East Coast Feeling mit einem Philly Cheese Steak Sandwich

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Heute möchte ich Euch hier zwei unserer Versionen des Philly-Cheese-Steak-Sandwiches vorstellen. Ich gebe es offen zu, ich esse gerne Fleisch. Nicht nur weil es mir gut schmeckt. Das natürlich, in aller erster Linie. Ich esse grundsätzlich nichts, was mir nicht schmeckt. Mein Gott, was man mir in Kindertagen an Gemüse reingebettelt hat, es passt auf keine Kuhhaut. Der Geschmack ist das eine, ich mag diesen leicht metallischen Geschmack. Um so dunkler und blutiger das Fleisch ist, um so lieber mag ich es.

 Philly Cheese Steak Sandwich

Würde ich kein Fleisch essen, würde ich mich von Nudeln, Reis, wenig Kartoffeln und diversen Weißmehlspeisen ernähren müssen. Ich würde zu kugeln beginnen und wäre vermutlich schon vor Jahren geplatzt. Ich fühle mich wohl mit Fleisch, Milch, Milchprodukten und Eiern. Vollkornbrot, Müsli, Obst und Salat bzw. Gemüse in homöopatischen Dosen.

Aber ich lege Wert auf Fleisch, das unter artgerechten Bedingungen gewachsen und unter vernünftigen Umständen sein Leben beendet hat. Es ist durchaus hilfreich, wenn man das Tier hat aufwachsen sehen und wenn man letztlich dabei ist, wenn es getötet wird und sich das Tier in Fleisch wandelt. Wer in die Kirche geht, weiß was ich mit "wandeln" meine. Wichtig ist hier wie da, der Respekt. Der Respekt für das Tier, das glücklich auf einer Wiese aufwuchs um sein Leben zu lassen um letztlich mich und meine Familie zu ernähren. Egal ob Hase, Schwein, Lamm, Rind/Kalb oder Reh, das sind Lebewesen wie Du und ich. Die ein gute Leben hatten, bevor sie kurz und schmerzlos vor Ort vom Metzger getötet, geschlachtet und zerlegt werden.

Es wird Euch also nicht wundern, dass ich Fleischverarbeitende Betriebe und den Begriff "Fleischproduktion" ablehne. Und ich bin nicht der Ansicht, dass irgendwer Anspruch auf billiges Fleisch haben könnte. Soll er sich eins jagen, wenn er sich kein vernünftiges kaufen kann oder will.
Die Bedingungen für die Tiere und für die Menschen, die die Tiere schlachten und im Akkord zu Fleisch- oder Wurstwaren verarbeiten müssen, sind absolut unwürdig und verachtenswert.

 Philly Cheese Steak Sandwich

Machen wir eine einfache Rechnung auf. 

Vier Münchner fahren mit einem SUV  30 km aufs Land und zurück. Macht 60 km. Diesen, mit 50 Cent pro Kilometer veranschlagt, kostet die Fahrt 30 €. Die vier kehren in einem urigen Landgasthof ein und genießen 4 Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln (18€) und 2 Getränke. Macht für alle vier 100 € ohne Trinkgeld.

Gehen wir davon aus, eines dieser Schnitzel wiegt 150g/170g. Vier solcher Schnitzel sind für z.B. hier für 42 € erhältlich. Allerdings in Bioqualität. Es gibt bestimmt auch in Eurer Nähe Bio-Hof-Schlachter, wo man größere Mengen abholen und zu Hause verarbeiten bzw. einfrieren kann. Aber gehen wir davon aus, es kommen noch 20€ Versand dazu. Das ist die Hälfte des Preises, den ein Ausflug mit dem Auto zum Schnitzelwirt kostet. Und für 18€ pro Schnitzel kann er kein Biofleisch anbieten.

Ich empfehle also eine Radeltour in den von hier 8 km entfernten Biergarten des Schnitzelwirts. Und zu Hause gibt es dann die selbst heraus gebratenen Wiener Schnitzel. Hinter folgendem Link findet Ihre eine wirklich gute, authentische Anleitung. Aber heute soll es ja gar nicht um Wiener Schnitzel gehen. Sondern um Philly-Cheese-Steak-Sandwiches. Wichtig für den typischen Geschmack ist der Philadelphia-Frischkäse und eine Chipotle-Sauce, alle übrigen Zutaten sind ganz Eurem Geschmack überlassen. Passend dazu Boston, für mich der East Coast Sound schlechthin.

 Philly Cheese Steak Sandwich

Am liebsten nutzen wir die "regionale" Stangensemmel​ unseres Dorfbäckers. Es funktionieren aber auch Ciabatta (Vorteil: flach) oder Baguette. Auf den Boden kommt Philadelphia-Frischkäse. Diesmal haben wir Schweinefilet in super dünne, kleine Stücke geschnitten, mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken in etwas Öl scharf angebraten. Rindersteak schmeckt auch sehr gut, Huhn oder Pute funktionieren sicher auch. Zwiebeln, jeweils 2 cm von einer fein aufgeschnittenen roten, grünen und gelben Peperoni und etwas Knoblauch werden angebraten, mit dem gebratenen Fleisch gemischt und kurz in der Pfanne mit Käse "überschmolzen". Im Original wird Provolone empfohlen, der ist aber schwer zu bekommen. Scamorza oder Cheddar funktioniert genauso gut.

