[Tall fashion] Herbsttrends 2021 - Fury Bags, Chain-Ketten und Gehröcke

 Als Gegenpol zum Fahrt aufnehmenden Weihnachts-Konsumrausch ist der Konsum-Verzicht dieser Tage tatsächlich ein großes Thema. Vor allem wenn man die Anstrengungen um den Umwelt- und Klimaschutz betrachtet. Aber gerade auf Instagram wird aktuell wieder die Werbetrommel gerührt, dass es mir ganz schwindlig wird. Auch wenn die mir aktuell eingespielten Produkte meist einen nachhaltigen Anstrich haben, frage ich mich, ob die Werbetreibenden die Menschheit denn für total verblödet hält. 

Einem Alkoholiker ist nicht geholfen, wenn man ihm alten Wein in neuen Schläuchen vorsetzt. Es ist zwar wichtig, was wir genau kaufen. Noch wichtiger wäre es aber, (noch) weniger zu kaufen. Den Konsum von einen Tag auf den anderen vollständig zu stoppen ist leider unmöglich. Der Versuch ebenso gefährlich, wie alleine einen Alkoholentzug zu machen. Siehe Amy Winehouse. Das kann tödlich ausgehen.

Fury Bags, Chain-Ketten und Gehröcke

Wie sind wir da eigentlich hinein geraten?

Ich habe es bestimmt schon öfter irgendwo geschrieben. Die Welt war noch i.O., als man als "normaler Mensch" auf seine Wünsche sparen musste. Als Schüler dafür arbeiten ging. Stereoanlage, Schallplatten, Ausgehen, Konzert, Camping-Urlaub. Konsum von Luxusgütern (alles was nicht lebensnotwendig ist) ist nichts, was einem von Geburt an "zusteht". Das ist etwas, für das man sich anstrengen muss. Das geht damit einher, dass man auf Dinge verzichten muss. Man muss Prioritäten setzten.

Ich rede von den Tagen, an denen nicht jede Familie zwei Autos hatte und in jeder noch so kurzen Ferienwoche in den Süden gejettet ist. Und im Winter zum Skilaufen. Ich da jetzt an die Flachlandtiroler*innen, nicht an die, die zwischen den Bergen wohnen.

Ich rede von Tagen, als man sich noch über erfüllte Wünsche richtig und vor allem richtig lange freuen konnte. Ich rede von den Tagen, als in Deutschland noch echte, hochwertige Markenware produziert wurde. Ich rede von den Tagen, als man sich nach der Hochzeit, mit Null Mark in der Tasche, Wohlstand für sich und die nachfolgenden Generationen erarbeiten konnte. Ja erarbeiten. Mit Fleiß.

Ich rede von den Tagen, in denen sich die Leute entweder die Hände schmutzig gemacht haben oder in der Schule richtig fleißig waren. Ich rede von den Tagen, wo nicht jeder „Depp“ Abi machen musste und danach ein Diplom in „Diskussionswissenschaften“. Ich rede von den Tagen, wo sich die Hauptschüler nicht zu gut für einen Lehrberuf waren. Von den Tagen, als in Pflegeberufen nicht auf Billiglohnkräfte aus dem Ausland gesetzt werden musste. Von den Tagen, als die deutsche Wirtschaft nicht über den Fachkräftemangel jammerte.

Ich rede von den Tagen, als Dinge benutzt wurden, bis man sie wirklich nicht mehr reparieren/stopfen/richten konnte. Und ich rede von den Tagen, als Freundschafen und Beziehungen erst wirklich zerbrachen, als man sie wirklich nicht mehr reparieren/stopfen/richten konnte.

Warum sind wir da, wo wir heute sind?

Warum will sich heute eigentlich keiner mehr die Hände schmutzig machen? Warum kann man sich nur noch beim Sport anstrengen? Warum glaubt eigentlich das halbe Land, dass es Anspruch auf etwas anderes, wie Essen, Bildung und Gesundheitsvorsorge haben könnte? Und das, während man sich auf dem Sofa sitzend Unterschichten-TV reinpfeift?

Ich habe ca. 1990 begonnen „mehr“ Geld zu verdienen. Und damit stiegen natürlich auch meine Ausgaben. Für „Luxus“ (=schöne Dinge, die man eigentlich nicht braucht). Kleidung, Ausgehen, Urlaub. Wobei ich da auch eher bescheiden war. Ich hatte es eigentlich schon immer drauf, mit meinem Geld auszukommen, ohne „Verzicht“ zu spüren.  

Das ist meiner Ansicht nach auch der schlagende Beweis dafür, dass man das meiste, was man kauft, gar nicht braucht. Immerhin haben einige wenige, nach fast dreißig Jahren realisiert, dass wir das was wir konsumieren zum aller größten Teil gar nicht brauchen. Oder  zumindest, dass das, was wir konsumieren, aus den verschiedensten Gründen auf den zweiten oder dritten Blick nachhaltig schädlich ist. Für den Rest der Welt und vielleicht auch für die Zukunft unserer Kinder.

Fury Bags, Chain-Ketten und Gehröcke


Müssen wir zurück gehen, um die Zukunft zu ändern?

Lasst uns also mal einen Schritt zurück treten. Muss ich da wirklich hin? Brauch ich das wirklich? Wirklich? Warum? Funktioniert das alte noch? Habe ich Platz dafür? Etwas gar nicht – oder gebraucht - zu kaufen, ist grundsätzlich besser, als eine neu produzierte, „verträgliche“ Alternative.

