Lichtstreif am Horizont - meine Corona-Impfung

 Es war am vergangenen Sonntagmorgen, als Rudi ins Schlafzimmer kam und mich mit den Worten „Guck mal in Deine Mails, vielleicht hast Du auch Post vom Impfzentrum. Ich darf einen Termin für die Impfung vereinbaren“ aus süßen Träumen riss.

Schlagartig war ich hellwach. Wir sind ja schon länger registriert gewesen, aber außer meinem 83 jährigen Vater hatte bisher niemand aus der Familie einen Impftermin angeboten bekommen. Ich glaube das war so ziemlich die beste Nachricht, die mich in den letzten 13 Monaten erreichte.

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Plötzlich reißt der Himmel auf

Am Freitag hatte ich erst meine bestehende Anmeldung um ein wichtiges Detail ergänzt. Und zack. Keine zwei Tage später war sie auch schon da, die frohe Kunde. Das wichtige Detail ließ uns quasi direkte auf eine „impffähige“ Position rauschen. Wir haben uns noch vor dem ersten Kaffee und quasi im „Nachtgwand“ einen gemeinsamen Impftermin am vergangenen Dienstag vereinbart.

Wie es kams dazu?  Ich kann jetzt nur für Bayern sprechen. Wie die Anmeldung und die Priorisierung der Impfreihenfolge in anderen Bundesländern funktioniert, weiß ich leider nicht.

Die besondere Kontaktsituation

Wie Ihr wisst, lebe ich eigentlich mit meinem Vater in einem Haus, kümmere mich mit um seinen Haushalt, kaufe ein, koche für ihn mit, übernehme das Onlinebanking, fahre und begleite ihn zu Arztterminen. Wie mir eine Kollegin in vergleichbaren „Verhältnissen“ dann zufällig am Freitag verraten hat, wären wir deshalb - ebenso wie sie - in einer „besonderen Kontaktsituation“ und könnten dies für die Priorisierung mit anbringen. 

Dafür genügt ein formloses Schreiben der über 80 jährigen Person um die man sich kümmert. Darin muss stehen, worin die Unterstützung genau besteht. Und der alte Mensch darf hier maximal zwei Kontaktpersonen benennen, die diese Aufgaben übernehmen. Ein Pflegegrad bzw. ein entsprechender Bescheid sind NICHT notwendig.

Die „Bewerbungsmappe“

Dieses Schreiben mit Briefkopf, o.g. „Erklärung“, Rudis und meinen Daten und einer Kopie vom Perso meines Vaters habe ich getippt, zweimal ausgedruckt und meinen Vater für jeden von uns unterschreiben lassen. Am Montag habe ich mit seinem Kardiologen gesprochen, der mir dann noch eine passende Bescheinigung ausgestellt hat. Doppelt hält besser.

Obwohl ich alle Dokumente zusammen hatte, die meine Angaben bestätigten, war ich fast schon nervös. Ich bin mir vorgekommen, als wenn es zum Verstellungsgespräch geht. Dabei habe ich schon lange keins mehr gehabt. Allein daran sieht man schon, wie wichtig mir diese Impfung ist.

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Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Wir haben uns jetzt seit einem Jahr von anderen fern gehalten. Und seit Ende Oktober buchstäblich isoliert. Selbstquarantäne quasi. In geschlossenen Räumen habe ich mich ohne Maske nur mit Pa und Rudi aufgehalten. Ja, das ist extrem. Aber es minimiert das Risiko einer Ansteckung wirklich enorm. Wir wollten weder uns, noch meinen Vater gefährden. Deshalb haben wir diesen Weg für uns gewählt.

Wie sehen die Fakten aus? Wo und wann kann man sich infizieren?

Wie man ja zwischenzeitlich weiß, finden die meisten Infektionen in PRIVATHAUSHALTEN, im beruflichen Umfeld und in Kindergärten statt. Rudi und ich sind im Homeoffice, mein Vater ist seit 20 Jahren in Rente und das Fitnessstudio – unser 2. Wohnzimmer – haben wir seit einem Jahr nicht mehr betreten. Aus dem Kindergartenalter ist mein Sohn seit fast 20 Jahren auch glücklicherweise draußen.

Was leisten die Corona-Regeln?