Das Zwiebel-Fleisch-Käse-Gemisch kommt auf die mit Philadelphia​ bestrichene​ Semmel (Baguette) und obendrauf kommt Chipotle-Sauce oder Chipotle-BBQ-Sauce, ganz nach Eurem Geschmack.

Lecker sag ich Euch. Kommt mir gut durch den Sonntag, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund Sunny

Kommentare

  1. Guten Morgen Sunny, ich esse ja zur Zeit grad kein Fleisch mehr, weil mich alles rund darum wirklich ekelt. Fleischfabrik.... da vergehts mir wie Dir. Ich esse es eh nicht gern. vegetarier würde ich mich jetzt nicht nennen, denn wenn ich tatsächlich mal wieder Lust auf ein Schnitzel habe und da ein Biobauernhof mit Restaurant grad ist esse ich vielleicht eins.
    Ich bin ganz bei Dir. Fleisch sollte gezielt lokal gekauft werden und nicht im Discounter. Die Massen und Mengen... Fleischfabrik! find ich schlimm.
    Ich wäre für Fleischkauf beim lokalen Metzger mit Vorbestellung und angemessenem Preis. Früher hatten auch nicht immer alle 3 x täglich Fleisch auf dem Teller.
    Dein Gericht sieht allerdings lecker aus und Du hast gutes Fleisch gekauft. Ich würd sagen das schmeckt man auch sicher?!
    Wünsche einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

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    1. Ja, es war sehr gut. Wenn die Qualität gut ist, merkt man das. Vor allem läuft das Fleisch beim braten nicht um die Hälfte ein, verliert kaum Wasser und schmeckt eben nach Fleisch.
      Ich denke es lohnt sich wie überall Qualität zu kaufen. Lieber weniger und dann mit Genuss essen. BG Sunny

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  2. du hast dann wohl "nomadengene" :-D
    (gab mal so´ne theorie: bauern essen eher pflanzenkost - nomaden fleisch)
    ich esse auch gern fleisch, aber wie du habe ich einen gewissen qualitätsanspruch dabei. deswegen esse ich wenig fleisch - weil gutes fleisch teurer ist und weil ich es frisch kaufen muss (einfrieren mag ich ja nicht). mehlgeschichten dagegen waren noch nie mein favorit - obst und gemüse in roh, letzteres aber auch in allen möglichen zubereitungsarten, und milchprodukte gerne.......
    dein rezept klingt lecker, mit ein paar justierungen im detail eine gute idee für einen sommerabend!
    xxxx

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    1. Fleisch, schmeckt wie eigentlich alles, frisch besser als eingefroren. Aber wenn man sich ein Lamm o.ä. teilt, dann bleibt einem nichts anderes übrig. Die ersten zwei Portionen gibts frisch, den Rest übers kommende halbe Jahr verteilt aus der Truhe.
      Meine Oma war echt eine Mehlspeisen Königin. Schinkennudeln, Käs'spatzen, Maultaschen, Rupfhauben, Semmelnudeln, Pfannkuchen, Millirahmstrudel, Schupfnudeln, Zwiebelnudeln, Rohrnudeln, Dampfnudeln. Alles in ordentlich Butterschmalz. Davon wirst Du kugelrund. Dazu eingewecktes Obst, vorwiegend Zwetschgen und Äpfel. Marmelade aus Stachelbeeren, Ringlo, Erdbeeren und Johannisbeeren. Mit Gemüse hab ichs ja nicht so. Bis heute nicht.
      Und die Oma hat einfach gekocht, was ich essen wollte. Sie mochte das auch alles. Und hatte einfach keinen Bock mir immer das Gemüse reinzubetteln, was es dann halt am Sonntag zum Fleisch gab. Blaukraut, Weißkraut, Wirsing, Erbsen, Karotten, Kohlrabi, rote Rüben. Dazu Kartoffeln. Und Fleisch. Ich mag eigentlich nur Bohnen, Lauchgewächse, Tomaten und Paprika, Gruken. Oder, an meinen persönlichen "Festtagen" Schweinebraten mit Semmelknödeln und Krautsalat. Salat war sonst immer nur grün und bitter.
      Du siehst ich bin ein schwieriger Fall. Ist zu viel grün auf dem Teller, esse ich zu wenig. Und bekomme bald wieder hunger. Und dann esse ich halt, was mir so in die Finger kommt.
      BG Sunny

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    2. Stopp. Spinat habe ich vergessen, den mochte ich schon als Kind, komischerweise. Brokkoli auch. Blumenkohl gar nicht.

