Influenzer: Manipulation oder Inspiration

Das Thema Influenzer ist allgegenwärtig. Aber kein Modewort hat für unterschiedliche Menschen so unterschiedliche Aspekte. Aus dem Alter, dass ich mich unreflektiert beeinflussen lasse bin ich zum Glück schon lange draußen. Trotzdem denke ich natürlich nach, was ich den ganzen Tag sehe und lese. Und das möchte ich jetzt nicht nur auf Blogs und Insta bezogen wissen. Der Begriff Influenzer hat für mich ganz klar einen negativen, manipulativen Kern. Ich möchte keine Dinge tun, ohne bewusst darüber nachgedacht zu haben. Aber ich lasse mich gern inspirieren über bestimmte Sachen nachzudenken.

Dezember Impressionen

Auf die Sozialen Medien bezogen, sieht das so aus, dass ich oft überrascht bin. Ich sehe Frauen die scheinbar mühelos mit 3-4 extra Stunden täglich Plätzchen backen, wie die Weltmeister und damit eine ganze Kompanie versorgen könnten. Ich lese über Weihnachtsstress. Ich lese von Leistungsdruck und Überforderung. Ich lese von Menschen die sich schlecht fühlen, weil sie mit sich nicht zufrieden sind. Ich sehe Berge von Kosmetik. Ich lese und staune. Und fühle mich inspiriert, darüber intensiv nachzudenken.

Natürlich geht es mir hin und wieder auch so, wie es Sabine Gimm beschreibt. Sie sieht ein bestimmtes Kleidungsstück (Blog oder sonstige "Werbung") und ist dann entweder "infiziert" oder eben nur "inspiriert" sich nach etwas ähnlichem umzusehen.

Unlängst ging es auch bei Andrea auf dem Blog um Inspiration. In diesem Fall um modische Inspiration durch Kleidung, die in Filmen getragen wird. Auf Kleidung bezogen, ist das bei mir eigentlich selten der Fall. Wenn man jetzt von Filmen wie Herr der Ringe, Fluch der Karibik oder der Amazon-Serie Vikings absieht. Die haben mich schon, oder könnten mich zukünftig zu Faschingskostümen inspirieren. Von eine Stimmung, die von einem Film ausgeht, bin ich allerdings oft sehr „berührt“. Meist sind es die aufrechten Helden, die für das Gute kämpfen und einen hohen Ehrenkodex haben, die mich „erhellen“.

Dezember Impressionen

So ist es vermutlich auch nicht weiter verwunderlich, dass mich Figuren, wie der Wikinger Ragnar Lothbrok aus Vikings, ansprechen. Mit ihrem mutigen und überlegten Handlungen, und auch mit ihren Aussprüchen. Da fallen mir Zitate ein, wie: “Macht ist etwas sehr gefährliches, sie zieht die Bösen an und sie verdirbt die Guten.“ Das stimmt. Wer schon einmal Macht gespürt hat, weiß was damit gemeint ist. Letztlich kommt es aber immer darauf an, was man mit seiner Macht anstellt. Und in wessen Dienst man sie stellt.

Die Aussage: "Es ist unser aller Schicksal irgendwann zu sterben, oder nicht? Aber jeder hat es selbst in der Hand und kann tun, was er will, bis dieser Tag kommt." Könnte auch von mir stammen. Letztlich ist jeder nur seinen eigenen Grenzen und seinem eigenen Moralkodex unterworfen.
Rena hatte unlängst auf dem Blog angesprochen, dass ihr jemand sagte, Bloggen sei Zeitverschwendung. Wer sagt denn, dass man seine persönliche Zeit nicht verschwenden darf, für Dinge die einem Spaß machen?