„Ja, aber dann müssen die armen Menschen in den Ländern der 3., 4. Oder 5. Welt doch wegen mir verhungern“. Nein. Das müssen sie nicht. Sie werden sich anpassen. Sie wollen nämlich überleben. Dinge können auch im fernen Ausland unter fairen Bedingungen produziert werden. Aber nicht nur das. Auch Lebensmittel können regional und unter fairen Bedingungen für Umwelt, Mensch und Tier erzeugt werden.  Wir müssen nur akzeptieren, dass es unter diesen Umständen dann keine Shirts für 5 € und kein Kilo Schweinefleisch für 7 € mehr geben wird.  Ob das jedem so leicht fallen wird? Ich befürchte nein.

Wir sind frei. Frei in unseren Entscheidungen.

Wir haben die Freiheit. Tatsächlich. Wir können konsumieren oder verzichten. Reisen oder zu Hause bleiben. Uns gegen Corona impfen lassen, oder dabei zusehen, wie diese Krankheit die Menschheit weiter in Atem hält. Ärzte und Pfleger an den Rand der körperlichen Belastbarkeit führt. Ich befürchte zwischenzeitlich fast, zu viel Freiheit ist für den Menschen eher verwirrend und unzuträglich.

Wir alle hier in der Blogosphäre, können nichts anderes tun, als immer wieder zu schreiben und zu zeigen, dass wir frei sind, zu entscheiden, ob wir Dinge konsumieren wollen. Ich gehe immer mehr dazu über, mir die Freiheit zu nehmen, ehemalige Must-Haves einfach nicht mehr zu ersetzen und nur noch das zu kaufen, was wirklich sein muss (Kosmetik). Und nur noch das an Kleidung, was kaputt ist. 

Ich habe Glück. Mein Haushalt ist ausgestattet, ich fühle mich in meinen Möbeln wohl. Mein Fundus an Kleidung und Schuhen ist groß genug, um Jahre ohne Neuanschaffung auskommen zu können. Ich möchte hier auch an die kreativen Beiträge von Maren erinnern, die uns hin und wieder zeigt, wie man mit ganz wenig „Neuem“ alte Möbel umgestalten kann und den vorhandenen Raum in einer kleinen Wohnung noch optimaler ausnutzen kann.

An dieser Stelle ist wohl jetzt der ideale Zeitpunkt, um über die Kleidung hier auf den Fotos zu sprechen. Durch die Bank alle haben schon einige Jahre auf dem Buckel. Und trotzdem ist es mir gelungen damit ein paar 2021-Trends zusammen zu fangen.

Fury Bags, Chain-Ketten und Gehröcke

Trends 2021 – im eigenen Schrank „geshoppt“

  • Schmuck: Grobe Gliederketten (Chain-Kette ;-) umfunktionierter Taschen“gurt“ von Zoe Lu  aus dem Herbst 2019)
  • Farben: Dunkelgrün und Dunkelblau
  • Taschen: Fury Bags (plüschige Taschen, Fell, Geschenk Weihnachten 2011)
  • Zitierte Jahrzehnte:  70er (Schlagjeans und Schnürpumps) 00er (Longblazer)
  • Schuhe: Schnürpumps, perfekt zur Schlagjeans
  • Details: Longblazer (vermutlich 1999), Dark-Denim mit Schlag (mindestens 2016 -  oder älter), Locker geschnittenes Langarmshirt (2010 oder älter)

Ich würde mich sogar liebend gerne von ein paar Dingen trennen. Kleinmöbel, Kleidung, Bücher, Elektrogeräte. Alles gut erhalten, aber ich nutze es nicht (mehr) und mir geht es im Weg um. Ich wohne in einer Gegend, in der fast alle alles haben. Oder auch von allem zu viel. Ich würde mir wünschen, dass meine Sachen auch weiterhin mit Respekt behandelt werden würden. Ich würde sie sogar verschenken, wenn sich jemand darüber freuen würde, wenn sie jemandem passen würden.  Aber viel zu oft stelle ich fest, dass die Leute Dinge nicht schätzen, für die sie nichts tun mussten, sich nicht anstrengen mussten.

Was macht Ihr mit Euren Sachen? Von dem zu viel an Sachen, die Euch belasten? Bringt Ihr es fertig sie weg zu werfen? Was sind das für Sachen, von denen Ihr Euch trennen wollt?

Kommt mir gut durch den Dienstag, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund

Sunny



Kommentare

  1. Dass "die armen Menschen in den Ländern der 3., 4. Oder 5. Welt doch wegen mir verhungern“ müssen, ist ja wohl die billigste Ausrede für einen Konsumrausch. Hab ich so noch nie gehört, sagen das die Leute echt? Oje. Dann sollten sie sich mal informieren, was z.B. mit "Hilfe" der westlichen Gesellschaft in afrikanischen oder asiatischen Ländern passiert ist.
    Dass sich niemand mehr die Hände schmutzig machen will, sehe ich nicht ganz so, und das Problem sind ja auch der Billiglohn, aber auch der Schulabschluss, der nichts mehr wert ist, so dass einem fast nix anderes übrig bleibt, als über die "Mittelschule" hinaus weiter zu kommen - oder eben in einem oder mehreren (da kenne ich viele! Das ist so! Was glaubst Du, wie viel du arbeiten musst, um einigermaßen über die Runden zu kommen für die miese Bezahlung!) Billiglohn-Jobs zu landen.
    Dass man als junger Mensch weniger Geld hat und somit mehr sparen muss, ist denke ich normal. Das Problem ist m.E.n. die Verlockungen der Konsumgesellschaft, die "O-Prozent-Finanzierung". alles ist jederzeit machbar und konsumierbar. Wenn alle das neuste Handy haben, ist es halt als junger Mensch schwer, zu verzichten. V.a weil es so leicht zu bekommen ist!
    Zu Deiner Frage: Ich kann mich so gut von Dingen, unguten Beziehungen, Situationen, "alten" Vorstellungen und der Vergangenheit (die ich nicht verkläre) trennen, dass ich's manchmal selbst nicht glaube :-D
    Schönes, schick-lässiges Outfit! Gefällt mir sehr gut.
    Liebe Grüße Maren