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  3. Über die Lebensmittelversorgung sollte generell mal wieder nach gedacht werden.
    Was spricht gegen regional und Jahreszeitlich angebotene Produkte ?
    Oder gegen ausschließlich nur Bioprodukten ?

    Meinetwegen würde es gar keine anderen mehr geben .
    Aber ich fürchte das bleibt alles nur Wunschdenken

    LG Heidi

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    1. Lebensmittel sollten nur Bio sein. Chemie hat da nix drin verloren.
      Was gegen regional und saisonal spricht? Würde es nicht das ganze Jahr Äpfel, Bananen, Paprika und Tomaten geben, würde ich nur gefrorenen Spinat und Bohnen zu mir nehmen. Oder halt kein Gemüse mehr essen. Für mich ist es ein echter Segen. Das was es in meinen Kindertagen als Gemüse gab würde mir auch jetzt nicht auf den Tisch kommen. Ich mag es einfach nicht. Lieber esse ich gar nichts. Ich hätte also die Wahl zwischen platzen und verhungern.
      BG Sunny

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  4. Ich esse gerne und oft Fleisch, meist ganz klassisch mit Kartoffeln. Vegetarier könnte ich niemals werden. Dann würde ich wohl doch auch oft zu kalorienreicheren Alternativen greifen ;-). Das sieht nebenbei sehr lecker aus. Da bekomme ich doch gleich Appetit.
    Liebe Sunny, ich wünsche Dir einen angenehmen Wochenstart.
    LG
    Ari

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    1. Ich sehe schon, wir sind uns einig. Von einem Teller Gemüse würde ich nur grantig aber nicht satt werden. BG Sunny

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  5. Hin und wieder macht mein Mann Burger hier zu Hause, ich liebe es! Aber mit viel Salat, Tomate & Co.;) Mit dem in Stücke geschnittenen Fleisch haben wir es nie gemacht, danke für die Idee!
    Jetzt hab ich Hunger.. auf Burger!;)
    Wir essen nicht jeden Tag Fleisch, aber auch wir unterstützen unsere lokalen Metzger und Bäcker, da wir sicher sind, dass alles von guter Qualität ist!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Wenn ich Rinderburger mache kommt auch Salat und Tomate drauf. Aber natürlich auch Käse und vor allem Speck :-))))
      Wir sind alle in der glücklichen Lage für Lebensmittelqualität einen angemessenen Preis zu bezahlen. Das Problem sind die "ärmeren" Menschen, die eben auch gerne Fleisch essen würden. An die wird dann leider der billig produzierte Schrott verfüttert.
      BG Sunny

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  6. Ich esse zwar kein Fleisch aber ich bin ganz bei dir. Und meine Milchprodukte kommen vom Biohof im Nachbardorf. Da springen die Ziegen über die Wiese wie man sich das in Büllerbüh vorstellt. Natürlich ist das teurer, artgerechte Tierhaltung kostet eben und die Hofinhaber müssen ja auch noch einen Gewinn machen. Wovon sollen die sonst leben? Ich bin immer erstaunt, dass viele einfach nicht verstehen, dass Lebensmittel eben ihren Preis haben. Wenn es um das eigene Gehalt geht, haben ja auch alle eine konkrete Vorstellung....
    Jetzt ist das Leid der Tiere in den Medien aber ich fürchte, dass sich wieder nichts ändern wird. Wie immer, die Skandale sind nicht neu und die Zustände in der Fleischindustrie auch nicht. Und letztlich wird nur der Konsument etwas ändern, indem er verzichtet. Aber das wird nicht passieren, da doch noch zu viele nach billigem Fleisch/ Wurst greifen. Ich für meinen Teil habe meine Entscheidung längst getroffen und kann nur hoffen, das immer mehr einsehen, dass Tierwohl seinen Preis hat. Vielleicht hilft dein Artikel ja ein bisschen beim Umdenken.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Uii, jetzt hast Du es gesagt. Das böse Wort. Verzichten. Warum kann man nicht einfach mal verzichten. Interessanterweise macht Verzicht glücklicher als es nicht zu tun. Materielle Dinge machen nicht glücklich. Sie betäuben nur. Ich glaube nicht, dass mein Artikel etwas hilft.
      Außer vielleicht doch mal das Auto stehen zu lassen und das Rad zu nehmen.
      BG Sunny

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  7. Ich bin bei Dir, und daher versuche ich, soweit es nur geht, Fleisch und Milchprodukte regional zu kaufen. Inzwischen habe ich sogar eine Quelle entdeckt, wo die Rinder auf der Weide erschossen werden und das Fleisch dann gleich daneben im Bauernhof verarbeitet wird, Bioqualität außerdem.
    Liebe Grüße, Rena
    www.dressedwithsoul.com

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    1. Das wird hier bei den Hofschlachtungen auch so gemacht.
      BG Sunny

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