Ich habe seit Jahren keinen TV mehr. Hin und wieder schauen wir gezielt einen Film und selten mehr als eine Serie bei Amazon/Netflix gleichzeitig. Wir hören Musik, surfen im Netz. Warum gehen manche Menschen immer davon aus, dass man für alles was man tut, eine Gegenleistung erwarten kann?
Dezember Impressionen

Ich bin nicht der Typ Mensch, der irgendwas plant. Im Gegensatz zu Kerstin von ü30 rockt. Wozu auch? Das Leben kommt wies kommt. Mein Job ist es, daraus mein Leben zu machen. Es so gut zu leben wies geht. Es so sehr zu genießen, wies geht. Und dabei immer ein gutes Gefühl zu haben. Meiner Ansicht nach leben wir alle in Deutschland sehr sicher und sehr gut. Es geht hier nicht ums blanke Überleben. Wenn es hier jemand junges und gesundes „schwer“ hat, dann macht er es sich schwer. Wir haben alle die Freiheit hin zu gehen, wo es uns beliebt. Freiheit ist ohnehin unbezahlbar. Bei Maren auf dem Blog gab es dazu auch schon einen sehr guten Beitrag. Und wenn es einem Spaß macht, in einem Dorf zu wohnen und abends über Mode zu bloggen, dann ist das genauso gut, cool, bedeutsam, wie der Kaiser von China zu sein.


Man tut die Dinge die man tun will, und manchmal welche, die einfach anstehen und getan werden müssen. Das Beste aus sich und seinem Leben zu machen, ist die Kunst. Und die Erwartungen der anderen an einem abprallen zu lassen. Keine der oft erwünschten Eigenschaften: Schlau, schön, dünn, sportlich, reich, groß, musikalisch, hilfsbereit, erfahren, bringt einem selbst etwas um glücklich zu sein.  Man kann auch glücklich mit sich sein, wenn man alle diese Eigenschaften nicht hat. Aber sie bringen oft den anderen Menschen etwas und machen diese glücklich.
Deshalb sollte man in sich hineinfühlen und schauen ob man eine besondere Begabung hat, die einem selbst und anderen Freude bereitet. Es geht um Freude, nicht um Geld. Geld macht nicht glücklich. Geld macht einsam. Und verschroben.

Als ich unlängst auf YouTube über die Rede von Jon Stewart gestolpert bin, hatte ich ein Aha-Erlebnis. Als Bruce Springsteen 2009 den Kennedy Preis verliehen bekam, hielt Mr. Stewart am Galaabend eine gewohnt witzige Laudatio.

Dezember Impressionen mit Biss

Er glaubt nämlich, dass Bob Dylan und James Brown ein Kind hatten….. und dass dieses Kind Bruce Springsteen ist. Er gibt zu, dass er Springsteens Musik lange nicht verstanden hat. Bis zu dem Zeitpunkt als er anfing sich zu sehnen, zu verzehren. Bis er sein eigenes Leben hinterfragte und erkannte, dass man das eigene Leben ändern könnte. Er fuhr zu diesem Zeitpunkt ein kleines, hässliches Auto, für dessen Existenz es nur zwei Gründe geben konnte:
1.            Empfängnisverhütung für männliche Jugendliche
2.            Der Fahrer sollte in jedem Fall im Vergleich etwas besser dastehen

Als er Springsteens Musik im Auto hörte, änderte sich alles. Er fühlte sich nicht mehr wie ein Verlierer. Er sagt, wenn man Springsteens Lieder hört, fühlt man sich nicht mehr wie ein Looser, sondern wie die Hauptfigur in einem epischen Gedicht über Verlierer. Ein erheblicher Unterschied, wie ich finde. Und was ich ebenfalls unterschreiben kann, egal was Springsteen tut, er gibt immer alles. Bis zum letzten Tropfen. Schweiß, Blut egal. Wer ihn jemals von den ersten Reihen aus erlebt hat, hat den Messias gesehen. Ich schwöre, wenn er einen Talar getragen hätte, hätten ihm die Menschen den Saum geküsst.

Melissa Etheridge ist selbst ein großer Springsteen Fan. Ich finde es ist ihr super gelungen den Geist des Songs zu inhalieren und trotzdem eine eigene Version daraus vorzutragen.