Von diesen ganzen Corona-Regeln halte ICH nicht viel. Warum? Weil sie nicht viel helfen. Die Wirkung zu gering und vor allem nur mittelbar spürbar. Letztlich sollen sie die Menschen durch das Hintertürchen zu einem umsichtigeren Verhalten bewegen. Man kann die Infektionen mit dem Corona-Virus nur eindämmen, wenn man keine Kontakte über eine feste Gruppe hinaus hat und die Krankheit deshalb auch nicht von Mensch zu Mensch weitergereicht werden kann. Keine Regel kann ihn ausbremsen. Nur unser Verhalten. Und deshalb muss es uns auch nicht peinlich sein, wenn wir andere bitten Abstand zu halten oder beim Betreten unserer Wohnung eine Maske aufzusetzen. 

Vorsicht ist nicht uncool – Leichtsinn dagegen ziemlich doof

Ich lege nur für Rudi und Dad die Hand ins Feuer, dass sie es mit dem „kontaktlos“ ebenso streng halten wie ich. Bei allen übrigen weiß ich nicht, wo sie gestern gewesen sind. Oder vor einer Woche. Und es geht mich auch nichts an. Vor einer Woche könnten sie sich selbst infiziert haben, als sie auf eine andere infizierte Person getroffen sind, die wiederum noch gar nichts von ihrem „Glück“ wusste. Man kann ja dummerweise bereits einige Tage bevor die Krankheit ausbricht, andere anstecken. Ein erheblicher Teil der Übertragungen soll sogar ein bis zwei Tage vor dem Auftreten erster Krankheitszeichen stattfinden.

Fremde Menschen und geschlossene Räume ohne FFP2 Maske und 2 Meter Abstand sind für uns also seit Monaten tabu. Die ausgeatmeten Aerosole halten sich in geschlossenen, engen Räumen viel länger als an der frischen Luft. Von bis zu einer halben Stunde ist da die Rede. Das schließt also nette Kaffeerunden bei Omma und gemütliche Abendessen mit Freunden für uns aus. Weil mit Maske isst und trinkt es sich einfach extrem schlecht.

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Klare Verhältnisse, klare Linie

Ich halte es, nach allem was ich gelesen und gehört habe, für unwahrscheinlich, mich im Freien mit dem Virus zu infizieren, sofern ich 2 m Abstand halten kann. Sonst trage ich eine FFP2 Maske. Biergarten ist also auch keine gute Idee, da sitzt man nämlich keine 2 Meter auseinander. Obwohl die Luftzirkulation im Freien natürlich sehr viel größer ist. Die Windverwehungen verdünnen die Luft und durch die Körperwärme wird ein Luftstrom erzeugt, der die ausgeatmete Luft wie ein Kamin nach oben wegzieht.

Hui, die ist aber „streng“, werdet ihr jetzt denken. Ja. Und sehr konsequent. Klar, 100%ige Sicherheit gibt es nicht. Stimmt. Aber genau Ausnahmen und Inkonsequenz führen nach wie vor zur unkontrollierten Verbreitung, schwer kranken Menschen, übervollen Intensivstationen und noch immer viel zu vielen toten Menschen. Mir ist schon klar, dass sich nicht jeder so einigeln kann. Aber es wären schon ein paar mehr die könnten, als die wenigen die so vorsichtig sind wie wir, wenn sie denn nur wollten.

Kein Politiker, keine Impfung und keine Gesetze können uns von unserer eigenen Verantwortung befreien und keine Politikerin und keine Verordnung kann die Pandemie beenden. Das können nur die Menschen selbst. Durch verantwortungsvolles, umsichtiges Handeln.

Was bewirkt ein vollständiger Impfschutz?

Naja, könnte man denken, was macht sie sich jetzt noch Gedanken um eine mögliche Ansteckung? In einigen Wochen, spätestens nach der 2. Impfung Anfang Juni, ist sie dann ja eh immun. Ja, das könnte sein, aber sicher ist es nicht. Vermutlich schützt die Impfung, wie eine erste Erkrankung, nicht vor einer (erneuten) Infektion. 

Nach aktueller Einschätzung können die verfügbaren Impfstoffe schwere Covid-19-Verläufe verhindern. Geimpfte können zwar selbst nicht krank werden, aber das Virus könnte sich in Nase und Mund vermehren und an andere weitergegeben werden. Und das ist es, was ich um jeden Preis verhindern möchte.

