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Herzlich Willkommen zur aktuellen ü30Blogger Monatsaktion. "Denim, so mag ich es am liebsten". Schön, dass Ihr alle wieder vorbei lest. :-)
Denim ist natürlich mein Thema. Ihr kennt mich fast alle seit bald schon 15
Jahren. Und wir hatten bei den ü30Bloggern schon dann und wann
eine Blogparade (2015), die sich um Jeans drehte. Aber das ist eigentlich nichts,
verglichen dazu, was Ihr in den letzten 15 Jahren an Jeans Looks bei mir auf
dem Blog gesehen habt. Ich mag Jeans gern in ganz dunklem Blau, in knalligem
Tintenblau und in frischem, klaren Himmelblau. Nichts, was irgendwie einen
Grün- oder Gelbstich hat.
Ich glaube, ich habe in meinen bewusst erlebten 40 Jahren Jeans-Trends noch kein
Jahr erlebt, wie das Jahr 2026. Noch nie gab es so viele Schnitte und Farben wie
in diesem Jahr. Von Skinny - ja, angeblich bleibt sie im Schrank - ist wieder im
Trend, über schmale Röhren, gerade geschnittene Jeans, der Bootcut, Karotten-
und Barreljeans, bis hin zu Marlene ist alles dabei und auch käuftlich zu
erwerben.
Verkürzte Jeans mag ich nicht. Stehen mir nicht und gefallen mir selten an
anderen Leuten. Wir kennen eine (Mitbloggerin), an der sehen sie aber absolut
gut aus, genauso wie Karottenjeans. Karottenschnitte mag ich nicht, stehen mir
nicht. Für mich ist eine Jeans so lang, dass sie gerade nicht auf dem Boden
aufkommt. Lieber schlage ich sie auf. Ob sie nun hell ist oder dunkel, schmal
oder weit ist, spielt dabei keine Rolle. Oben, am Bund, sollte nichts drüber
quellen. Lieber zu weit, als zu eng. Meiner Meinung nach stehen schmale Jeans
jedem und jeder. Damit macht man nie etwas falsch. Das ist klassisch und
lässig.
Kaputte Jeans mag ich nur, wenn sie wirklich "echt" abgetragen und
ausgebessert sind. Künstliche Löcher finde ich immer schwierig. Zu viel
Plastik in der Jeans mag ich auch nicht. Gerade helle Jeans mit 18% Polyester,
neben 2% Stretch und 80% BW sehen aus wie Plastiktüten. Und das wird immer
schlimmer. Von ausreichend langen Hosen will ich gar nicht reden.
"Früher" - also die letzten 20-25 Jahre - habe ich meine Jeans bei einem
deutschen Hersteller gekauft, der alle Jeans in 36er Länge hatte. Machen sie
nicht mehr. Zu wenig Nachfrage, wie man mir auf Anfrage erklärte. Jetzt hat
man als Frau mit langen Beinen wieder nur noch die Option Herrenjeans zu
kaufen, oder Fast Fashion "aus" England. Die haben lange Jeans (noch) im
Sortiment. Schade. Sehr schade.
Heuer sind neben den "klassischen" blauen Jeans auch "farbige", wie
olivgrüne, rote usw. angesagt. Alle diese Hosen sind aus Denim bzw. Twill
(Webart) gemacht. Eine "echte" Jeans ist zwar als Denim gewebt, aber es
werden nur die Längsfäden mit Indigo blau gefärbt. Die Querfäden sind
ungefärbt. Deshalb ist die Jeans innen heller als außen. Indigo durchdringt
die Faser nicht. Sie wird nur von außen mit dem Farbstoff umhüllt. Wird
diese Hose über Jahre getragen und gewaschen entsteht das "Fading", was ihr
erst den charakteristischen Look gibt.
Das ist mit auch der Grund, warum ich heute keine farbige (olivgrüne, weite)
Jeans ausgesucht habe, sondern eine sehr dunkelblaue, bisher noch wenig
mechanisch geschädigte Version aus meinem Schrank. Ich wollte für diesen
Post verschiedene, aktuelle Trends verbloggen. Sonst wäre das ganze doch
etwas langweilig.
Wir halten uns heute also zwischen Olivgrün, Braun und Blau auf. In den
jeweiligen Varianten der in 2026 angesagten Pantone Farben. Cognac und
Hellblau waren auch schon zusammen mal Ende der 90er schwer in Mode. Da habe
ich das ebenfalls gerne zusammen angezogen. Heute habe ich für den ersten
Look meine dunkelbraune Lederjacke (1995) aus dem Schrank geholt. Dazu wurde
ein "Krawattenschal" zur Krawatte gebunden. Den habe ich mir 1993 von einer
KGST Schulung (Verband für kommunales Management) in Bochum mitgebracht, wo
ich zwei Wochen ein Organisatoren Seminar mit Leuten aus ganz Deutschland
besuchen durfte. Das ist mir noch gut und lebhaft in Erinnerung.