But I gotta find out how it feels
I want to know if love is wild, girl I want to know if love is real
….
I wanna die with you wendy on the streets tonight
In an everlasting kiss
….
I'll love you with all the madness in my soul
Someday girl I don't know when were gonna get to that place
Where we really want to go and we'll walk in the sun
But 'til then tramps like us baby we were born to run


Hier spielt sie im Duett mit Springsteen. Beide Aufnahmen sind super intensiv und authentisch.



Mary's Kleid weht. Wie eine Vision tanzt sie über die Veranda, wenn das Radio spielt.
Roy Orbison spielt für die Einsamen. Hey, das bin ich, und ich will nur dich
……
Zeig doch etwas Vertrauen, die Nacht ist voller Zauber
…..
Du kannst dich unter deiner Decke verstecken und dich in deinen Schmerz versenken
……
Nun, ich bin kein Held, das ist schon klar ….. und die Chance, dass eines Tages alles gut wird
….
komm nimm meine Hand
Hey, ich weiß, es ist spät, aber wir können es schaffen, wenn wir rennen
…..
wenn du bereit bist, diesen langen Weg zu gehen, von deiner Veranda zu meinem Vordersitz
Die Tür steht offen, aber die Fahrt ist nicht umsonst
…..
Also Mary, steig ein, die Stadt ist voller Verlierer, und ich hau hier ab um zu gewinnen

Thunderroad ist ein mutiges Lied. Ein romantisches Lied. Ein Lied über das Leben. Ein Lied über die Liebe. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Darum lebe. Und liebe. Denke nicht an gestern. Heute ist heute.

Zwischen beiden Videoaufnahmen liegen vermutlich 20 oder vermutlich sogar 25 Jahre. Die verlinkten Stücke finden sich auf der Born to Run (LP, 1975). Sie sind heute so frisch, wie am ersten Tag. Und trotzdem klingen sie mit jeder Aufnahme, mit jedem Livemitschnitt immer irgendwie anders. Denn sie sind eine Ansammlung von Gefühl. Von Vertrauen, Liebe und Mut. Ich mag Melissa Etheridge ebenfalls sehr, sehr gern. Und ich glaube wohl, dass sie als Singer und Songwriter von Springsteen stark inspiriert wurde.

Dezember Impressionen

Als die LP auf den Markt kam, war Springsteen gerade mal 26 Jahre alt. Unglaublich. Mit 48 Jahren weiß ich, dass jedes Wort stimmt. Mit 26 konnte ich das nur fühlen. Begriffen habe ich es nicht. Unglaublich auch, dass Mr. Springsteen es schafft mit seiner Musik so eine Zuversicht zu verbreiten. Zumal er unter einer geerbten, depressiven Krankheit leidet und vermutlich erst seit Anfang der 90er in Behandlung ist.

Also Leute, kommt mit Euch aus, beklagt Euch nicht ihr wärt lieber ein anderer, macht was aus Euch, Euerem Leben und vor allem Euren Anlagen. Profitiert von einander. Gebt und nehmt.
Lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund.
Sunny

Kommentare

  1. Guten Morgen,
    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Influencer es inzwischen scheinbar gibt. Die meisten davon kenne ich nicht und ich bin wahrscheinlich auch nicht die Zielgruppe. Aber auch an meinen Kindern geht das eher spurlos vorüber :) Ich war glücklicherweise noch nie diejenigen, die etwas haben musste, nur weil andere es tragen. Und meine Große Tochter, die grade auf der Suche nach einer neuen Winterjacke ist, möchte einige Modelle schon deshalb nicht angucken, weil alle so rumlaufen. Ich denke, sie ist auf einem guten Weg.
    In diesem Jahr habe ich übrigens gar nicht gebacken. Ich backe ungern und meine Jüngste, die gerne backt, kann das inzwischen alleine.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Schon klar, nur weil "man" etwas "tut", "trägt" oder "wiedergibt" sollte man etwas nicht machen, anziehen oder von sich geben.
      Ein bisschen darüber nachdenken ist immer gut. Wer hat nicht gerne eine eigene Meinung. Die kleidet wirklich gut. Schön, dass Deine Tochter das schon erkannt hat.
      Backen tu ich eigentlich schon gern. Aber es fehlt mir an Zeit und Muße. Und da den anderen die Plätzchen nicht sooo wichtig sind.... verzichten sie eben auch darauf.
      LG Sunny