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ist das so? Also mit dem Schulabschluss. Die Handwerksbetriebe hier am Ort würden liebend gerne Handwerker ausbilden. Elektriker, Wasser, Spenglerei, Zimmerei. Aber sie finden kaum interessierte Lehrlinge. Die auch noch zuverlässig sind. Die zuhören, zuschauen und lernen wollen. Hier ist der Fachkräftemangel schon mehr als spürbar. Wenn Du nicht irgendwo seit 50 Jahren Kunde bist, kannst Du lange warten bis einer kommt und Deinen Fehler "richtig" behandelt.
      Nicht anders ist es bei meiner Autowerkstatt. Der hätte Arbeit für noch 3 Mechaniker. Kann er nicht annehmen. Denn er findet keine, die die Arbeit eigenständig und ohne ständige Beanstandungen durch den Kunden im Nachgang erledigen.
      Arbeit sehen, Erfahrungen einbringen und komplexe Zusammenhänge verknüpfen, da happert es gewaltig.
      Nicht anders ist es bei den Praktikanten diverser Vorbildung, die ich aufnehmen muss/darf. Da sind Abiturienten dabei, die sind zu dumm um einen Eimer Wasser umzustoßen. Denen muss man alles 100 Mal sagen. Sie hören nicht zu.
      Das hat nichts mit Schulbildung zu tun. Vielmehr mit dem Wollen. Die genieren sich nicht, die meinen glatt, das muss so. Wir hätten uns in Grund und Boden geschämt.
      Das glaub ich wohl. Dass es viele Billiglohnjobs gibt. Auch in München. Warum sollte ich eine gelernte Bäckerei-Fachverkäuferin einstellen, wenn ich mich mit Studenten und Schülern über Wasser halten kann?
      Das fertigende Gewerbe ist weggefallen. Klar. Keine deutsche Firma mit deutschen Lohnnebenkosten kann für schmales Geld ein Markenprodukt herstellen. Letztlich haben sich alle, die die letzten Jahrzehnte das Zeug gekauft haben, sich selbst das Stuhlbein abgesägt.
      Egal. Wenns nicht reicht, die fleißigen Steuerzahler werden mich schon durchfüttern.
      Die Null Prozent Kredite gab es auch vor 30 Jahren schon. Aber es gibt einfach ein paar Sprüche, die ich schon früh verinnerlicht habe. Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not. Betteln tut man nicht. Kaufe nichts, was Du Dir nicht leisten kannst. Hab immer was auf der Hohen kannst. Kaufe nie auf Pump. Leih Dir kein Geld.... und ... und ... und.
      Und klar, wenn alle Plastiknägel haben, dann muss ich die auch haben. NICHT. Hier ist der Punkt. Warum lässt man sich eigentlich diesen Scheiß einreden, was man alles zu brauchen hat?
      Ich weiß auch nicht, was das ist. Wir haben immer die Nase über Kinder reicher Eltern gerümpft. Wir hatten zwar auch welche, die mit dem Porsche zur Schule fuhren. Aber wir hatten auch richtig "reiche", die sich tunlichst bemühten, dass nicht so offenkundig zu machen. Es wäre ihnen peinlich gewesen.
      Da ich in der IT Arbeite, muss ich mich ständig mit Ultraneuem auseinandersetzen. Auch da ist nicht alles Gold, was glänzt. Eigentlich müsste es seit 25 Jahren keine neuen Word und Excel-Versionen mehr geben. Die alten haben das, was man braucht genauso effizient erledigt. Aber da würde ja keiner verdienen. Mein Team hat seit 1999 ein und das selbe Servlet im Einsatz. Alle Anwendungen der letzten 22 Jahre laufen auf einer Plattform. Alles sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand. Sogar das Layout up to date. 130 Anwendungen mit Bürgerschnittstelle werden von 14 Personen betreut und es kommen immer neue dazu. DAS ist NACHHALTIG.

      Freut mich, dass Dir die Sachen gefallen. BG Sunny

      Löschen
  2. Hätte es Karl Heinz Böhm Anfang der 80s nicht gegeben. Und er nicht über seine Hilfe geschrieben hätte ich es nie so früh erfahren. Sicher soll man anderen Helfen wenn sie Hilfe benötigen. Aber haben wir auch das Recht uns in deren Kultur einzumischen ?