Schon ein Fünftel der Menschen in Deutschland ist geimpft

Vorhin habe ich im Radio gehört, dass leider erst - oder immerhin schon - 20% der Deutschen die Erstimpfung erhalten haben. Wenn alles gut läuft und die Hersteller ihre Zusagen einhalten, könnte es bereits im Juni soweit sein, dass jeder, der möchte, sich impfen lassen kann. Wenn wir das zugrunde legen, ist es gar nicht so unrealistisch, dass im August tatsächlich sowas wie Ruhe einkehren und vor allem mehr Sicherheit entstehen könnte.

Die Impfungen sind unabhängig vom Versicherungsstatus für die Menschen übrigens kostenlos. Den Impfstoff kauft der Bund. Die Länder tragen gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung und den privaten Krankenversicherungen die Kosten für den Betrieb der Impfzentren.

Unser Besuch im Impfzentrum

Apropos Impfzentren. Das für uns zuständige liegt im Nachbarort. Wir sind rechtzeitig mit dem Auto losgefahren, denn mit Parkplätzen geht es dort tatsächlich etwas eng her und öffentlich ist es leider – vor allem für Menschen die nicht gut zu Fuß sind – alles andere als  optimal zu erreichen. Dass ich tatsächlich richtig aufgekratzt war, konnte man nicht übersehen. Ich habe ununterbrochen belangloses Zeug geplappert. Wie ein Teenager.

Wir waren ein bisschen vor der Zeit da. Zunächst wurden unsere Namen an der Tür abgehakt, dann hat man uns per Sensor an der Stirn die Temperatur gemessen. Drin dann Hände desinfizieren. Ein junges Mädel hat uns in Empfang genommen und parallel an zwei Check-in-Plätze geschickt. Der Anmeldebogen wurde angeguckt, der Perso angeguckt und nach dem Impfpass gefragt. Die mitgebrachten Bescheinigungen wurden oberflächlich in Augenschein genommen und schon hat uns das Mädel weiter geleitet.

An der nächsten Ecke wurden wir von einer sehr kompetenten Ärztin mit in ein Zimmer genommen. Das Aufklärungsgespräch wurde durchgeführt, Fragen zu unserem Gesundheitszustand gestellt und unsere Fragen beantwortet. Als feststand, dass wir den vorgeschlagenen Impfstoff vertragen würden, wurde nach der Schwester telefoniert, die uns in kürzester Zeit fachgerecht impfte.

Von dort wurden wir zum Check-out gebracht und haben unseren „Zettel“ für den 2. Termin in die Hand gedrückt bekommen. Danach saßen wir noch eine Zeit in einem Ruheraum. Ein Mitarbeiter stand bereit um den Wartenden Fragen zu Nebenwirkungen, zum Impfzentrum usw. zu beantworten. Alle waren sehr freundlich, sehr professionell, sehr gut organisiert. Und vor allem schnell. Ich hatte wesentlich mehr Bürokratie erwartet. Dabei hat die wirklich nur eins interessiert: „Ist die Person vor mir impfwillig UND impftauglich?“

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Wie man mich in 20 Minuten mit der Welt versöhnen kann

Ich war so froh, erleichtert und glücklich endlich geimpft worden zu sein. Als wenn Weihnachten, mein Geburtstag und Ostern auf einen Tag gefallen wären. Ich bitte Euch, egal ob schon geimpft, oder noch nicht. Haltet noch ein bisschen durch, bleibt vorsichtig und vernünftig. Es dauert nicht mehr lang. Es gibt Licht am Ende des Tunnels.

Kommt mir gut in und durch den Freitag, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund