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  2. Hey Sunny, was für ein großartiger Post! Beinflußen wir uns doch einmal selber und gucken, was dann passiert. Ich muss tatsächlich nicht drauf schauen, was andere haben, machen, tun, um mich gut zu fühlen. Ein Blick über meinen Bauchnabel hinaus reicht schon, wir sind von kleinen und großen Wundern umgeben, leben in Freiheit und Sicherheit in einer Welt, die wir uns in großen Teilen selber gestalten können. Was für eine Gunst!
    Beeinflussen lasse ich mich gerne, von Büchern - die haben mich geprägt, als es noch lange kein www gab. Beeindrucken von Filmen - die mir zu Herzen gehen und inspirieren von Musik - die mich in eine Stimmung versetzen kann, wie wenig anderes.
    Dass ich ab und zu auch einen haben-will-Moment habe, will ich nicht verschweigen. Manchmal gebe ich ihm nach, manchmal nicht.
    Liebe Grüße und schönen Sonntag
    Sabine

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    1. Ein Blick über Deinen Bauchnabel hinaus. Ich überlege gerade sehr intensiv, was ich mir da jetzt vorstellen muss???
      Wenn das haben-will Objekt genau zu Dir passt, ist das Schicksal. Keine Manipulation.
      LG Sunny

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  3. Meine Gedanken sind sehr ähnlich wie deine. Mache ich doch immer wenn möglich wozu ich Lust habe. Und ist etwas notwendig, mag es aber gar nicht. Bin ich immer der Meinung ...was muss das muss. Und trotzdem gebe ich mir Mühe.
    Das was auf vielen scheinbar perfekten Blog´s zu lesen ist....nun ja , sein wir doch mal ehrlich . Wir haben die erste Hälfte unseres Lebens hinter uns, wer will uns jetzt noch ein X für ein U vormachen ?
    Perfekte Dauerwerbe-Blog´s die viel reden und nichts sagen lese ich gar nicht.
    Und wenn ich etwas in Dauerschleife sehe, egal um welchen vermeintlichen Trend es geht , bin ich raus. Ich langweile mich schon bei dem Gedanken, das ich ebenso im Einheitslook durch die Welt laufe wie die, die meinen sie setzen oder geben einen Trend vor.
    Ich wünsch Dir einen schönen 3. Advent

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    1. Ich glaube schon, dass wir alle gerade bei Kleidung schon ein umgebungsgeprägtes Bild vor Augen haben, das unseren Geschmack beeinflusst. Schau Dir doch ma Bon Scott in den späten 70ern an, mit einer Jeans bis über den Nabel.... das war damals sexy. Heute wäre der Bund 5 cm tiefer einfach cooler. http://kkdowning.net/steelmill/wp-content/uploads/2016/07/bonscott.jpg
      Und klar. Ich probiere gern Dinge, die ich irgendwo "aufschnappe" um zu sehen, wie sie sich anfühlen. Ob sie zu mir passen, was sie mit mir machen.
      Wenn sie mir dann schon zu den Augen rauskommen, weil ich sie überall sehen, dann gucke ich wieder nach anderem.
      LG Sunny

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  4. Liebe Sunny, das ist wieder mal ein ganz toller Post! 👍👍👍 noch einen schönen dritten Adventssonntag! LG 😊

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    1. DAnke. Dir auch. Wollte Dir einen Gegenbesuch abstatten, aber die Google + Seite gibt nicht so wirklich viel her. LG Sunny

