Bloggen zwischen Hobby und Kommerz #6

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Wir alle möchten gelesen werden. Sonst würden wir nicht im Netz schreiben. Jeder, auch Du.
Und gelesen wirst Du nur dann, wenn man Dich auch findet. Im Netz. Und wo sucht man, wenn man im Netz etwas sucht. Genau. Bei Google. Dem Suchmaschinenriesen. Deshalb stellt es sowohl für Google als auch für Dich eine Win-Win-Situation dar, wenn Du auf das achtest, was man SEO nennt.

Bevor ich allerdings meine Sichtweise auf SEO näher beleuchte, möchte ich nächst das Thema Blog und die elektronischen Medien außen vorlassen. Reden wir über Bücher. Ein sehr altes Medium. Es dient nicht nur der Unterhaltung sondern seit Jahrhunderten dem Wissenstransfer von Generation zu Generation.

Wie wird eine Krimiautorin bekannt?

Stell Dir vor, Du bist eine hinreißende, junge japanische Schriftstellerin, die ihren ersten Krimi auf dem internationalen Büchermarkt heraus bringen möchte. Das Manuskript ist fertig. Gut gegliedert. Spannend. So wie man es von einem guten Buch erwartet. Der Krimi soll auf Englisch heraus gebracht werden. Du hast einen Verleger gefunden. Was wird alles gemeinsam mit Dir festgelegt, damit das Buch ein Erfolg wird?

Welche Informationen werden auf und in ein Buch gedruckt?

Du brauchst einen Titel dafür. Und zwar einen, der neugierig macht, das Buch zu lesen. Den hast Du vermutlich schon? Einprägsam. Kurz. Knapp und ein Unikat. Du brauchst auch ein passendes Cover dafür. Eines, das potentielle Leser neugierig macht, das Buch zu kaufen und zu lesen. Aber nicht nur das, ich kann mich im Prinzip nur erinnern, ob ich ein Buch schon gelesen habe, wenn ich das Cover sehe. Gaaaanz ungut, wenn die Bücher nur noch auf dem Kindle sind.

In das Buch soll ein kurzer Abriss zu Deiner Person mit einem schönen Bild von Dir gedruckt werden. Und das Buch braucht einen Klappentext, der anteasert, um was es in dem Buch geht und der Neugierde auf den Ausgang der Geschichte erzeugt. Letztlich muss die erste Seite des Buches so geschrieben sein, dass der Leser sofort in seinen Bann gezogen wird und es am liebsten in einem Sitz durchlesen will. Darüber sind wir uns einig, oder?

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Sachbücher - Fachbücher, kennt die noch jemand?

Nehmen wir ein anderes Beispiel. Ein Sachbuch. Die Auswirkungen der Quantenphysik auf unseren Alltag – verständlich erklärt für nicht Physiker. Oder so ähnlich.

Der Autor hat sich da also die größte Mühe gegeben das Buch logisch aufzubauen, seine detaillierten Recherchen sinnstiftend zusammenzufassen und zu gliedern. Er benennt alle seine Quellen und weiterführenden Informationen. Er schreibt die Einleitung so, dass ich schon mit Lesen des ersten Absatzes weiß, ob mich das Buch anspricht und ob es mir einen Nutzen bringen wird.

Welches Sachbuch ist das richtige für mich?

Ein Blick auf die Infos zum Autor zeigt mir, dass er die nötige Qualifikation aufweist, um so ein Buch zu schreiben. Ob ich die gesuchten Informationen in dem Buch finde, weiß ich, wenn ich die benötigten Stichworte auf dem Klappentext entdecke. Soweit sind wir uns auch einig, oder? In diesem Buch erwarte ich keine Tiefenpsychologie und auch keine Kuchenrezepte.

Ich sitze also in einer Bibliothek und habe ein paar Bücher in die nähere Auswahl mit an den Tisch genommen. Dann blättere ich die Inhaltsangabe durch, um zu schauen, ob es Kapitel gibt, die mir die passenden Antworten auf meine Fragen liefern könnten.