Sunny


Kommentare

  1. Guten Morgen Sunny 🥂🍾🥳 Ich freu mich mit euch. So muss es sein.
    Ich kann für Baden Württemberg sagen, dass es die Kontaktpersonen Regelung hier auch gibt. Dazu braucht man ein ausgefülltes Formular. Wenn es Dich nicht stört habe ich hier den Link für Leute aus Ba -Wü.
    https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Downloads_Gesundheitsschutz/Corona_SM_Impfbescheinigung_Kontaktpersonen-pflegebeduerftigeP.pdf
    Unser Impfzentrum Mannheim hat zu recht nicht den besten Ruf, zumindest betätigen sich ihre „Türsteher“ eher als Impfverhinderer. Da sollte eine Gehirnwäsche stattfinden 😉
    Ich empfehle den Mannheimern immer nach Weinheim oder Heidelberg zu gehen. Viel unkomplizierter und in einem drittel der Zeit erledigt. In etwa so wie Du schreibst.
    Tada... wieder ein Schritt näher. Ich hoffe auch es geht voran.Wir bekommen nächste Woche zum ersten Mal die vollen 144 Impfdosen und viele Patienten freuen sich und sind aus dem Häuschen. Ich verstehe weshalb Du aufgekratzt warst. Schöne Fotos sind das.
    Du hast das super beschrieben mit der Ansteckung. Geburtstagsfeiern sind ganz böse.... und die seltsamen Maßnahmen zeigen an das sie nix taugen. Die Ansteckung ist privat hauptsächlich und am Arbeitsplatz. Hier explodieren die Zahlen. Die Kids gehen zur Schule und als Maßnahme darf man nach 22 Uhr nicht mehr Auto fahren. Öhm ja. 😜
    Schönes Wochenende Sunny, liebe Grüße Tina

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    1. Öhm ja. Du sagst es. Ich glaube, dass überall da, wo der Abstand gehalten wird und die Menschen FFP2 Masken tragen, die Ansteckungsrate wirklich gegen 0% geht. Ganz anders schaut es bei den "zufälligen" Kontakten aus. Haustür auf, einer steht draußen. Oder eben den geplanten, privaten Kaffeekränzchen. Ich hätte da wirklich mal wieder Lust drauf. Aber das muss einfach noch warten.
      Bei uns kann man sich es NICHT aussuchen, wohin man geht, zum Impfen. Man muss sich beim Bayern Portal registrieren und bekommt dann die Termine in seinem regional zugeordneten Impfzentrum "zugewiesen". Stand hier schon groß in der Zeitung, weil Rentner deswegen heim geschickt wurden. BG und bleibt gesund.
      Sunny

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  2. Da kann man nur sagen: "Herzlichen Glückwunsch", wieder einen Schritt weiter. Wir händeln es genau so mit den Kontakten. Allenfalls mit der Familie treffen wir uns, aber auch nicht alle zusammen. Und nach vorherigen Schnelltests - im Freien.

    Durch das Arbeiten im Homeoffice besteht die Möglichkeit, Kontakte nach Möglichkeit zu meiden. Es fällt aber zunehmend schwerer. Langsam wird man mürbe.

    Für einen Impftermin haben wir uns vorerst bei unseren Hausärzten registriert, die auch impfen. Als IT-Dienstleister gehören wir immerhin in die 3. Gruppe. So stehen wir zumindest schon mal auf der Liste. Vielleicht impfen auch unsere Betriebsärzte. Aber noch ist es nicht soweit. Das heißt, weiterhin Geduld haben.

    Gut schaust Du aus. Wie ich sehe, ist die Weste bei Dir auch auf dem Vormarsch :)

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Ich glaube Dir, dass Du mürbe wirst. Mir ging es ganz ähnlich. Wenn jemand gesagt hätte, die Isolation dauert 1000 Tage, dann hätte ich 1000 "Striche" gamacht. Aber nachdem keiner sagen kann, wie lange "es" dauert, fühlte ich mich richtig ohnmächtig. Das Gefühl ist jetzt besser. Viel besser.
      Ich drücke Dir die Daumen, dass es auch bei Euch bald mit einer Impfung klappt. Es ist nicht leicht, dass der Kopf immer "über" das Herz zu stellen.
      BG Sunny

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  3. Liebe Sunny,

    ich habe deinen Artikel eingeatmet. Wir halten es ähnlich, alles was sein muss, mit Abstand. Bisher hat es gut geklappt. 100% Sicherheit gibt es nicht. Aber die Verantwortung selbst 100% zu geben um die Risiken zu minimieren.
    Ich freue mich mit dir über deinen Impftermin und über deine Freude.
    Danke dafür.
    Liebe Grüße
    Nicole (lifewithaglow)

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    1. Ja, Corona lehrt auch Demut. Demut und Dankbarkeit. Und Freude. Über sowas "normales" wie eine Impfung. Es gibt einen klitzekleinen Geschmack, wie sich die Menschen in den armen Ländern der Erde fühlen, wenn sie in den Genuss von Medizin und Impfungen kommen.
      Bleib gesund. Ich drücke Dir und Deiner Familie die Daumen, dass ihr auch bald einen Impftermin bekommt.
      BG Sunny

