf die Trends wert legst. I will give my very best.
      BG Sunny

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    2. ich freu mich schon. Einfach mein Lieblingsthema. 😊
      Schönen Dienstag, liebe Grüße Tina

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  7. Dem Trend entkommt frau nicht, schließlich sind die Läden voll davon. Und es ist ja auch schön, wenn sich mal wieder was ändert oder neu interpretiert wird. Nicht alles gefällt mir und das Wenigste mache ich mit. Aber wie die Zeit sich wandelt, so wandelt sich auch die Mode. Natürlich habe ich im Laufe meines langen Lebens auch erlebt, wie so mancher Trend wiederkommt und so bist Du gut beraten, Deine guten Stücke lange aufzuheben. Du hast es ja schon erlebt, dass sie eines Tages wieder Trend sind. Auf jeden Fall sieht Dein alter, selbstgestrickter Pullover voll trendy aus so wie Du ihn gestylt hast!
    Und ich freu mich, dass Orange mal wieder im Trend ist und camelfarben. Genau mein Ding!
    Da habe ich gleich mal bei einer Kaschmirjacke zugeschlagen!
    Schön, dass Du die Trendanalysen immer mal wieder hier machst. Ich finde es immer interessant.
    Einen sonnigen Sonntag wünscht Dir, Sieglinde

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    1. Sind sie das? Also die Läden voll mit Trends? Ich frage so blöd, weil ich ja kaum mehr in Läden komme. Oft ist es ja so, dass etwas auf der Trend-Liste steht und nirgends zu bekommen ist. Damn. Wenn das etwas ist, was ich gerne hätte, bin ich dann schon irgendwie angepi***t.
      Orange und Camel gehen für mich leider gaaar nicht. Aber zwischenzeitlich ist ja bei den Farben für alle Farbtypen das richtige dabei.
      Freut mich, dass Dir mein Blick auf die Trends gefällt.
      BG Sunny

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  8. Ich mag Trends, vorausgesetzt, sie treffen meinen Geschmack. Ich würde nie ein trendiges Teil kaufen, wenn es mir nicht gefällt. Und wenn ich ein Trendteil kaufe, weil ich es mag, wird es natürlich auch dann getragen, wenn der Trend schon wieder vorüber gegangen ist. Leider sind manche Trends seit ein paar Jahren viel zu schnelllebig geworden. Sie halten oftmals nur ein paar Monate an. Und da wundert es mich nicht, dass viele, die sich nicht gerade mit der Mode beschäftigen, von bestimmten Trends überhaupt nichts mitbekommen. Früher hatte ich des öfteren Fehlkäufe. Das passiert mir heutzutage nur noch ganz selten. Ich habe mal spaßeshalber eine lange Steppweste anprobiert und sah darin wie ein Michelin-Männchen aus ;-). Dabei mag ich die Westen bei anderen Frauen sooo gerne leiden. Mal sehen, vielleicht läuft mir ja irgendwann eine vorteilhafte Steppweste über den Weg.
    Dein Looks gefällt mir ausgesprochen gut. Den Pulli mit dem Zopfmuster finde ich richtig schön.
    LG
    Ari

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    1. Findest Du? Also ich meine, dass Trends schnelllebig sind? Ich finde eher, die Modelandschaft ist sehr "träge" geworden und es dauert Jahre bis sich etwas durchsetzt und wieder verschwindet. Oft bekommt man es ja noch gar nicht zu kaufen, wenn es "Trend" ist/wäre. Jetzt spüre ich zum ersten Mal wieder eine leichte Veränderung. Aber das ist natürlich auch nur ein persönlicher Eindruck.
      Unter uns. Für mich ist eine lange Steppweste nicht alltagstauglich. Aber dann kann natürlich auch mit unserem Wetter hier zusammenhängen. Wenn ich jemand mit wo einer Weste sehe, dann ist es zumeist eine, die offensichtlich aus der wetterfesten Funktionsjacke ausgezippt/geknöpft wurde und jetzt solo am Start ist.
      Ja, von dem Muster war ich damals auch sehr gegeistert. Ich stricke eigentlich gerne Muster, weil sie mehr Konzentration verlangen, als nur geradeaus. Mehrfarbige Pullis sind ein irres gefrickelt, das ich mir in diesem Leben nicht mehr geben werde.
      BG Sunny

