[Tall Fashion] Figaros Hochzeit - März 2026
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Ich hatte mir von Rudi zum Geburtstag Karten für Figaros Hochzeit gewünscht. Und auch bekommen. :-) Wir waren auch dieses Mal wieder im Gärtnerplatz Theater. Diese Mozart Oper habe ich vor bestimmt 35 Jahren bereits einmal gesehen, es wurde also mal wieder Zeit mein Gedächtnis aufzufrischen. Das Ensemble und die Umsetzung fand ich wieder sehr gelungen. Wenn man weit genug hinten sitzt oder oben auf dem Balkon, kann man sogar die eingeblendeten Texte mitlesen.
Die Betreuung im Vorfeld, mit der Möglichkeit online Getränke vorzubestellen, ausgesucht freundliche Platzanweiser, eine gut organisierte Garderobe und ein schönes Programmheft runden den Theaterbesuch immer richtig schön ab. Habe ich schon mal gesagt, dass ich wirklich gerne ins Gärtnerplatz Theater gehe?
Ausgeführt habe ich die olivgrüne Wildlederhose aus dem Herbst 2025. Kombiniert mit der dunkelblauen, transparenten Volantbluse (Herbst 2025). Dummerweise waren alle dunkelblauen Tops in der Wäsche. Also habe ich mich der "Unexpected Red Theory" bedient, die in diesem Frühjahr einer der Hingucker zu sein scheint. In einem schlichten, und eher klassischen Look wird ein knallroter, einzelner - um nicht zu sagen einsamer - knallroter Eye-Catcher platziert. Dass das ein Trend sein "soll", hatte ich in meinem Trends 2026 Artikel für die ü30Blogger zu Beginn des Jahres schon einmal geschrieben. Aber jetzt hat der Hingucker sogar einen Namen. Und wenn ich ehrlich bin, ich mag ihn.
Dafür sind Ponchos - soweit ich es weiß - definitiv KEIN Trend. Diesen hier habe ich schon 10 Jahre und mag ihn noch immer gern. Er ist nämlich absolut praktisch. Anfang März wars einfach noch lausig kalt. Den schwarzen Trench habe ich an der Garderobe abgegeben, aber so ein dickes, warmes Tuch ist für die Pause ideal. Damit hält man es draußen schon mal 5 Minuten aus, ohne krank zu werden.
Mein Military-Band-Jacket in Dunkelblau mit Stehkragen ist aber 2026 auf alle Fälle wieder ein Trend. Zumindest feiert ihn die Vogue. Guckt mal hier. Diese Jacken waren schon "Vintage", als Hendrix sich Ende der 60er in London welche 2nd Hand kaufte. :-) Meine wohnt nun auch schon wieder 10 Jahre bei mir.
Die Boots in Dunkelbraun kennt ihr schon, solange ich den Blog habe. Mit der stumpfe Schuhspitze sind sie perfekt für alle 70er Looks. So z.B. auch in 2026. Dazu gabs noch ein bisschen goldene Ketten. Den goldenen Fisch - von meiner Oma - und die goldene Weltkugel von meiner Mutter. Eine Tasche. Klar. In die Oper oder ins Theater für mich immer. Diesmal die olivgrün/dunkelblaue Taschenkombi von Zoe Lu.
Ein toller Zufall, dass eine der Hauptfiguren von Mozarts Oper - die Gräfin Rosina - einen Überwurf über ihrem Kleid an hat, der unübersehbare Ähnlichkeiten mit meiner zu dieser Veranstaltung getragenen, transparenten, dunkelblauen Volantbluse aufwies. Treffender hätte ich mein Outfit an diesem Tag tatsächlich nicht auswählen können, wie ich finde.
Wie oben schon erwähnt, ich fand auch dieses Stück wieder sehr schön umgesetzt. Die Kostüme und das Bühnenbild klassisch, eher von Anfang des letzten Jahrhunderts, als vom Ende des 18. Nicht entfremdet, aber angenehm modernisiert.
Ich füge Euch hier wieder die Stückeinführung ein, die den Kern der Inszenierung sehr gut beschreibt.
Kennt Ihr die Oper "Figaros Hochzeit"?
Manchmal wird sie auch "Die Hochzeit des Figaros" genannt. Und ja, es geht dabei tatsächlich um einen ehemaligen Barbier mit dem Namen Figaro. Besonders glamouröse und versierte Friseure werden heute noch Figaro genannt.
Literarische Vorlagen
"Figaros Hochzeit" ist der zweite Teil von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais Trilogie
- Le Barbier de Séville (1775)
- Le Mariage de Figaro (1784)
- La Mère coupable (1792)
Die Trilogie erzählt über mehrere Jahre hinweg die gemeinsame Geschichte der drei Hauptfiguren: Figaro, Graf Almaviva und Rosina, die spätere Gräfin.
Woher kommt der Name Figaro
Der Name „Figaro“ ist vermutlich kein Zufall, sondern sehr wahrscheinlich ein bewusster Wortwitz vom Autor de Beaumarchais. „Figaro“ leitet sich vom spanischen Verb „figurar“ ab. Oder auch vom Italienischen, wo "man" immer darauf bedacht ist, eine "bella figura" zu machen. De Beaumarchais Figaro ist extrem geschwätzig, ständig unterwegs, überall bekannt, ein Meister der Selbstdarstellung und vor allem kann er sich jeder Situation perfekt anpassen.
Vertonung der Theaterstücke
Schon 1782 hatte Giovanni Paisiello eine sehr erfolgreiche Oper „Il barbiere di Siviglia“ geschrieben. 1786 komponierte Mozart dann "Figaros Hochzeit". 30 Jahre später legte Rossini dann nochmal eine Version des "Barbiers von Sevilla" nach. Heut würde man Remake sagen. Und Rossinis Version hat sich tatsächlich durchgesetzt.








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