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  4. Wie gut, dass Ihr geimpft seid! Ich freue mich für und mit jedem, der diesen Schritt vollziehen konnte. Bei mir wird es sicher auch nicht mehr lange dauern und ich freue mich schon sehr darauf.
    Aber ich finde, dass eben auch die jungen Leute in den 30ern, wie meine Kinder, dringend geimpft werden müssten. Sie sind berufstätig, haben kleine Kinder und können sich gar nicht so isolieren, wie es nötig wäre, wenn sie auch Kontakte sehr eingeschränkt haben. Wir treffen uns selten und wenn dann nur im Freien.
    Aber nun kommt immer mehr Impfstoff, dann wird es wohl bis Sommer klappen. Das ist meine Hoffnung.
    Genieß den neuen Zustand und sei herzlich gegrüßt von
    Sieglinde (heute habe ich übrigens mal wieder den Post von Dir verlinkt mit dem E-Auto)

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    1. Das stimmt. Es wäre viel vernünftiger parallel auch die Jungen zu impfen. Denn die können noch weniger "aus", als wir "älteren". Zumal dieses ganze "Hin&Her" eine echte Zumutung für die Psyche ist. Und dazu dann noch die Angst die Großeltern anzustecken.
      Aber ich kenne genügend, die sich zurückhaltend könnten und sicher zur Entlastung der ganzen Situation beitragen könnten. Aber mei. Der Herrgott hat einen großen Tiergarten. ;-)
      BG und bleibt gesund
      Sunny

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  5. Schön , daß ihr jetzt auch geimpft seid. Ich freue mich für euch, denn das ist so wichtig.
    Nächsten Dienstag bekommen wir schon unsere zweite Impfung. So bin ich als ü50 ein paar Tage eher komplett geimpft, als meine Mutter (wird im Juni 80!)
    Das Land Sachsen hat festgelegt, daß in Landkreisen mit besonders hoher Inzidenz alle ab 18 Jahren sich registrieren dürfen, was ich auch sofort online gemacht hatte. Meinen ersten Impftermin hatte ich in einem Impfzentrum in 50km Entfernung ergattert, obwohl wir ein Impfzentrum vor der Haustür haben. Aber nur dort gab es freie Termine. Durch eine glücklichen Zufall erfuhr ich dann, daß auch in unsrem Rathaus geimpft wurde. Also dort nachgefragt, neuen Termin gemacht und den anderen abgesagt. Alles ziemlich wirr, aber egal, Hauptsache, es werden alle Impfdosen verabreicht.
    Es geht voran und das ist das Allerwichtigste, damit dieser Spuk bald vorüber geht.
    Auch wir leben nahezu in Selbstisolation, soziale Kontakte gehen gegen Null, einmal in der Woche Großeinkauf im Supermarkt. Das "Risiko" ist unser Sohn, der muß ja in die Schule. Auch nächste Woche, weil Abschlußklasse.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß man sich im Freien ansteckt, es sei denn, man steht lange eng nebeneinander.

    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende,
    Susan

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    1. OK. Bei uns findet die Erfassung und Priorisierung zentral statt. Und jeder muss zu dem Impfzentrum, das seiner Meldeadresse zugeordnet ist. Das Labor, in dem mein Sohn arbeitet, ist für 6,3 Mio Oberbayrische, potentielle Krebspatienten "zuständig". Wenn das Labor schließen müsste, wären diese Patienten "gefährdet". Deshalb hat man sie hoch priorisiert. Hat aber ach gedauert, bis der Chef das eingetütet hatte. Er wurde gestern geimpft.
      Naja. Wenn Du Dir gegenüber stehtst, redest oder singst, wird das wohl auch im Freien klappen.
      Dann ist es ja gut, dass Du (und Dein Mann?) geimpft seid, so ein Schüler ist einfach unkalkulierbar. Da können die "Kinder" auch nichts dafür. :-(
      BG Sunny

