[Blogparade] Fehlkäufe und was wir daraus gelernt können
Herzlich willkommen zu unserer ü30Blogger-Monatsaktion im Mai 2026. Dieses Mal sogar mein dritter Post der Woche. Frisch in die Tasten geklopft. Pünktlich, 7 Stunden vor dem Veröffentlichungstermin. Ganz frisch aus der Druckpresse. Exklusiv für Euch. Dabei stand ich vor 2 Stunden noch schwitzend in der Küche und habe mich um das tropfende Abflussrohr unter der Spüle gekümmert, das bei meinem Vater im Bad drunter für eine tropfende Decke sorgt. Ich bin gespannt, ob wir für morgen einen Spangler bekommen. Ein Wochenende ohne Küchenspüle stelle ich mir nicht wirklich nett vor. Seufz.
Aber jetzt zum eigentlichen Thema dieser Blogparade. Fehlkäufe. Die tätigt wohl jeder mehr oder weniger oft in seinem Leben. Letztens sind es Entscheidungen, die man vielleicht besser nicht getroffen hätte. Aber Entscheidungen immer raus zu schieben, das bringt auch nichts. Wenn eine ansteht, muss man sie treffen. Und nachher mit den Konsequenzen leben.
Um sich nicht zu sehr zu ärgern oder gar in Bedrängnis zu kommen, gebe ich einfach kein Geld aus, das ich nicht habe. Das war für mich noch nie eine Option. Und damit bin ich immer gut gefahren. Fehlkäufe bei Kleidung zwar doof, aber eigentlich kein Drama. Nennt man die Ausgabe halt Lehrgeld. Manche haben ja auch ein glückliches Händchen, wenn es darum geht, Fehlkäufe sofort weiter zu verkaufen. Dann ist ja eigentlich nicht viel kaputt.
Da gehöre ich nicht dazu. Ich suche lang, bis ich etwas finde, was "von der Stange" passt/lang genug ist. Und gefallen muss es mir natürlich auch. Deshalb bestelle ich schon mindestens 40 Jahre aus dem Katalog oder Online. Da ist die Auswahl ungleich größer, als im Laden. Zu Hause kann ich nach Herzenslust kombinieren, verschiedene Schuhe dazu tragen. Schals, Schmuck, Taschen. Wie soll das im Laden gehen. Zu Hause sehe ich sofort, ob mir etwas steht (Schnitt/Stil/Farbe) oder eben nicht. Und vor allem verliebe ich mich gleich oder eben nie.
Oder sagen wir besser, fast nie. Denn auch in meinem Schrank gibt es Teile, in die ich mich erst auf den zweiten Blick verliebt habe. Teile die jahrelang keine Beachtung gefunden haben. Und plötzlich kombiniere ich sie rauf und runter. Sie standen mir schon immer (Schnitt/Stil/Farbe), aber ihnen fehlten die richtigen Kombipartner. Und plötzlich fällt alles in einander, wie ein Puzzle. Geduld braucht man also auch. Die eine oder andere hätte diesen auf links gestrickten, olivgrünen Strickmantel mit Kapuze bestimmt schon längst aussortiert, verkauft oder verschenkt.
Ich befolge nun schon sehr erfolgreich seit bestimmt 15/20 Jahren meine goldene Regel. Es bleibt, was mir steht (Schnitt/Stil/Farbe), passt und grundsätzlich gefällt. Auch wenn es gerade absolut nicht "in Mode" ist. Genau dann kommt so ein Schnitt, ein Material oder eine Farbe nämlich schon bald zurück. Nur ist das neue Material heute entweder schlechter oder unbezahlbar. In den 80ern und 90ern war das noch ganz anders. In den 2000ern bzw. 2010er Jahren hat die Qualität schon nachgelassen. Zwischenzeitlich sind "die guten Teile" nur noch mit der Lupe zu finden.
Was hab ich also gelernt? Es gibt keine Fehlkäufe, wenn Material, Schnitt, Stil und Farbe zum Typ passen.
Wer sich unsicher ist, man kann das üben. Man kann eine Farb- und Stilberatung machen. Aber auch hier sollte man sich auf die eigenen Augen verlassen. Man sieht selber ganz deutlich, ob einem warme oder kalte, klare oder gedämpfte bzw. helle oder dunkle Farben stehen. Eine gute Farbberaterin erklärt genau und hält einem nacheinander die Tücher unters Gesicht, die einen das erkennen lassen. Da braucht man dann auch keinen Farbpass. Der Anblick des ganzen Looks entscheidet
- ob nur die Kleidung strahlt/einen erschlägt,
- die Kleidung einen fade und krank wirken lässt oder
- ob das Gesicht strahlt. Ohne Schminke und Glow-Mittelchen.
