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Ich beschloss die Arbeitssaison 2025 im Dezember nach einer langen
Krankschreibungsphase und nach kurzen Rückkehr in den Job bereits am
18.12.. Und startete am 19.12. gleich mit einem Besuch des Gärtnerplatztheaters
in die "Festive Season", wies auf Neu-Insta-Germish so schön heißt. Rudis
Schwester musiziert und singt - vor allem in der Weihnachtszeit - öffentlich
in Kirchen, nicht nur im Chor sondern auch Solo. Wir hatten ihr deshalb die
Karte zur Zauberflöte, mit gutem Blick auf den Orchestergraben zum 60. Geburtstag geschenkt. Wir haben sie dahin natürlich auch begleitet.
Die Zauberflöte geht für mich eigentlich immer. Die Handlung ist recht kurzweilig und
die Musik von Mozart absolut zauberhaft.
Prinz Tamino soll im Auftrag der Königin der Nacht deren Tochter Pamina aus
den Händen des vermeintlich bösen Sarastro befreien. Doch je weiter Tamino
vorankommt, desto verwaschener wirkt sein ursprünglich eher schlichtes Weltbild von Gut
und Böse.
Sarastro ist gar nicht der finstere Typ, der er sein soll. Dafür erscheint ihm die
Königin plötzlich eher von Rache als von Sorge getrieben. Sind das alle
Teile des Puzzles? Kann er die Wahrheit erkennen?
Wer manipuliert hier eigentlich wen, und welche Kräfte sind wirklich am
Werk? Auf seinem Weg, Pamina zu retten, beginnt Tamino, sich selbst, seine
Überzeugungen und die Welt grundlegend zu hinterfragen.
Tamino hat das ganze Stück über einen identisch in Turnschuhe, Cargohose,
Hoodie und Fliegerjacke gekleideten „Zwilling“ dabei. Was wie ein
„Schnupperpraktikant“ wirkt, könnte als sein inneres Ich interpretiert
werden, das ihn bei der Rettung der Prinzessin und auf dem Weg zum
Erwachsenwerden als stiller Beobachter begleitet.
Dieser Twist hat mir in der modernen Inszenierung gut gefallen. Der Zwilling
ist natürlich kein klassischer Charakter aus Mozarts Oper und Schikanedas
Libretto, sondern eine zeitgenössische Ergänzung, die Taminos inneren
Reifeprozess und seine Unsicherheiten sichtbar macht.
Aber nicht nur diese Mozart Oper empfinde ich bei jeder Aufführung als
spannender und inspirierender, auch das frisch renovierte Gärtnerplatztheater
mit seinem exzellenten Kundenservice (Bar, Garderobe, eingeblendete Texte (in
Deutsch/Englisch) und Infomails) bei jedem Besuch schöner.
Schaut Euch das Video an, die 8 Minuten sind es wert. Sie bringen Euch nicht nur Mozart sondern auch der Mystik der Welt selbst ein bisschen näher.
Die Zauberflöte wird in dieser Saison noch zweimal im März gespielt. Daneben sind jetzt noch einige Vorstellungen von Don Giovanni und Figaros Hochzeit im Kalender. Mal sehen, vielleicht gehen wir ja, anlässlich meines Geburtstags im März, zu einer der beiden Opern. Mozart kann man immer hören.
Das Schauspielhaus im Herzen Münchens kann mich immer wieder mit seinen Produktionen locken. Egal ob im Winter, im Frühling oder im Sommer. Es ist immer einen Besuch wert.
Pailletten sind bekanntlich in der Weihnachtszeit so angesagt, wie Seide. Also hab ich für dieses Event mal wieder mein zeitloses
Silvesteroutfit 2021/2022 hervor geholt. Nachdem ich in der Pause zum Prosecco gerne eine Zigarette rauche, habe ich mir
das dicke Tuch mitgenommen, das ich vor einigen Jahren freundlicherweise von
Sabine Gimm geschenkt bekommen habe. Es ist perfekt für die Gelegenheiten, zu denen der Mantel an der Garderobe abgegeben wurde und man doch nochmal raus will.
Mögt Ihr Mozart? Wer hatte schon die Gelegenheit die Zauberflöte oder eine andere Mozart Oper live zu sehen?
Kommt mir gut in den Sonntag, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund
ich mag mozart sehr!