    Ich bin seid einiger Zeit dabei, alles was ich nicht mehr benötige einfach weiter zu geben. Das Sozialkaufhaus nimmt die Sachen gerne. Und oft sind sie nach ein paar Kunden gekauft. Ich find´s gut. So versucht man bei uns Langzeitarbeitslose die willig sind wieder ins Berufsleben zu helfen. Damit sie wieder einen geregelten Tag bekommen. Und damit ist auch Dein geschriebener Gedanke beantwortet.
    Warum sind wir da wo wir heute sind ? ... weil wir alles dafür tun, damit wir unser Ziel erreichen ;)
    LG heidi... die Deinen Look echt klasse findet

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Medizinischen Hilfe wird wohl hoffentlich niemand ablehnen, auch im fernsten Ausland nicht, hoffe ich. Um vor Ort unterstützen zu können, wird man sich tatsächlich erstmal mit der Sachlage und den Strukturen auseinandersetzen müssen.

      Sozialkaufhaus. Gibt es. Ein paar. Mit dem Auto 20-30 min entfernt. Mit sehr schrägen Öffnungszeiten. Aktuell für mich leider keine Option.

      Bin sicher, überall wird versucht die Arbeitslosenquote zu verringern. Die Methoden sind manchmal etwas schräg und es gibt sehr viel Bürokratie. Ich kenne tatsächlich niemanden, der Arbeitslos ist. Und einen, der war es mal. Lange. Schwierig. Viele Krankheiten. Ein Alkoholproblem.

      Warum sind wir da, wo wir sind? Mein Ziel war es nie Natur, Tiere und Menschen auszubeuten. Und trotzdem konnte es dazu kommen, dass ich Teil dieses ungeheuren Ungleichgewichts geworden bin. Zu schön der Traum der Unbeschwertheit.

      Danke.
      BG Sunny

      Löschen
  3. OH was für ein guter Beitrag. Ich habe mich erwischt, beim Nicken und ach ja... denken. Und was soll ich dir sagen, ich habe dann die Shoppingtour für Freitag gedanklich gestrichen, wobei ich eigentlich ein paar Oberteile holen wollte, vieles passt mir nicht mehr (alles wo ich "nur" ca. 5kg rausgewachsen bin, liegt in Vakuumbeutel auf dem Dachboden, alles was mehr als 10 kg entfernt ist, hatte ich beim Umzug sortiert, in kann wirklich weg oder liegt im Beutel, gerade bei Markenklamotten tue ich mich schwer mit einfach wegwerfen, aber ja... will kein Mensch auch nicht geschenkt. Und in meinem Schrank sind einige Teile vom Kaffeeröster eingezogen, die bei genauerer Betrachtung eigentlich qualitativ eher als Homeklamotten taugen, sie sitzen nicht gut - aber damit sind wir wieder beim Neukauf, wobei mir in letzter Zeit auch andere typischen Vertreter in meinem Kleiderschrank qualitativ eher negativ aufgefallen sind, da gehen die Nähte schneller auf als man denkt und wenn ich so bei dir lese... von 2010, da wäre einiges entweder verwaschen oder lappig oder ...zu klein.
    Na ich geh dann noch mal meinen Schrank durchstöbern... zwinker! Vielleicht brauche ich doch nichts neues.
    Lieben Gruß Jacky

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Schön, dass ich Dir einen Gedankenanstoß geben konnte. Es hilft nicht. Man muss es immer und immer wieder nach vorne ziehen und drüber nachdenken.
      Ich habe wirklich sehr viele Klamotten. Und da ich nicht umziehe und immer noch ausreichend Platz habe, habe ich vieles lang und trage es selten. Aber ich gebe Dir recht. Egal ob Kaffeeröster, Hager und Mager, Asos. Die Qualität und Verarbeitung der Sachen lässt in den meisten Fällen und in der letzen Zeit zu Wünschen übrig. Leider weiß man das beim Kauf nicht immer sofort.
      Geh nochmal in Dich.
      BG Sunny

      Löschen
  4. Manches sehe ich wie Du, manches anders. Dass der überhitzte Konsum nicht gut ist für die Menschen und die Erde, denke ich auch.
    Dass aber die Menschen für ihr Auskommen nicht mehr arbeiten wollen, empfinde ich hingegen nicht so und ich kenne viele, die wenig verdienen und dafür viel arbeiten müssen. Maren hat oben auch einige Gründe angeführt, die ich ebenso sehe. Hinzufügen möchte ich noch den Wohnungsmarkt, der ungehemmt kommerzialisiert wurde, auch von unserem damaligen Finanziminister Söder in dessen Amtszeit z.B.. Nicht jeder kann und will aufs Land ziehen, wo es vielleicht billig ist, aber eben strukturschwach, kein Arzt mehr, keine Schule im Ort, kein Kindergarten... Und nicht jeder hat ein Haus von den Eltern geerbt oder zur Verfügung.
    Leben sind vielfältig und das sollen sie auch sein. Gut finde ich es, wenn jede/r in seiner Umgebung einen Beitrag leistet zu gutem Konsum, mehr Solidarität und Bewusstheit, über das,was man eigentlich tut.
    Dein Outfit ist hier ein schönes Beispiel. Ich habe auch Vieles im Schrank, was ich schon ewig habe und gern trage. Ebenso meine Wohnungseinrichtung, die habe ich schon 40 Jahre und damals war sogar vieles nicht neu. Ich weiß noch sehr gut die Zeiten, als ich wenig Geld hatte, keinen gesicherten Arbeitsplatz und dazu einen schwer kranken Mann und 2 kleine Kinder.
    Und das gibt es heute noch genauso in vielen Familien. Unsere Zeitung "Nürnberger Nachrichten" macht jedes Jahr eine Aktion: "Freude für alle" und bedenkt genau solche Fälle mit finanziellen Hilfen und die LeserInnen dieser Zeitung spenden dafür jedes Jahr über eine Million Euro.
    Das stimmt mich froh. Noch froher wäre ich natürlich, wenn diese Aktion nicht nötig wäre. Aber das ist leider Wunschdenken.
    Ich trenne mich übrigens von Vielem leicht und von Manchem ganz schwer. Kommt ganz drauf an...
    Liebe Grüße von Sieglinde