Und zwar bei jedem Einkauf und auch jeden Tag danach. Man merkt sofort, wenn etwas nicht stimmt., das ganze Outfit "falsch" aussieht: Zu hell, zu dunkel, zu knallig, zu matt, zu warm, zu kalt.
Geht Euch das auch so? Oder habt Ihr öfter mit Fehlkäufen zu kämpfen? Wie geht Ihr dann damit um, wenn Ihr es merkt?
Aber kommen wir jetzt zu den Bildern. Die sagen immer mehr als 1000 Worte. Sie zeigen gut, wann sowohl der ins moosig-warme gehende olivgrüne Strickmantel, als auch die olivgrüne Leinenhose ein echter Fehlkauf für mich sein könnten. Beide Teile funktionieren für mich nur mit einem hochweißen Shirt oder einem strahlend weißen Hemd unter dem Gesicht. Genauso wie die braune "Wildlederjacke". Ein mittelgroßer Kontrast. Das scharfe Weiß strahlt klar auf die sonst eher warmen Farben und lässt sie klarer wirken. Außerdem sind Grün und Brauntöne gerade im Trend, normal trage ich die nur selten.
Also. Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen und mit dem Schrankfundus experimentieren. Das ist mein Learning aus vermeintlichen Fehlkäufen. Wie sehen Eure Erfahrungen aus?
Kommt mir gut durch den Freitag und in ein hoffentlich sommerliches Wochenende, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund
Sunny










Anders. Aber das siehst Du heute sofort, wo meine Fehlkauf Gefahr liegt. 🤭
AntwortenLöschenDu hast recht, im Prinzip ist es ein großer Vorteil, wenn man seine Farben kennt und damit umzugehen weiß. Das Grün ist wirklich toll, ich hätte den Strickmantel auch nicht aussortiert, genau meine Farbe. 💚 Der Look ist toll, nix wie raus damit an die Luft.
Durch ein überlegtes Einkaufen und auch dem Anprobieren Zuhause, kann man sicher modische Fehlkäufe weitgehend vermeiden. Impulseinkäufe sind so zumindest fast ausgeschlossen.☺️
Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina
Du sprichst da etwas ganz Wichtiges an: Nicht jedes Teil, das erst mal schwierig wirkt, ist automatisch ein Fehlkauf. Manchmal fehlen wirklich nur die richtigen Kombipartner oder der passende Moment. Gerade ältere Stücke entwickeln oft irgendwann ihren großen Auftritt – und meistens sind genau diese Teile qualitativ viel besser als Vieles, was man heute findet.
AntwortenLöschenDeine Gedanken zu Farben, Kontrasten und dem eigenen Blick aufs Gesamtbild fand ich übrigens super interessant. Und jaaaa … dieses strahlende Weiß unter bestimmten Farben kann wirklich Wunder wirken. 😊
Nicht jedem Trend hinterherlaufen, sondern behalten, was wirklich zum eigenen Typ passt – das ist eigentlich die beste Strategie überhaupt, bin absolut dabei!
Und jetzt drücke ich natürlich die Daumen, dass schnell ein Klempner auftaucht und Ihr das Wochenende nicht ohne Küchenspüle verbringen müsst. 😅
Gruß & Kuss,
Claudia
Früher hatte ich eindeutig mehr Fehlkäufe, was Kleidung betrifft. Inzwischen bin ich geübt darin, was passt und was nicht. Trotzdem kommt es immer wieder mal vor. Wenn auch selten. Ich sehe es dann - wie du - als Lehrgeld.
AntwortenLöschenDie Daumen sind übrigens gedrückt, dass ihr schnell einen Klempner findet.
Liebe Grüße
Sabine
ich hatte 1x einen fehlkauf: ein paar klassischer halbschuhe mit budapester muster in anthrazit. wollte die unbedingt, standen mir und meiner garderobe super. ABER - erst bei längerem tragen merkte ich, dass der rand in die jeweils äusseren knochen meiner knöchel drückte - und wie! da diese ränder bei solchen schuhe ja sehr fest sind, war einlaufen keine option - höchstens ausschneiden - naja, nicht wirklich. also wanderten die schicken schuhe ziemlich neuwertig in einen 2.hand-laden.......
AntwortenLöschenansonsten - NIE. also fehlkäufe. aber ich bin ja auch profi :-D
xxx