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  5. Bei diesem Post würde ich am liebsten sagen gut gebrüllt Löwe. Ich finde es auch immer wieder erstaunlich woran die Menschen stören und sich auslassen müssen. Jeder sollte doch die Freiheit haben so zu leben und Handeln wie er möchte. Jeder hat seien eigenen und persönlichen Grund dafür. Ich finde niemanden steht es zu über jemanden zu urteilen oder gar zu verurteilen. Ich wünsche dir auch weiterhin eine schöne Adventszeit.
    Herzliche Grüße Petra

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    1. Brüllen wollte ich eigentlich nicht. Nur mal wieder ganz dezent und leise einen chilligen und doch wirksamen Pfad aufzeigen, den jeder gehen kann.
      Letztlich führen alle Wege nach Rom. Man darf nur sein Ziel nicht aus den Augen verlieren und muss bereit sein auch mal nen Umweg zu machen. LG Sunny

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  6. Genau so ist es. Wir machen doch längst unser Ding. Ich bin mir nur nicht sicher ob die Jugend das durchschaut. Früher habe ich mich vom Umfeld viel mehr beeinflussen lassen.
    Schönen Abend, liebe Grüße Tina

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    1. Ich glaube man muss eine bestimmte psychische Konstitution haben, um für Manipulation anfällig zu sein. In jungen Jahren ist man einfach noch nicht so stabil wie im gereifteren Alter. Wir können allen nur die Daumen drücken sich inspririeren aber nicht manipulieren zu lassen. LG Sunny

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  7. Wir wurden doch schon als Kinder mehr oder weniger beeinflusst. Es musste DER Ken oder DIE Barbie sein oder ein bestimmtes Teil, welches man woanders gesehen hatte. Insofern finde ich das nicht schlimm. Nur dass es heute nicht mehr beeinflussen heißt, sondern influencen. Wenn ich es will, lasse ich mich gern beeinflussen. Wenn nicht, ist auch gut. Springsteen Fan bin ich übrigens auch. Und ich gucke TV.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Ja. Klar gab es in unserer Kindheit Dinge, die man unbedingt haben wollte/sollte. Da das aber nicht ging, war ich sehr erfinderisch, was Workarounds betraf. Aber zwischenzeitlich sind wir doch aus dem Alter draußen, dass unser Glück an einer "angesagten" Designertasche hängen könnte. Hoffe ich.
      LG Sunny

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    2. Für mich bedeutet Bloggen und Blogs lesen einfach eine Bereicherung. Mein Leben ist gut so, wie es ist und nicht abhängig vom Bloggen und von Bloggern. Ich habe auch kein Ziel mit dem Bloggen, wenn die Zeit gekommen ist, wo ich keine Lust mehr habe, höre ich auf. Fertig.
      Aber ich lasse mich gerne inspirieren von anderen Bloggerinnen, denn Frauen-Zeitschriften lese ich nicht und wenn doch mal, dann kann ich mir die Klamotten, die in der Glamour z.B. vorgestellt werden, nicht leisten. Sachen, die auf Blogs vorgestellt wurden, habe ich mir auch schon direkt nachgekauft, z.B. 2011 mein erstes Kleid von Mango. Und ich freue mich, wenn Leser sich von meinen Outfits "anstecken" lassen und auch etwas nachkaufen. Da bin ich gerne Influencer, obwohl ich das Wort nicht mag und mich auch nicht so sehe. Ich bin eigentlich "die nette Frau von nebenan" und möchte anderen Frauen zeigen, was man heutzutage alles so anziehen kann, besonders hoffe ich z.B., dass ich anderen Frauen Mut mache, mehr Röcke und auch Kleider zu tragen.