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Ich weiß noch sehr gut die Zeiten, als ich wenig Geld hatte, keinen gesicherten Arbeitsplatz und dazu einen schwer kranken Mann und 2 kleine Kinder."
      Nur zu verständlich, sowas vergisst man nicht.
      Und klar. Das gibt es immer wieder. Und das ist wirklich Existenzbedrohend.
      Ein aktueller Fall aus meinem Freundeskreis: "Schwiegervater einer Freundin verstirb unerwartet. Er ist der bestellte Pfleger der an Alzheimer/Demenz erkrankten Schwiegermutter.
      Sohn und Mutter erben zu gleichen Teilen. Seit drei Wochen ist nicht geklärt, wie das rechtlich abläuft. Es gibt keinen Erschein. Der Sohn kommt nicht ans Konto heran.
      Beerdigung vorstrecken. Unbezahlte privatärztliche Rechnungen. Heimunterbringung der Mutter im aktuellen Zustand nicht ratsam. Private Pflegekraft?
      Die beiden haben eine Wohnung, ein Haus, drei Autos, ein Motorrad, arbeiten, haben erwachsene Kinder, fahren drei Mal im Jahr nach Italien, fliegen nach USA.
      Und haben jetzt kein Geld um hier für ein paar Wochen/Monate die Kosten für Mutter, Ärzte, Beerdigung vorzustrecken. Halllooo? Was ist da falsch gelaufen?
      Das meine ich. Das würde mir im Leben nicht passieren.
      Ganz Bayern ist "schwarz". Nürnberg und München mal ausgenommen.
      Die Kommerzialisierung sämtlicher Märkte ist marktwirtschaflich korrekt. Wobei wir natürlich in Deutschland eine soziale Marktwirtschaft haben. Preis für Lebensmittel werden künstlich nieder gehalten und subventioniert. Nirgendwo in Europa sind Lebensmittel so günstig wie bei uns. Und nirgendwo sind die Leute so übergewichtig. Die Preise für Klamotten und Elektrogeräte, Möbel etc. halten die Leute selbst niedrig. Sie kaufen nix hochpreisiges.
      Ich nenne es immer "Brot und Spiele". Mit billigem Fleisch, Malle und Unterschichten TV wird der Pleb ruhig gehalten. Wen interessiert denn da die Umwelt und die Sweat Shops in Asien?
      Ich kenne genug Leute, die in Sendling, Giesing oder Schwabing mit 4 Geschwistern in einer kleinen Mietwohnung aufgewachsen sind. Die haben alle was aus sich gemacht. Wohnen aber schon ewig nicht mehr da. Der Münchner, der aus seinem Arbeitermief raus ist, der wohnt vor den Toren der Stadt. Wer das in den 70ern und 80ern nicht hinbekommen hat, der sitzt noch immer in Untergiesing, wählt SPD und hält seinen Löwen die Treue.
      Was aber nicht heißt, dass die Leut da dumm sind.
      Schaust Du hier den Alfons erklärt die Weltwirtschaft
      Wobei ich sagen muss. Da Giesinga is ma undda da Haut lieba, wie da Breiß aus Bognhausen.
      BG Sunny

      Löschen
  5. Gute Sachen, die ich nicht mehr möchte, verschenke ich über Ebay Kleinanzeigen lokal (größere Teile wie Möbel) oder spende sie dem Sozialkaufhaus im Nachbarort. Meine Sachen nehmen die in der Regel sehr gerne. Was dort keiner braucht, geht in den Müll. Vor einigen Monaten ein Sack voll CDs zum Beispiel.

    Ich habe gerade ein Kleid an, das recht neu ist, nachhaltig produziert. Nach der ersten Wäsche ist der seidenmatte Glanz weg und die Farbe nicht mehr tiefdunkelgrün, sondern bereits leicht ausgewaschen, und es gibt sogar schon hellere Stellen an den Knickstellen vom Waschen (900 Umdrehungen, Feinwaschgang, auf links gewaschen mit Öko-Colorwaschmittel. Klar kann ich das so weiter tragen, es sollte mit der tiefen Farbe und dem seidenmatten Schimmer aber eher ein feines Kleid sein, mein einziges. Jetzt kann ich es entweder reklamieren (würde vermutlich das Geld zurück bekommen und das Kleid landet im Müll beim Hersteller nach der Retoure) oder weiter tragen als Alltagskleid. Nur ein feineres Kleid habe ich dann schon wieder nicht ... Alles nicht so einfach.

    LG Ines

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das habe ich ja noch immer nicht verkraftet. CDs, LPs wegwerfen ist ein Sakrileg. Könnte ich nicht. So wie Bücher. Und Geschenke... und Kabel... und Tassen, leeres Papier, neues Geschenkpapier... und... und.. und. Du siehst schon, ich bin ein schwerer Fall von Behalteritis.