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  6. Glückwunsch zur Impfung! Das mit den "pflegenden Angehörigen" ist hier nur möglich, wenn tatsächlich gepflegt wird - irre, wie unterschiedlich das gehandhabt wird. Da blickt man inzwischen genausowenig durch wie durch die Beschränkungen. Bei uns ist klar: Hamburg ist immer härter als alle anderen. Kontakt ist hier seit langer Zeit nur mit einer Person außerhalb des Hausstandes erlaubt. Darüber, dass gleichzeitig Ratsitzungen in Präsenz abgehalten werden und es keine Möglichkeit gibt, sich online dazuzuschlagen, decke ich mal den Mantel des Schweigens... Da kann ich Homeoffice machen, bis ich schwarz werde - bei drei bis vier Sitzungen pro Woche habe ich im Moment weit mehr Kontakte als mir lieb ist. Dafür wird schön langsam geimpft, Ich fürchte, bis ich dran bin, vergehen noch viele, viele Wochen... Keine Risikofaktoren, die pflegebedürftigen Angehörigen sind tot, nichtmal Übergewicht - einfach nix.
    Dafür war ich schon ganz oft im Impfzentrum und die Menschen, die da arbeiten, sind eigentlich ausnahmslos sehr, sehr freundlich und sehr gut drauf. Kein Wunder, wer hat schon ausnahmslos glückliche Kunden?
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Ich will jetzt nicht ins Detail gehen, aber es gibt schon das eine oder andere an gewissen Stellen, was mal "behandelt" werden muss, wo man einfach eine 2. Person braucht. Ich finde den Ansatz ja sehr pragmatisch. Wenn die Leute, die sich hier um die Eltern kümmern, alle einen Pflegegrad beantragen würden, käme das teurer wie 2 Impfungen a 12 €.
      Ich glaube nicht, dass die Bayern den Hamburger in "Härte" viel nachstehen. Wir sind seit 4 Monaten im harten Lockdown. Aber etwas festlegen ist das eine, es dann auch durchzusetzen. Da happert es dann doch.
      Sie legen etwas fest und es wird sich nicht dran gehalten. Ja es ist sogar ein Sport geworden, die Regeln auszureizen und die Grenzen auszutesten. Ich treffe mich heute mit 2 Leuten, weil der "Wert" es erlaubt. Morgen nicht mehr. Morgen nur einer, weil der "Wert von 99 auf 101 gestiegen ist. Deswegen ist es doch heute genaus ansteckend wie morgen.
      Jeder Kontakt ist gefährlich. Und deshalb verstehe ich nicht, warum man sich in die Gefahr begibt, wenn man nicht "muss, um darin vielleicht umzukommen.
      Ersticken ist kein schöner Tod. Völlig unabhängig davon, was so ein Aufenthalt auf de Intensivstation kostet. Über den Daumen ca. 2000 € pro Tag. Bloß weil so ein Vollpfosten sich an andere kuscheln muss? Und alle zahlen das mit.
      Liebe Fran, bleib gesund und vorsichtig.
      BG Sunny

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  7. gratuliere!
    (dass man mal jemand zu einer impfe gratuliert - soweit isses schon gekommen.....)
    wir leben ja auch seit über einem jahr in selbstisolation. aber einkaufen muss einer trotzdem - und da wird dem BW immer ganz mulmig wegen der unvernunft der leute: maske unterm kinn und keine abstände.... er selbst mummt sich immer ein mit maske (die er nur einmal nimmt) und einweghandschuhen und hat überall desinfektionszeug bereitliegen. wenigstens ist der supermarkt gut gelüftet. in sachsen schleifts fürcherlich mit der impfung, wann der BW dran ist steht in den sternen, trotz chonisch krank.
    schönes weekend! xxxx

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  8. Ich hätte nie gedacht, dass wir in die Situation kommen, jemanden zu einer Impfung zu gratulieren! Also, willkommen im Team! :)
    Man kann auf den Fotos sehen, wie glücklich du bist, deine Freude ist ansteckend! Und wie bekannt ist – „Geteilte Freude ist doppelte Freude“, ich freue mich sehr für dich!
    Liebe Grüße und schönes Wochenende!
    Claudia

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  9. Das ist ja erfreulich. Glückwunsch zur Impfung. Nun müssen wir wohl abwarten, dass ziemlich viele geimpft werden bevor wir wieder in (fast) normale Zustände zurückkehren können.
    Alles Gute und eine gute Zeit
    Gerda

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