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  9. Zitat Sunny: "Ich glaube in einer winzigen Wohnung mit wenig Stauraum würde ich Depressionen bekommen." Ich auch! Umso mehr bewundere ich Leute wie Maren/Farbwunder, die alles in ihrer Wohnung perfekt unterbringt.
    Trends? Manchmal muß man sich "reingucken" und plötzlich gefällt es einem. Ein Beispiel bei mir sind weiße Autos. Vor ein paar Jahren fand ich das fürchterlich und jetzt gefällt es mir (trotzdem haben wir drei schwarze...😎). Bei Kleidung ist es bei mir ähnlich: Plötzlich finde ich etwas richtig gut, wenn ich es ein paarmal gesehen habe. Wiederum bedeutet das nicht, das ich jeden Trend mitmachen kann. Das beste Beispiel sind die von Ari benannten Stepper. Ich sehe darin wirklich aus wie ein Michelin-Männchen, obwohl die Daunenjacken in der Werbung immer so chic aussehen. An mir aber eben nicht. Insofern bleibt nur probieren und mit wachsamen Auge in den Spiegel gucken, ob es paßt oder eben nicht. Dann zieht der Trend an mit vorbei.
    Herzliche Grüße
    Susan

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    1. Ja, ich denke auch, bei der "Mode" ist ganz viel Gewöhnung der Augen mit dabei. Gerade bei den Schnitten und daraus resultierenden Proportionen.
      Ich kann mich noch zu gut an die 8/9 Klasse erinnern. Ich trug einen dunkelblauen Trachtenrock zu Chucks und Stulpen in der Schule. Das war zwar Trend, aber kein Mainstream. Ich wurde tatsächlich angesprochen, warum ich denn "mutwillig" Sachen tragen würde, die den Jungs nicht gefallen. Ich glaube die Mädels haben meine Antwort nicht verstanden. Weil es mir schlicht egal ist, ob es den Jungs "gefällt". Diese "gefällige Gefallsucht" widerstrebt meinem Weltbild. Und das hat sich in fast 40 Jahren nicht geändert. Auch, dass die meisten Damen der "gefälligen Gefallsucht" auch heute noch frönen, zeigt mir, dass sich in Sachen Eigenständigkeit und Feminismus doch weniger getan hat, als befürchtet.
      Ich finde es langweilig, dass es bei Autos auch "Modefarben" gibt. Vor allem, weil diese eher langweilig sind.
      BG Sunny

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  10. Wenn es einen Trend gibt, der mir gefällt, dann ziehe ich das auch an. Wäre ja blöd, wenn ich nicht zugreife. Dabei kombiniere ich gern unterschiedliche Dinge nach Geschmack selbst zusammen. Modezeitschriften etc. inspirieren mich dabei eher selten. Eher andere Bloggerinnen.

    Schön, dass der Strickpulli getragen wurde. Kratzige Wolle kann ich auch nicht ausstehen.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Genau so ist es, Sabine. Der Vorteil an Modezeitschriften ist, dass man hier durch die "Deutlichkeit" erst einen Eindruck bekommt "wo der Kern des Wandels sitzt".
      Schade das Schurwolle so kratzig ist. Wir hatten mal von irgendwo einen peruanischen Lama(?)pulli. Der hat nicht nur gekratzt, sondern auch gestunken. Wunderschön, aber untragbar.
      Keine Ahnung, wie meine Mutter den "moralisch unbedenklich" entsorgt hat.
      BG Sunny

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  11. Trends zu verstehen, zu mögen und zu konsumieren gehörte schon immer zu meinem Leben, aber es war immer wichtig zu wissen, was gut für mich ist und nicht nur das zu nutzen, was die Mode zu bieten hat! Nur so kann ich alles, was mir die Mode bietet, voll ausschöpfen! Ich liebe es, Looks neu zu erfinden und alte Trends, die ich bereits in meinem Closet habe, neu zu interpretieren. Deine Auswahl ist großartig, Stücke, die fast klassisch sind und nie aus der Mode kommen!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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  12. Liebe Sunny,
    ja ja, die guten Trends... Ich kaufe sogenannte Trendteile (manchmal hat man ja kaum eine Wahl, haha), aber nur, wenn ich weiß, dass das für mich ein langlebigerer Trend ist und das Teil auch dann noch von mir getragen wird, wenn ihm kein Trend mehr anhaftet.
    Kratzige Pullis finde ich gemein. In meinem alten Wollgeschäft hat sich die Besitzerin immer scheckig gelacht, wenn ich gefragt habe, ob ich die Wolle mal kurz an meinen Hals schubbern darf- der sagt mir nämlich sehr genau, ob das 'meine' Wolle ist.
    Steppwesten- finde ich toll. Schon immer. AAABER: Mir ist superschnell kalt in ihnen an den Armen. Sie werden also angeschmachtet, aber viiel zu selten getragen.
    Pullis draußen- als Kind hat meine Tante mir einen Pulli gestrickt, der wie der deine drinnen zu warm war. Also habe ich ihn bibbernd als Jackenersatz getragen, weil ich mich so sehr über das Geschenk gefreut habe. Heute mache ich das nicht mehr.
    Ich finde gut, dass du deine Sachen aufbewahrst. Ich mache das auch. Nur bei Blusen finde ich es schwierig- manche Kragen gehen einfach gar nicht.
    Liebe Grüße
    Nicole

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