      Das mit Deinem Kleid ist ärgerlich. Vielen Dank auch noch für die Parallel-Erklärung.
      Ich wasche solche Teile ja nur super selten, da ich sie selten trage und mit dem Kleckern habe ich auch keine Probleme. Möglicherweise wäre das auch mit einem nicht-nachhaltigem Kleidungsstück passiert. Ich würde das jetzt nicht unbedingt daran festmachen.
      Und klar. Die "modernen Fasern" auch die Naturfasern waren in den letzten Jahrzehnten durch die Bank chemisch "ausgerüstet", sodass sie vor Pilling und Ausbluten geschützt waren. Wir sind da sehr verwöhnt. Naturfasern kann man problemlos färben. Es wundert mich auch nicht, dass sie dann auch genauso problemlos auch die Farbe wieder lassen.
      Vielleicht müssen wir uns einfach daran gewöhnen, dass Naturfasern anders verhalten als Chemie. Ich finde es eh etwas seltsam, dass jetzt "nachhaltig" alles angeboten werden soll, was es schon in "künstlich" gibt. Das ist so wie veganes Fleisch. Entweder ich esse Fleisch, oder eben nicht. Ich will nichts essen, das aussieht und schmecken soll wie Fleisch aber etwas anders ist.
      Vielleicht sollten wir alle endlich weg von diesem Blendwerk. Unsere Männer, Kinder, Eltern, Freunde, Kollegen mögen uns so wie wir sind. Für Fotos in den sozialen Medien gibt es Filter. Besser als jeder Chirurg, jeder Friseur und Silikon in der Schminke. Jetzt muss uns nur noch selbst gefallen, was wir im Spiegel sehen.
      Was wären Rossmann und Co übersichtlich, wenn es diese ganzen Paletten mit Kosmetik dort nicht mehr geben würde?
      BG Sunny

      Löschen
    2. Eine CD, die ich nicht mehr höre und keine will, ist für mich Müll. Leeres Papier kann ich als Notizzettel verwenden. Das ist für mich der Unterschied. Dafür ist bei uns wenig abzustauben :).

      Bei den Kosmetikbergen in der Drogerie wird mir immer schlecht beim Anblick. Jede Woche neue Marken vermutlich dabei ...

      Löschen
    3. Also bevor Du wieder CDs wegwirfst, schick sie bitte lieber mir. Wir versteigern die beim Radio. BG Sunny

      Löschen
  6. Du siehst klasse aus in Deinem 2021 Look. Klasse Idee die Taschenkette zur Halskette zu wandeln. Daumen hoch.
    Ich habe jetzt ein großes Paket Kleidung an Momox geschickt.Kleidung die noch gut ist und nicht ewig alt und irgendeine Marke hat, damit man den PReis ermitteln kann, kann man gegen Bargeld oder Gutschein im Shop dort hinschicken. Porto wird übernommen. Man kann das PAket sogar an der Haustür abholen lassen, muss also nicht mal zur Post. Vielleicht ist das was für Dich, ich finds gut.Gerade wenn man sonst niemanden hat der die Sachen möchte. Ebay hat mich nur noch genervt. So hat man mit Käufern direkt nix zu tun, denn Momox kauft die Sachen sozusagen ab.Feine Sache.
    Bei Shpock habe ich schon Gegenstände verschenkt. Das ist unkomplizert und hat immer funktioniert. Weil ich es verschenkt habe, ging das immer völlig kontaktlos. Ich habe es einfach vor die Tür auf den Tisch gelegt und der Interessent hats dann abgeholt.
    Liebe Grüße Tina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Freut mich, dass es Dir gefällt. Ich hab das mit Momox gestern mal angeschaut. Sonst habe ich ja immer an die deutschen Kleiderspende geschickt.
      Ich möchte eben unbedingt vermeiden, dass die Sachen geschreddert werden. Lieber kaufe ich mir nen neuen Schrank. :-)
      Was war los bei Ebay. Da hab ich früher öfter Markenjeans verkauft. Das hat gut funktioniert. Oder Turnschuh von meinem Sohn. Kindersachen auch gerne auf einem Flohmarkt, wo man eine bestimmte Anzahl abgeben konnte und der Rest wurde nach Verkaufsende gespendet. War auch gut.
      Shpock kenne ich nicht. Gucke ich mir an. Ich bin mir halt (da auf dem Dorf) dass die Leute da kommen und sich was holen. Mal gucken. Danke für den Tipp, Tina.
      BG Sunny

      Löschen
  7. Ja, die meisten, die hier lesen, haben sicherlich genug Klamotten, Möbel und anderen "Kram" vermutlich im Überfluss. Aber es gibt immer noch genug Menschen, die sich das Essen vom Mund absparen. Trotzdem ist es zum Teil schwierig, nicht mehr gebrauchte Sachen los zu werden. Manches wollen die Leute nicht mal geschenkt.