Ist ein Blog ein persönlich gestaltetes Sachbuch?

Und nicht anders ist es mit unseren liebevoll erstellten Blogbeiträgen, mit unseren gut recherchierten Zusammenfassungen, mit unseren ordnungsgemäß gekennzeichneten Zitaten, mit unseren regelkonform verlinkten Posts. Die schreiben wir für andere. Wir wollen einen wiederauffindbaren, dauerhaften Mehrwert bieten.

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Wer seinen Blog allerdings als eine Art Bild-Zeitung betrachtet, die kurz durchgeblättert und dann achtlos in der Bahn (oder am Strand) liegengelassen wird, der muss sich von diesem und dem nächsten Beitraghier nicht angesprochen fühlen.

Wissen ist Macht. Nichts wissen macht nicht nichts.

Bibliotheken verfügen über die neuesten und modernsten Archivsysteme, um die Informationen (Bücher und andere Medien), die sie vorhalten, möglichst effizient auffinden zu können. Ganz ähnlich macht es Google, und doch ganz anders. Denn hier sitzen keine Bibliothekare die die neuen Bücher entsprechend katalogisieren. Hier müssen wir das selbst in der Form bereitstellen, in der die Suchmaschine die suchrelevanten Informationen benötigt.

Ich werde versuchen im nächsten Post zu beschreiben, wie und wo wir mMn die notwendigen Informationen an den passenden Stellen hinterlegen können, damit Google sie zeitnah finden kann.
Schließlich will der ungeduldige Nutzer die Information schnell haben, die er sucht, und zwar gefiltert aus vielen, vielen Millionen Seiten die es weltweit im Netz gibt.

Bisher aus der Reihe "Bloggen zwischen Hobby und Kommerz" erschienen


#1 Tipps zum Blogstart (Achtung: um weitere Infos ergänzt)
#2 Pinterest (Achtung: um weitere Infos ergänzt)
#3 Kooperationen (Achtung: um weitere Infos ergänzt)
#4 Responsives Layout
#5 Netzwerken oder Geld verdienen?

Ich hoffe Ihr könnt auch aus diesem Beitrag was für Euch mitnehmen. Aber soviel sei gesagt: ich gebe hier nur meine eigenen, praktischen Erfahrungen wieder. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder technische Umsetzbarkeit auf anderen Plattformen. Auch handelt es sich niemals um eine Rechtsberatung.

Kommt mir gut durch den Donnerstag, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund
Sunny

Kommentare

  1. Schönes Beispiel mit dem Buch. So dürfte es jeder Blogger begreifen, dass nichts Böses daran ist dafür zu sorgen, dass sein Blog gefunden wird im Bloggermeer.
    LG Ines

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    1. Ich hoffe es. Danke für Deinen Zuspruch. LG Sunny

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  2. Gut erklärt, danke Sunny! Gefunden werden möchte ich, sonst könnte ich auch im stillen Kämmerlein mein Tagebuch schreiben oder mir mit meinen Outfit-Fotos ein Album basteln. Bin gespannt auf Deinen nächsten Post.
    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Davon gehe ich aus. Und es wäre schade, würdest Du Dich und Deinen Blog unsichtbar machen. LG Sunny

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  3. Liebe Sunny, das hast Du super erklärt. Ich bin gespannt auf den nächsten Post :)
    Schönen Donnerstag, liebe Grüße Tina

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    1. Freut mich. Ich denke die als SEO bekannte Geschichte haben viele in den falschen Hals bekommen und denken, dass es sie nicht betrifft LG Sunny

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  4. schönes foto, das da ganz oben. ich habe mich schon gefragt, wo du das motiv gefunden hast - aber dann die unterschrift gelesen. coole idee, sich dort zu bedienen, ich gucke mich gleich mal um.