AntwortenLöschenhabe die zauberflöte mehr als einmal gesehen, die eindrücklichste in den 80ern am weimarer nationaltheater - ganz vorn in der zweiten reihe - die arie der königin der nacht war fast nicht auszuhalten ;-D ausserdem extrem oppulente und phantasievolle kostüme im rokoko-stil.... ein fest.
deinen anzug finde ich auch zauberhaft! elegant mit frechem maus-twist :-D und dass die tasche und das tuch matchen (quasi auf den 2. blick) ist besonders grandios!
xxx
Es freut mich - wie immer - dass Dir meine Kleiderwahl gefällt.
LöschenIch habe die Zauberflöte schon ein paar Mal gesehen. Immer im Gärtnerplatz. In den 80ern mit der Schule. In den 90ern. Vor einigen Jahren mit Rudis Eltern und diesmal mit seiner Schwester. Und dazwischen bestimmt auch noch ein weiteres Mal.
Das war jetzt tatsächlich das erste Mal mit etwas moderneren Kostümen und einem modernen Bühnenbild. Da die Geschichte so abgefahren ist und einen mystischen Inhalt hat, hat es mir tatsächlich nichts ausgemacht, dass die Kostüme und Bühnenbild etwas abgespeckt wirkten. Es kamen Elemente der älteren Versionen zum Einsatz und gleichzeitig wurde mit mehr moderne auch mehr Klarheit in die Szenen gebracht.
BG Sunny
Die Zauberflöte ist lange her, aber gut im Gedächtnis. In alter Version. Aber nicht minder verzaubernd gewesen.
AntwortenLöschenIch liebe Deinen Look, die zwinkernde Mickey mit Paillettengefunkel passt so toll zum roten Blazer und schwarzen Rock. Gute Idee mit dem Tuch, wobei ich ja nicht rauche.☺️
Das Theater sieht toll aus, kein Wunder, dass es Dich immer wieder anlockt, Solche Geschenke sind doch auch die besten. 💕
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina
Es freut mich, dass Dir das Outfit gefällt. Wir haben dort sogar Barbara Schöneberger an der Sektbar "getroffen". Ich würde sagen, mein Look stand dem ihren in nichts nach. Tatsächlich kam ich in der "optisch abgespeckten" Version dem Kern der Geschichte näher als bei der Variante mit der sehr prunkvollen Ausstattung. Das lenkte mich tatsächlich einwenig ab.
LöschenUnd ja. Das sind wirklich schöne Geschenke.
BG Sunny
Liebe Sunny,
AntwortenLöschenich gehöre zu denen, die moderne Bühnenbilder und Inszenierungen in 99 % der Fälle nicht mögen. Ich weiß, dass ich damit als veraltet gelte, aber ich stehe dazu 😉 (kann es jedoch akzeptieren, wenn andere anderer Meinung sind als ich): Wenn bei einer modernen Inszenierung der Dreigroschenoper Mackie Messer wie der Joker aus dem Marvel-Universum aussieht oder Siegfried in einer Wagner-Oper statt eines Schwerts eine Käsereibe hält und Wotan aussieht wie der Jäger von Türnitz, finde ich das nicht nur lächerlich, es lenkt mich ab, es stört den Gesamteindruck. Natürlich kann ich versuchen, das auszubenden, aber lieber wäre es mir anders: Ich will Theater oder Oper gern so sehen, wie es (vermutlich) auch der oder die Schöpfer des Stücks sich vorgestellt haben... Ich habe mir das Video angesehen / angehört, und die Stimmen sind wirklich toll - aber das, was die Frau gesagt hat - dass die Zauberflöte ohne die Musik von Mozart, ohne das Libretto von Schikaneder nicht vorstellbar ist - gilt für mich auch für ein opulentes Bühnenbild mit passenden Kostümen. Ich habe die Zauberflöte zweimal gesehen, einmal ganz klassisch, einmal mit einem extrem kunstvollen Bühnenbild des Malers Ernst Fuchs, eine Phantasieorgie, passend zum Inhalt, und so gefällt mir das.
Wie kriege ich jetzt die Kurve zu deinem Outfit? Das ist einerseits prima theatertauglich, andererseits durch Mickey frisch und witzig - und ja - ich denke, du magst es durchaus, wenn eine Inszenierung modern gehalten wird - dazu passt es dann richtig gut!
Alles Liebe ❄️☃️, Traude
https://rostrose.blogspot.com/2026/01/reisebericht-2025-vogelbegegnungen.html
Tatsächlich war ich bis vor kurzem auch der Meinung, dass es mir auch so gehen würde. Im Prinzip mag ich "klassische Umsetzungen" sehr gern. Hier waren die Kostüme aber schon "normal/alt". Bis auf den den Tamino eben, der für mich dadurch wirklich menschlicher und normaler wurde. Und seine Charakterentwicklung war in der "modernen Gestalt" für mich tatsächlich fast glaubhafter.