    Schön, dass Du Deine "alten Sachen" noch tragen kannst und magst. Die Plüschtasche finde ich total klasse :)

    Liebe Grüße Sabine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Definitiv. Wer sich hier bei uns das leben leisten kann (wobei definitiv das Wohnen einfach sauteuer ist), der kann sich eigentlich alles leisten. Natürlich gibt es auch in meinem Ort Sozialwohnungen. Aber die kannst Du an einer Hand abzählen. 500 qm Grund kosten 1 Million. Da baut und mietet kein armer Schlucker.
      Wenn es die "armen" Leute wirklich noch gibt, sollte man doch meinen, gute Sachen würden mit Handkuss genommen. Ich habe als Kind nur genähtes, umgenähtes und "geerbtes" getragen. Sachen aus denen ich rausgewachsen war, Spielsachen von denen ich mich trennen wollte, brachten wir nach Niederbayern zu Verwandten mit jüngeren Kindern. Da hat alles einen Abnehmer gefunden. Wenn nicht in dieser, dann in einer anderen Familie.
      Freut mich, dass Dir die Tasche gefällt. BG Sunny

      Löschen
  8. Hej, Sunny!
    "Ich befürchte zwischenzeitlich fast, zu viel Freiheit ist für den Menschen eher verwirrend und unzuträglich." - Ungefähr so einen Satz habe ich erst vor kurzem zu Edi gesagt. Ich hoffe trotzdem, dass es nicht wieder in Richtung (echte) Diktatur geht, nur weil manche Menschen leider zu blöd sind, um mit Freiheit umgehen zu können. Ich denke, es ist wie in der Kindererziehung: Nicht zuuuu leger, nicht zuuuu streng, aber KLARE, deutlich erklärte Regeln, die auch konsequent einzuhalten sind. Und die auch von denjenigen, die die Regeln aufstellen, befolgt werden. Damit können große wie kleine Menschen am besten umgehen. Und das haben zur Zeit weder die Regierenden in Ö noch in D drauf. (Wobei ich von Edi gerade erfahren habe: Ab Montag genereller Lockdown für alle und Impfpflicht für alle ab Februar 2022 - also vielleicht klappt's bei uns doch mit den klaren Regeln... Mal schauen.) In manchen anderen Ländern kehrt immer mehr despotisches Mackertum ein...
    Bei meinen Outfit-Posts hast du schon gesehen, dass einige meiner Kleidungsstücke alt bis ur-alt sind. Ich glaube kaum, dass es sehr viele gibt, die noch Klamotten aus den 1980ern behalten haben und weiterhin tragen. Neu gekauft wir hier auch noch kaum was - nur noch ersetzt, wenn ich es weiterhin haben will. Wegwerfen tu ich nichts, was noch "gut" ist. Hier gibt es Sozialmärkte, an die man Sachen spenden kann. Was ich mir für "demnächst" vorgenommen habe, ist mal alle Bücher, Dekosachen etc., die ich nicht mehr brauche, auf "Willhaben" zu stellen. Aber das ist halt mit einiger Arbeit verbunden, da muss ich die Zeit und Lust dafür haben. Der Keller ist voll mit "Zeug", auch noch von meinen Eltern...
    Alles Liebe und schönes Wochenende
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2021/11/italien-reisebericht-ein-paar-kleine.html

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Deinen Worten zur Kindererziehung stimme ich Dir definitiv zu. Wobei ich es jetzt für Lockdowns doch eher grenzwertig finde, alle einzusperren, auch wenn sie seit 1,5 Jahren alle Regeln befolgen und sich haben brav impfen lassen. Ich weiß jetzt endlich, warum der Schick(e)lgruber vor fast 90 Jahren die farbigen Armbinden eingeführt hat. Es ist wirklich krass. Ließen sich auch problemlos kontrollieren. Nur noch die ohne Binde müssen nachweisen, dass sie keine brauchen. Dafür sehen sie schon von Weitem, wann sie die vervirte Straßenseite wechseln müssen. (Das ist sarkastisch gemeint.)
      Ja. Es hilft nix. Ich nehme mir immer wenn ich Zeit und Lust habe eine Ecke, Schublade, einen Schuhkarton vor und sortiere gnadenlos aus.
      BG Sunny

      Löschen
  9. Das Outfit sieht super aus!! Gefällt mir sehr gut und steht dir einfach super! Die Tasche ist natürlich ein Traum!:)
    Ich bin so dankbar, dass ich alles habe, was ich brauche und noch mehr. Ich habe viel als Geschenk bekommen und der Rest war unserer Arbeit zu verdanken. Seit 2007 habe ich einen Verein um bedürftige Kinder zu helfen und ich habe viele Veranstaltungen mit Kleiderverkäufen organisiert, um Geld für die Projekte zu sammeln. Außerhalb der Veranstaltungen habe ich immer an eine bekannte afrikanische Gruppe gespendet. Ich habe überhaupt kein Problem damit, Dinge auszusortieren, die mir nicht mehr passen, aber ich trage meine alten Klamotten auch ganz gerne.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich kann mich gut erinnern, Du hast ja schon oft über Deine Projekte berichtet.
      Früher hatten wir hier auch immer Sammlungen, das waren die Sammler, Transportierenden und denen wieder die Empfänger bekannt. Da konnte man alles mit nach Polen und Rumänien geben, was noch gut und nutzbar war. Wurde leider eingestellt.
      Ich habe auch kein Problem mich von Dingen zu trennen, die nicht mehr zu mir und in mein Leben passen. Ich will sie aber eben nicht in den Müll werfen. Und ich will auch nicht, dass sie geschreddert werden o.ä.
      BG Sunny