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    1. Ja. In diesem Fall war es sehr hilfreich. Die Bilder sind toll und illustrieren henau das, was ich geschrieben habe. LG Sunny

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  5. Sehr bildlich erklärt Sunny! Deine ganze Reihe zu den Blogthemen ist interessant!

    Liebe Grüße <3

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    1. Freut mich, wenn so ein "alter Hase" wie Du doch noch was interessantes rausziehen kann.
      LG Sunny

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  6. gut erklärt :) Interessant & Informativ . Die Bilder sind super . Ich verwende bisher nur eigene Bilder oder die von den Kooperationen .Ich glaub da muss ich auch mal schauen . Manches mal hat man ja doch nicht so ganz das passende zur Hand

    LG Heidi

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    1. Wenn man es nicht übertreibt, finde ich es durchaus ein probates Mittel, diese Bilder zu nutzen. Wenn man sie entsprechend kennzeichnet, dürfte das kein Problem sein.
      Ich hätte einfach nicht das "einfangen" können, was sich dort finden lässt.
      LG Sunny

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  7. Der Vergleich mit einem Buch ist großartig! SEO ist auf jeden Fall ein interessantes und spannendes Thema.Bin gespannt, was du uns noch erzählen wirst!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Und ich bin gespannt, was ich noch schreiben werde. Ich glaube einfach das, was man gemeinhin unter SEO versteht ist nicht ganz das, was es eigentlich ist.
      LG Sunny

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  8. Ich finde den Buch Vergleich super treffend und ich bin auch ziemlich froh, dass wir alle nicht nur im stillen kämmerlein schreiben. 😀
    GLG aus der Edelfabrik Chrissie 💗

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    1. Ganz liebe Grüße zurück.
      Ja. Wenn Du im stillen Kämmerlein schreiben würdest, hätte ich nie Deine Bekanntschaft gemacht.
      LG Sunny

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  9. Buch oder Tagebuch passt super als Beispiel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Blogger gibt, die nicht gelesen oder gefunden werden wollen.

    Liebe Grüße Sabine

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  10. Diese Sichtweise von SEO klingt definitiv sinnvoller als die "Vorschriften", die ich bisher gelesen habe, á la ausschließlich Imperativ, keine Sätze mit mehr als sieben Wörtern etc. Das sind nämlich Vorschriften, die ziemlich genau auf die Blöd-Zeitung zutreffen. Und würde ich so schreiben wollen, wäre ich bei Springer geblieben ;-)
    Ich bin gespannt, was da noch kommt.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Was kommt ist mein noch nicht "druckreif" zu "Papier" gebrachter Eindruck von der Gesamtsituatuion. Ich muss nicht im Aktiv schreiben, ich kann auch Passiv. Außerdem schreiben wir in einer Sprache, die einfach einen anderen Rhythmus und einen abweichenden Satzbau, eine andere Grammatik als Englisch hat. Manches ist in verschiedender Hinsicht sinnvoll. Anderes ist für Texte, die sagen wir nicht im "Urteilsstil" geschrieben werden MÜSSEN, absoluter Blödsinn.
      LG Sunny

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  11. Muss noch viel lernen... Danke für den informativen Beitrag. Ich blogge natürlich auch für mich selbst, ganz egoistisch, und in erster Linie soll es MIR gefallen... aber klar will ich auch gefunden und gelesen werden! Ups, ich hab auch schon Pixabay benutzt und nicht gekennzeichnet... hüstel. LG Maren

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    1. Ich weiß nicht sicher, ob man Pixabay kennzeichnen MUSS. Ich glaube gelesen zu haben, dass es nicht gefordert wird aber durchaus erwünscht ist. Es tut mir ja nicht weh, falls ich mal andere Quellen nutze, kennzeichne ich es.
      LG Sunny

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  12. Tolle Serie, wir wollen doch alle gefunden werden, sonst würde der Blog keinen Sinn machen. Bin schon gespannt auf den nächsten Beitrag.
    LG Petra

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