LöschenWir hatten hier auch eine "lustige Stoffschlange". Insgesamt war die Umsetzung in meinen Augen zu 80% klassisch. 20% reduziert und in winzigen Teilen modern. Das war oK für mich.
Ich glaube das Theater lebt vom Stammpublikum, dass mehrmals im Jahr die Oper besucht. Hier wird natürlich immer auch mal was neues und für das ganz junge Publikum auch moderneres versucht.
Ich finde hier ist der Mix aus Tradition und Moderne ganz gut gelungen.
Und klar. Kurve hin oder her. Es freut mich, dass Dir mein Outfit dafür gefällt.
BG Sunny
Ja, Mozart geht immer.
AntwortenLöschenDas Theater sieht sehr schön aus, eine tolle Kulisse für einen Opernabend. Wünsche dir, das du im März noch einmal Gelegenheit hast dir eine Oper dort anzusehen. Solche Abende bleiben unvergesslich.
Dein Outfit in den Schneewittchen-Farben gefällt mir sehr, es steht dir hervorragend.
Liebe Grüße
Dein Daumendrücken hat geholfen, wir haben für März die Karten zu "Figaros Hochzeit" gerade eben bestellt. :-) Ich freu mich schon drauf.
LöschenUnd natürlich freut es mich, dass Dir mein Outfit gut gefällt.
BG Sunny
Ein sehr cooler Theater-Look. Es freut mich, dass das Tuch immer noch zum Einsatz kommt. Ich mag all zu moderne Inszenierungen nicht so gern. Etwas abgeschwächt vielleicht. Insgesamt mag ich lieber Rockopern.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Sabine
Ich freue mich immer, wenn ich das Tuch raus holen kann. Es ist schon sehr geräumig. Aber es gibt immer mal wieder Gelegenheiten, wo es wirklich perfekt passt. Danke nochmals.
LöschenIch mag "ganz modernes" Theater auch nicht. Man sollte schon noch erkennen, wo die Sache spielt. Ich finde der Mix aus passendem Bühnenbild und "klassischen" Kostümen sehr schön. Gerade wenn die Story nicht in der Realität spielt.
Ich war tatsächlich auch schon mal bei einer Rockoper, die wie ein Musical aufgezogen war. Haben wir in größerer Gruppe einer Freundin zum 40. Geburtstag geschenkt und sie dann natürlich auch dorthin begleitet. Einzig die Bestuhlung war platzmäßig eine Frechheit. Das Stück selber war sehr schön.
BG Sunny
Was für ein schöner Opernabend! Die Zauberflöte geht einfach immer, und der Gedanke mit Taminos „innerem Ich“ gefällt mir!
AntwortenLöschenIch liebe klassische Musik und Mozart inklusive sehr, aber das ist für mich auch so ein Genuss-Thema: Ich liebe ihn, brauche aber auch den richtigen Moment dafür. In Wien habe ich ihn einmal „live“ erlebt – das war schlicht magisch, ein Gänsehaut-Moment.
Gärtnerplatztheater, Mozart, Mickey Maus und Pailletten – klingt nach einem perfekten Abend, liebe Sunny!
Danke fürs Mitnehmen!
Gruß & Kuss,
Claudia
Wäre ich Tamino, so ganz alleine Unterwegs, mit großem Auftrag und einem durchgeknallten Vogelfänger an meiner Seite. Ich würde mich auch nach einem Vertrauten sehnen. :-)
LöschenIn Wien eine Mozart-Oper zu sehen ist sicher nochmal ein ganz besonderes Vergnügen. Dabei war Mozart ja quasi ein gebürtiger Bayer. Denn nach dem Rückzug der Römer war Salzburg über 600 Jahre Teil Bayerns. :-)
1756, als Mozart geboren wurde, war Salzburg ein eigenständiges Fürstentum innerhalb des Heiligen Römischen Reiches, regiert von Fürsterzbischöfen. Zwischen 1803 und 1816 war Salzburg Bayrisch. Erst dann kam es zu Österreich. Hier haben wir heute also ein bisschen Geschichte on top. :-)
Danke für Deinen Kommentar Claudia, BG Sunny
Vielen Dank für ein weiteres Stück Geschichte, liebe Sunny – darüber freue ich mich immer! 💕
LöschenG&K