      Man kann alles im Leben machen, aber oft nur nach seinen Möglichkeiten und das ist oft ein Hinderungsgrund. "Dir steht die Welt offen und Du kannst alles machen!" - diese Sprüche mag ich nicht. Wer Schwierigkeiten in der Schule hatte, wird sicherlich niemals Lehrer werden, auch wenn er es sich noch so wünscht. Ich könnte viele solcher Beispiele aufzählen, deswegen bin ich immer sehr vorsichtig mit solchen Sprüchen.

      Mein Mann und ich machen vieles jetzt, was möglich ist und nicht erst, wenn wir Rentner sind. Eine Frau, die ich voriges Jahr im Krankenhaus kennenlernte, wurde, kurz nachdem sie Rentnerin war, schwer krank und hatte nur noch kurze Zeit zu leben. Sie erzählte mir, dass sie immer mal nach Norwegen wollte, seit vielen Jahren, aber immer gesagt hat, wenn ich erst Rentner bin, dann reise ich. Nun ist es zu spät. Sie sagt, das war der größte Fehler in ihrem Leben. Ich habe ihr erzählt, dass das auch meine größte Angst ist, etwas nicht zu machen und dann geht es nicht mehr. Das Lieblingslied von meinem Mann und mir ist "Kein zurück" von Wolfsheim. "Du willst noch leben irgendwann, doch wenn nicht heute, wann denn dann? Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her."

      Liebe Grüße,
      Moppi

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    3. Ich bin weitgehend mit Moppi einer Meinung.

      Der einzige Einfluss, den ich via Blog nehme, besteht darin, die Welt ein bißchen besser zu machen - und darin bin ich mittlerweile schon ganz schön gut geworden. ;)

      Viele Grüße von der Bunten

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    4. Da bin ich ganz bei Moppis. ..Es kann nich jeder das tUn, was er will.Dazu hab ich mal einen guten Spruch gelesen,weiß nicht mehr wo:Jeder ist seines Glückes Schmied,aberichtet nicht jeder kann gleich gut schmieden!
      LG Barbara

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  8. Gute Gedanken zum Thema Sunny!
    Ich selbst lese nur mehr Blogs die ich wirklich sehr mag, da kaufe ich auch ab und an etwas nach. Vor allem bei Moppi.:D
    Ansonsten halte ich mich aus der gesamten Blogger-Szene ziemlich raus, also aus dem Teil, wo es nur mehr um Vermarktung von irgendwelchen Produkten geht. Das interessiert mich einfach nicht.

    Liebe Grüße <3

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  9. Mir ist es egal, wie man es nennt. Früher waren es die Frauen in den Versandhauskatalogen, die die Sachen vorführten. Später wurde beim Abspann der Nachrichtensendungen (im privat TV) die Klamottenmarke eingeblendet. Als man noch nicht Werbung dazuschrieb, habe ich auch schon Sachen nachgekauft, die mir bei anderen gefielen. Ich selbst habe ich schon Leute davon überzeugt, sich lieber ein Fitbit, statt einen anderen Schrittzähler zu kaufen. Jeder hat doch ein Hirn und einen Überblick über seine finanziellen Mittel und man möchte meinen, dass jeder auch weiss, was er braucht.

    Es gab ja auch schon Meldungen über Menschen, die sich in internetloser Vorzeit bei OTTO/QUELLE/WASWEISSICH verschuldet haben. Das Medium ist heute anders, der Wechsel schneller - aber sind die Gefahren deshalb größer? Wenn ich einen Pulli wie Taylor Swift trage, wird das niemand bemerken. Es sei denn, ich schreibe es bei Instagram dazu. Und ja - Handtaschen sind immer ein gutes Beispiel. Es gibt zum Glück einige, die das wie ich sehen!
    Liebe Grüße
    Bärbel☼

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  10. wow!
    sehr cool wie du die kurve vom leidigen influencer zum rock-gott springsteen ziehst! ersteres lässt mich kalt - aber ich denke schon, dass nicht viele menschen so autark sind wie du & ich. es ist ja auch viel leichter einfach in der herde mitzutrotten als selbst zu denken und dann auch noch entsprechend zu handeln.
    manisch-depressiv ist gut für grosse kunst - macht aber leider einsam - was auch wieder der kunst zugute kommt.
    xxx

