Aufbruch zum Mond - bescheuerter Titel - guter Film

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Sonnenaufgang im Weltall

Ein durchaus sehr moderner Film. Auch wenn der deutsche Titel, so sperrig wie er ist, eher Schlimmes hätte ahnen lassen. Der Originaltitel „First man“ trifft es viel besser. Neil Armstrong war der erste Mann, der einen Fuß auf den Mond setzte. Nicht mehr und nicht weniger. Wir haben den Film letzten Sonntag im Kino gesehen und obwohl ich wusste, dass die Geschichte gut ausgeht, habe ich bis zum Schluss mitgefiebert.

Weder Actionfilm noch Roadmovie

„Aufbruch zum Mond“ ist definitiv keine Komödie und in meinen Augen auch kein Heldenepos. Viel eher ein Drama mit Happy End. Der Film berichtet von vielen Tragödien, vielen Verlusten. Eine Familie, die ein Kind verliert, eine Frau die jahrelang um ihren Mann besorgt ist und trotzdem unglaublich stark wirkt. Freunde und Kollegen die ihre Einsätze nicht überleben. Ein echtes Drama, das extreme Gefühle und extreme Taten zeigt.

Neil Armstrung US-Astronaut

Wie er wohl war?

Neil Armstrong (Wikipedialink) scheint ein guter Mann und liebevoller Vater gewesen zu sein. Ein charmanter, musikalischer Typ. Ein stiller, zielstrebiger Kerl. Kein schillernder Star. Aber ein sehr mutiger Mann. Mit viel Selbstvertrauen. Ein guter Pilot und erstklassiger Ingenieur. Und nach meiner Ansicht auch mit der nötigen Portion Unbekümmertheit für so einen gefährlichen Job gesegnet. Vielleicht aber auch einfach mit der Fähigkeit, sich auf ein Ziel zu fokussieren. Aber so oder so war er Teil einer Mission mit ungewissem Ausgang.

Ziemlich authentisch

Die enormen Kräfte, die auf die Raketen wirkten, die Enge in der es die Piloten aushalten mussten. Ich hätte mich wirklich gefürchtet. Mich hätten da keine 10 Pferde hineingebracht. Obwohl so ein Ausflug ins All für mich als Sci-Fi-Fan durchaus reizvoll wäre. Außerdem hatte die Bodenkontrolle wohl alles andere als die Kontrolle. Letztlich waren alle Piloten dieses ambitionierten Weltraumprogramms auf sich selbst, ihr Können, ihre Beherrschtheit und ihr Glück angewiesen.

Buzz Aldrin US-Astronaut

Nicht alles ist planbar

Wenn es wirklich so war, wie der Film erzählt, dann ist Neil Armstrongs Besuch auf dem Mond nichts als eine teure Laune des Schicksals. Außerdem sollten wir Buzz Aldrin (Wikipedialink) nicht vergessen, der kurz nach Neil die Mondoberfläche betreten hat. Und Michael Collins, der auf die beiden wartete, bis sie mit ihrer kleinen Raumfähre vom Mond zurückkehrten. Hut ab. Ganz allein im Orbit zurück zu bleiben, finde ich noch gruseliger, als eine notwendige Aufgabe zu erfüllen.

Viele Fakten, kaum Fiktion

Der Film hält sich an die Fakten, zeigt wenig Fiktion. Aber der vom Regisseur gewählte Blickwinkel auf die Ereignisse macht den Film so besonders und auch so realistisch. Vorlage für den Film war die autorisierte Neil-Armstrong-Biografie ("First Man") und die dort niedergeschriebenen Fakten, an die man sich hielt. Angefangen von den Funksprüchen bis hin zur bereits formulierten Presseerklärung des Präsidenten im Falle des Scheiterns. Das ist vermutlich normal, dass so etwas vorbereitet wird. Im Ernstfall muss eben alles geregelt sein. Bei der Queen hat man auch schon seit Ewigkeiten festgelegt, was im Falle ihres Ablebens getan werden muss.

Sonne und Mond

Meine Liebe zu den Sternen

Keine 4 Monate nach meiner Geburt landete Neil Armstrong auf dem Mond. Am 16.7.1969. Davon habe ich natürlich als Säugling nichts mitbekommen. Aber ich war schon bald Fan der US Science Fiction Serie „Raumschiff Enterprise“. Das ist eigentlich die Serie, die ich in meiner Kindheit am meisten geliebt habe. Lustig finde ich, dass sie „nur“ von 1966-1969 gedreht wurde. Keine Ahnung, ob sie eingestellt wurde, weil man ja nun tatsächlich auf dem Mond gelandet war. Auf alle Fälle habe ich damals geglaubt, dass die Menschen viel schneller, viel weiter ins All vordringen würden.

Das hat sich nicht bewahrheitet. Aber dafür wurde endgültig ein neues Filmgenre mit vielen tollen Figuren und Serien geboren. In diesem Sinne „Live long and prosper“ (Artikelempfehlung) und „Möge die Macht mit Euch sein“ (Wikipedialink).

Sunny

(Alle Bilder via Pixabay zur freien, kommerziellen Nutzung ohne Bildnachweis)

Kommentare

  1. Danke für,die Vorstellung des Films. Ich habe einen Heiden Respekt vor den Menschen, die etwas erforscht haben, sei es der Mond oder auch der Urwald, als da noch keiner war und eine Rückkehr nicht selbstverständlich. Ob ich den Mut hätte, wage ich mal zu bezweifeln. Auchdas Drumherum wird gerne vergessen: die Enge, die Schwierigkeiten bei der Körperpflege und dem Essen etc. Seine ein interessanter Film gewesen zu sein. Und was den Plan für den wirst case angeht. Eine ehemalige Kollegin warf im Erstberuf beim BND und einige Jahre älter als ich. Es gibt für alle schlimmen Ereignisse einen Plan, das wollen wir aber nicht wirklich wissen.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Oh ja ich hätte es auch gruslig gefunden allein zurückzubleiben. Ich war fast drei, aber davon habe ich natürlich auch nichts mitbekommen. ICh denke oft da draußen ist sicher noch was, aber dann will ich es eigentlich gar nicht wirklich wissen. Daran sind sicher die Science fiktion Filme schuld, die nicht gut ausgehen.;)
    Klingt interessant, ins Kino gehe ich zwar nicht, aber wenn der Film dann online verfügbar ist schaue ich mir den sicher an.
    Schönen Sonntag, liebe Grüße tina

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  3. Mensch, ich hab bisher nichtmal Bohemien Rhapsodie geschafft, da kommst du schon wieder mit nem Film. Frechheit ;-) Klingt spannend. Ach ja, ich sammle tatsächlich Fotos und Infos für Nachrufe. Ist so in meinem Job. Ich mag ihn trotzdem. Astronaut dagegen wäre nix für mich. Ich würde mir wohl vor Angst in die Hose machen.

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  4. Habe schon überlegt, ob ich mir den Film anschaue. Jetzt wo ich deinen Beitrag gelesen habe glaube ich das der Film sehr interessant ist. Danke fürs vorstellen.
    Liebe Grüße Bo

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