Mit einer Kollegin bin ich damals jeden Tag auf dem Weg vom Hotel zur
Tagungsstätte an einem tollen Geschäft mit kuratierter Mode und tollen
Accessoires vorbei gekommen. Ganz klar, dass wir da zwei, drei Mal
reingeschneit sind. Ihr werdet es nicht glauben, aber auch 1993 waren
Krawattenschals schon einmal der "heiße Scheiß". Das Seidentuch lag die
letzten Jahre unbeachtet in einer meiner Tücherschubladen. Aber jetzt ist
seine Zeit gekommen.
Ein weiterer Trend im Frühling 2026 ist es, Jeansjacken oder Jeanshemden als
zweite Jacke zwischen Shirt und Blazer zu packen, um die Sache etwas wärmer
zu machen. Ein offizieller Stylingvorschlag ist hierbei, ein weißes
Basic-Shirt, eine Jeansjacke und ein Wollblazer in Brauntönen zu
kombinieren. Letzteren besitze ich nicht. Und ich werde mir auch deshalb
keinen zulegen. Ich trage ja eigentlich kein Braun. Ich hab hier also die
Lederjacke (1995), mit dem Two-Tone-Oversized-Jeanshemd (2025), dem
Krawattenschal (1993) und einer weiten, dunkelblauen, taillenhohen Jeans
kombiniert.
Gestern bin in München zur Mammografie gewesen. Und weil ich da bei dem
schönen Wetter meine Schritte ein bisschen ausdehnen wollte, habe ich statt
brauner Stiefeletten die
Animal-Print-Sneaker von Gabor (2015 oder früher) ausgeführt. Da passen die Sporteinlagen rein,
damit läuft es sich super. Die neuen
Mokassins (2025) wären natürlich auch noch eine "angesagte" Idee gewesen. Aber die
sind mir insgesamt noch ein bisschen zu leicht und zu frühlingshaft. Es war
zwar gestern schön, aber wenn die Sonne weg ist und man im Schatten läuft,
sind 10 Grad jetzt auch nicht gerade warm.
Von meinem Weihnachtsgeld habe ich mir einen neuen,
jeansblauen Taschenkörper Best Triple
von Zoe-Lu mit einem
passenden Kurzhenkel
gekauft. Die Tasche ist insgesamt etwas größer und verfügt über drei Fächer.
Da passt tatsächlich einiges rein und man behält auch gut die Übersicht. Mit
Brauntönen lässt sie sich auf alle Fälle perfekt kombinieren. Aber es wären
mir natürlich auch noch andere Varianten eingefallen.
Apropos Varianten. Für etwas wärmere Tage passt die
braune "Wildlederjacke"
aus 2025 ebenfalls sehr gut ins Bild. Und auch ein weiterer Trend, oder
nennen wir es Stilelement in 2026, der geknotete Pullover. Ihn sich um
die Schultern zu legen, setzt für mein Dafürhalten ein Poloshirt mit
aufgestelltem Kragen und eine Zeitreise nach 1986 voraus - BWLer Look
halt.
Den leichten Pullover allerdings seitlich um die Hüften zu tragen bzw.
zu binden ist für mich ein optischer Kniff ("Flächen teilen"), den ich
schon seit den frühen 90igern nutze. Um die Kombination noch etwas zu
variieren, habe ich den Krawattenschal wie ein aktuelles Nickituch, eng
bzw. kurz um den Hals gebunden.
Der Olivgrüne Pulli wohnt auch schon ein paar Jahre bei mir und ist
immer noch ein dankbarer Kombipartner.
Ihr seht schon mit den paar Teilen lassen sich eine Menge an Outfits
zusammenstellen. Man kann unterschiedlich layern, bzw. einzelne Teile
verschieden binden und knoten.
Wie geht Ihr an Mode und Trends heran? Speziell jetzt bei Jeanstrends?
Auch erst einmal mit dem Fundus? Mixt Ihr aktuelle Farben und neue
Schnitte? Oder kombiniert ihr ein Outfit und zieht es dann die ganze
nächste Saison genauso an?
Kommt mir gut durch den Freitag, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund
Sunny
Guten Morgen, Sunny, zur Zeit mixe ich bunt und munter mit meinen Jeanshosen von dir💕 ich überlege noch den Kauf einer sehr weiten Jeans, bin mir aber nicht sicher und würde erst mal eine in einem Geschäft Anprobieren. Aber im Prinzip bin ich sehr zufrieden mit meiner Auswahl in Denim. deine Outfits finde ich allesamt spannend und sehr modern. Die Jeansjacke ist besonders und total im Trend, um die beneide ich dich.😅 sehr schön, auch mit der braunen Jacke, so getragen, steht dir das wunderbar, auch wenn es nicht deine Farbe ist. Du weißt genau wie du das in Szene setzen musst. Die neue Tasche hat eine tolle Farbe und du hast das ganz toll mit der Klappe kombiniert. Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina
AntwortenLöschendeine kombis sind alle sehr geschickt ausgewählt - schönes spiel mit warm und kalt und diversen texturen - und es sieht super lässig aus wie das bei jeans sein sollte!