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  11. Liebe Sunny! Ein toller Beitrag, der vermutlich mehr über Dich aussagt als über Mr. Springsteen! ;-) !Ich habe von dieser Art von Musik, zugegeben nicht soviel Ahnung! Aber ich habe mir die Video-Mitschnitte (sagt man so? Egal...) jedenfalls angesehen und habe verstanden, was Du meintest. Diese Musik versteht zu berühren, wenn man sich, wie Du geschrieben hast, in der richtigen ,,Mood", (klingt in dem Zusammenhang einfach besser als ,,Stimmung") befindet. Ich habe es als eine Musik empfunden, die ruft ,,Jetzt erst recht!". Deine Einstellung zu Geld kann ich auch nachvollziehen. Dazu stehe ich allerdings etwas anders, denn Geld wird in dem Moment wichtig, in dem Du es nicht hast, aber etwas erreichen möchtest, zu was Du es einfach brauchst und wenn Du Verantwortung für andere Menschen hast! Als ich mit 450 Euro ,,Taschengeld" im Monat studiert habe und nach den Vorlesungen im Altersheim 20 Betten, die z.T. verkotet waren, frisch bezogen habe, als ich 4 Tage nach der Geburt meiner damals sehr kranken Tochter wieder gearbeitet habe, damit wir irgendwie über die Runden kommen, da hätte ich schon gerne ein wenig mehr davon gehabt... Aber ich beklage mich sicher nicht, denn ich habe ich immer selbst in diese Situationen hineingebracht und auch wieder herausgezogen ... Und auch dafür bezahlt. Die Belohnung? Ich habe ein paar Situationen im Leben gehabt, in denen ich ,,fast" perfekt war und dadurch ein paar Menschen das Leben gerettet habe, dass ich davon mein Leben lang zehren werde ... So, das war wohl der privateste Kommentar, den ich je geschrieben habe, Springsteen sei Dank! Aber gerade deshalb lösche ich ihn nicht... Dir fröhliche Weihnachtenund danke für Deine tollen Posts! Alles Liebe, Nessy
    www.salutarysyle.com

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  12. Liebe Sunny, ich wünsche dir und deiner Familie ein besinnliches schönes
    Weihnachtsfest - entspannte Tage - viele schöne Augenblicke -
    ganz herzliche Grüße - Ruth

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  13. Tja .... das ist nicht anders wie früher bei den Illustrierten oder in Medien wie TV.
    Wer nicht mitdenkt, hat immer schlechte Karten und wird unzufrieden sein.

    Sicher ist keiner ganz frei davon, sich "infizieren" zu lassen. Aber bei mir hält sich das doch in engen Grenzen. Wir brauchen einfach nicht mehr so viel oder anderes. Lieber verreise ich mal, als mir zuviel Kram hinzustellen oder den Kleiderschrank voll zu machen mit Sachen, die ich doch nie trage. ;-)

    So einige sog. Influencer haben zahlreiche gekaufte Follower. Das ist dann natürlich kein Kunststück. ;-)

    Die Ampeln sind ja cool, wo stehen die denn? Oder ist das eine Foto-Montage?

    Mit der Zeitverschwendung sehe ich das ähnlich. Bloggen ist ein schönes Hobby und entspannende Hobbys darf man sich doch erlauben! Außerdem lernt man hier viel und der gegenseitige Austausch ist zusätzlich ein sozialer Aspekt, also keine verschwendete Zeit!

    Auch ich bin kein Mensch, der gerne plant. Ich habe zuviel erlebt, gerade bei Leuten, die viel planten, daß dann alles ganz anders kam.

    Und stimmt, ein anderer zu sein, sollte man sich nie wünschen, jeder hat sein Päckchen zu tragen!

    Tolle Musik!

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

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