      Löschen
  10. Liebe Sunny,
    Ich bin bei Sieglinde. Bei einigen Dingen stimme ich dir zu, bei anderen eingeschränkt.
    Bücher, von denen ich weiß, ich lese sie sicher kein zweites Mal, verkaufe ich. Bei Kleidung ist das nicht immer einfach. Dennoch hat sich mein Konsumverhalten in den letzten Jahren verändert, ich denke zum Positiven. Ich entstamme wie du der Generation, die sich vieles ersparen musste. Und ich finde das Zur Prägung von Wertschätzung nach wie vor sehr wichtig. Wir haben das auch unseren Kindern beigebracht. Ich glaube an Werte wie Demut und Dankbarkeit- auch für Dinge, die man besitzt und/oder sich kauft. Die man behält oder aufbraucht. Und nicht ständig ersetzt. Dennoch kaufe ich mir auch gerne mal etwas.
    Und ein Kleid wie bei Ines, das finde ich schlicht ärgerlich.
    Es gibt viel zu diesem Thema zu sagen.
    Deinen Look mag ich- egal, ob er jetzt einen Trend bedient oder nicht.
    In diesem Sinne, liebe Grüße
    Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich weiß jetzt leider nicht genau, auf welche Aussage von Sieglinde Du Dich beziehst.
      Ich möchte z.B. nicht geschenkt in der Stadt wohnen. Vom Preis nimmt sich das nicht viel, wenn man München Stadt und sein südliches Umland vergleicht. Naja, neuerdings werden Landshut und Landsberg ja schon als Münchner Einzugsgebiet gehandelt.

      Früher habe ich mit anderen Bahnfahrerinnen einen "Krimi Tauschzirkel betrieben", und nein, meine Krimis lese ich nie zweimal. Aber jetzt stehen sie hier. Teils vollständige Reihen. Einige Zeit habe ich noch vom Kindle gelesen, aber irgendwie mag ich es trotz der vielen Vorteile nicht wirklich. Also lese ich aktuell eigentlich gar nicht. Aber ich fahre ja auch schon seit März 2020 nicht mehr täglich Zug.

      Wo verkaufst Du Deine Bücher? Ich wüsste niemand, dem meine Sachen passen. Oder kennst Du jemand in meiner Größe und meiner Statur?

      BG Sunny

      Löschen
  11. **zu viel Freiheit ist für den Menschen eher verwirrend und unzuträglich**
    interessanterweise las ich letztlich einen artikel, der genau das zum thema hatte - und mit wissenschaftlichen studien untermauerte. du hast recht!! der mensch ist mit zuviel freiheit und auswahl komplett überfordert. depressionen, süchte, verhaltensauffälligkeiten sind rasant auf dem vormarsch.
    am schlimmsten trifft es natürlich die, die heute kind sind. weil die wachsen damit auf, die haben nie eine andere welt kennengelernt.

    ich freue mich sehr, dass du immer wieder mit "bordmitteln" neue, schicke looks zauberst!
    dazu gehört nämlich neben kreativität auch disziplin - seine sachen ordentlich und die figur halten..... ist leider völlig aus der mode gekommen - wozu aufpassen? kann man doch neu kaufen wenn beim 1.tragen versaut oder nach 3 monaten schon wieder zu klein.....

    womit wir bei deiner frage wären: ich schmeisse fast gar nichts weg ausser etwas verpackungsmüll und die kohlenasche aus dem ofen.
    im letzten monat waren es ein paar pantoffeln und ein paar leinenturnschuh vom BW - komplett zerlatscht nach xx jahren.
    ansonsten haben wir sowieso nicht "alles" und wollen das auch gar nicht. weil - wie du schreibst - man braucht tatsächlich sehr wenig. wir haben das glück, von "natur aus" sehr wählerisch und kritisch zu sein - dadurch schafft man sich den ganzen "plunder" gar nicht erst an. und wir geben eher geld für 1-2 hochwertige dinge aus statt für 25x billig/wegwerfprodukt....

    deine klamotten wirst du wohl der kleiderspende geben müssen - es gibt hier nicht wirklich einen guten 2.handmarkt - die leute haben zuviel kohle. und gibt es in münchen ein "sozialkaufhaus" für möbel etc.? die holen oft auch ab!

    xxxx

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Kommentare und Datenschutz

Dieser Blog ist mit Blogspot, einem Googleprodukt, erstellt und wird von Google gehostet. Es gelten die

Um auf diesem Blog zu kommentieren benötigst Du - wie bisher auch - ein Google Konto. Konto anlegen

Du kannst die Kommentare zu diesem Beitrag durch Setzen des Häkchens abonnieren. Google informiert Dich dann mit eine Nachricht an die in Deinem Googleprofil hinterlegte Mail-Adresse.

Durch Entfernen des Hakens löscht Du Dein Abbonement. Es wird Dir eine entsprechende Vollzugsnachricht angezeigt. Oder Du meldest Dich über einen deutlichen Link in der Mail ab, die Dich über den Kommentar informiert.

Infos zum Datenschutz auf diesem Blog

Beliebte Posts aus diesem Blog

Nicht nur der Himmel weint

[Fun-food-fashion]: Rückblick auf den September 2021

[Tall fashion] Herbsttrends 2021- weiße Turnschuhe, dunkler Denim und helles Lila

[BLOGPARADE] Adventsrituale - ü30Blogger and friends

Hier kannst Du mir folgen



Sunny's side of life via FeedlyFollow Sunny's side of life via Bloglovin'Sunny's side of life via Blogger
trusted blogs

Mich findet ihr bei


ü30Blogger


Lionshome


Melongia

Women over 40Bloggerherz
Stop to abuse! my blog!!