AntwortenLöschenjeans hat hier nur der bahnwärter - klassisch dunkelblau, locker sitzend wie in der 1.hälfte des 20.jahrhunderts.......
für mich gibt es vielzuviele herrliche stoffe die auch noch besser zu tragen sind als denim - de nîmes übrigens, stoff aus nîmes in frankreich ursprünglich :-D
xxx
Ich kann mir dich ohne Jeans überhaupt nicht vorstellen, liebe Sunny. 😄 Sie gehören einfach zu dir – wie dein klarer Blick auf Mode und dein ganz eigener Stil. Und die heutigen Looks mag ich total! Und ja… ich bin immer noch ganz verliebt in dein Two-Tone-Jeanshemd! 💙 Das hat so einen "coolen" Präsenz und passt dir einfach perfekt! Und die Tasche ist wunderschön!
AntwortenLöschenZu deinen Fragen: Ich orientiere mich natürlich schon an aktuellen Trends – einfach, weil ich Mode spannend finde und gerne schaue, was sich verändert. Gleichzeitig gehe ich aber immer zuerst durch meinen eigenen Kleiderschrank. Meine Einkäufe passieren eher spontan – wenn mich etwas anlacht, darf es mit. Außerdem, nicht jede Jeans von früher passt mir heute noch so wie damals. Leider eigentlich! 😉 Details machen für mich den Unterschied. Ich liebe es, Trendfarben mit neuen Schnitten zu kombinieren und interessanter zu machen. Genau das macht Mode doch lebendig – und nicht einfach nur „angezogen“.
Danke für deinen inspirierenden Beitrag!
Gruß & Kuss und schönes Wochenende!
Claudia
Ausreichend lang muß die Jeans sein, da bin ich ganz bei dir.
AntwortenLöschenDie Farbpalette, die du zusammengestellt hast, ist toll. Das Violett in der Palette macht den Unterschied, das ist richtig hübsch zu den anderen Farben.
Dein Outfit ist schön und passt perfekt und stimmig zu dir. Die Zoe-Lu ist in dem Blau wieder einmal mein Highlight. Die machen echt schöne Taschen. :)
Liebe Grüße
Hochwasserhosen finde ich echt schwierig. Vor allem weite Jeans sehen komisch aus, wenn sie zu kurz sind. Ansonsten könnte man das auch als 7/8 durchgehen lassen.
AntwortenLöschenDu bist für mich die klassische Jeansträgerin. Die Look gefallen mir. Ich selbst bin nicht so der Typ, der Pullover um die Schultern hängt oder um die Hüften legt. Finde es bei anderen aber sehr lässig.
Liebe Grüße
Sabine
Ja, liebe Sunny, Jeans sind wohl Deins. Besonders gut gefallt mit das Outfit mit der braunen Jacke. Und eine blaue Jeansjacke brauche ich auch mal wieder. Meine hatte ich leider schon vor Jahren wieder weggegeben...muß wohl in geistiger Verwirrung passiert sein. Schade, daß Du keine langen Jeans in Deiner Größe mehr bekommst. Und zuviel Synthetik im Jeansstoff mag ich auch nicht...aber das kommt leider schleichend. Und zerrissene Jeans sind für mich ein No-go.
AntwortenLöschenDir auch eine gute Zeit und liebe Grüße
Violetta
Ja, Jeans sind wirklich meins. Das Outfit mit der braunen Jacke? Braunes Glattleder oder braunes Wildleder?
LöschenNaja. Jeansjacken variieren im Schnitt ähnlich wie die Hosen. Ich hatte in den 90ern eine, die wohl eher sowas wie Fledermausärmel hatte. In den 2000ern zwei dunkle schmale und in den 2010 auch eine helle.
Die mochte ich damals. Die aktuellen Jeansjacken-Formen gefallen mir allerdings gar nicht. Ich mochte sie gerne zu Sommerkleidern. Die neuen Formen mag ich nicht dazu. Jeans-Jacken haben bei mir also gerade Pause. :-)
Ja. Kleidung gebe ich nur ungern weg, wenn sie passt. Ich muss sie ja nicht tragen. Aber irgendwann kommt der Tag, da habe ich wieder Lust darauf. Vielleicht auch 20 Jahre später.
Ich kann mir schon vorstellen, warum so viel "Plastik" verarbeitet wird. Aber das wäre ein Thema für einen neuen Blogpost.
Echt "zertragene" Jeans mag ich auch geflickt. Ge-upcycled.... Aber es muss natürlich auch zum Stil Person passen.
BG und ein schönes WE
Sunny